Welche Alternative?

Nach tödlichem Radunfall: Kölner Teller kommen weg!

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Ein Beispielfoto der Kölner Teller.

Heidelberg-Schlierbach - Die Kölner Teller verschwinden wieder! Das hat die Stadt jetzt beschlossen. Doch damit die Autofahrer nicht rasen, wird es eine Alternative geben:

In der Wolfsbrunnensteige soll die Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern verbessert werden. Das Verkehrsmanagement der Stadt und Gutachter Jens Leven vom Büro für Forschung, Entwicklung und Evaluation (bueffee) haben in den vergangenen Wochen die Situation in der Straße eingehend untersucht. 

Die Kölner Teller verschwinden! 

Nachdem ein Radfahrer wegen den sogenannten Kölner Tellern stürzt und sich tödlich verletzt und ein weiterer sich ebenfalls beim Sturz verletzt, werden die Bodenwellen in der Straße entfernt. Obwohl sie erst im Sommer 2017 angebracht worden sind!

Damit die Autofahrer jedoch nicht durch die Straße rasen, werden Rüttelmarkierungen aufgebracht. Diese bringen den Autofahrer dazu durch ein spürbares Signal das Tempolimit einzuhalten. Die Markierungen sind für Fahrradfahrer aber leichter zu überfahren.

Weitere Maßnahmen sind geplant:

  • Neue Kennzeichnung des Gehwegs an der Häuserseite – statt der sogenannten Nagelreihe werden Markierungen aufgebracht 
  • Anbringen von Fußgängerpiktogrammen
  •  Dialogdisplay an einem Beleuchtungsmast bei Hausnummer 6 anbringen 
  • Montage von Pollern an einer Sperrfläche im oberen Bereich der Straße. Damit soll verhindert werden, dass Fahrzeuge im Begegnungsverkehr auf diese Sperrfläche ausweichen und Fußgänger gefährden 
  • Definition von drei Begegnungsstellen für Kraftfahrzeuge 
  • Überprüfung der Beleuchtungssituation durch die Stadtwerke

Autofahrer halten sich nicht an Tempolimit

Erste Maßnahmen sind schon umgesetzt worden: Ein Parkplatz in Höhe der Wolfsbrunnensteige 10 ist verkürzt worden, um den Verkehr für Fahrradfahrer auf dem Weg bergab übersichtlicher zu gestalten. 

Die Wolfsbrunnensteige bleibt trotz aller Maßnahmen ein sehr schmaler Verkehrsraum mit deutlichem Gefälle und entsprechenden Problemlagen, erklärt die Stadt Heidelberg in einer Pressemitteilung.

Aufgrund ihrer wichtigen Erschließungsfunktion für Schlierbach muss sie auch weiterhin im Zweirichtungsverkehr funktionieren – die Umwidmung zu einer Einbahnstraße ist nicht möglich. Gleichzeitig ist die Wolfsbrunnensteige ein ausgewiesener Schulweg sowie ein Fußweg zur nächstgelegenen Bushaltestelle. 

Vor diesem Hintergrund ist ein sicherer Gehweg in der Straße weiterhin unverzichtbar – und auch im Sinne der Anwohner, die andernfalls aus ihren Wohnungen direkt auf die Straße treten würden. 

Leider halten viele Autofahrer die Höchstgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern nicht ein und stellen ihre Fahrzeuge auch an Stellen ab, wo es eindeutig untersagt ist. Die Stadt wird die Einhaltung von Geschwindigkeitsbegrenzung und Parkverboten künftig noch stärker überprüfen.

In einer Umfrage von HEIDELBERG24 haben knapp 80 Prozent der Leser für die Entfernung der Kölner Teller gestimmt!

Die Abstimmung ist beendet.
Müssen die ,Kölner Teller' verschwinden?
Ja, am besten sofort!
79.6%
Nein, sie sollen bleiben!
15.24%
Ist mir egal!
5.14%

jab/pm

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