Alles auf einen Blick

Schloss Heidelberg – Geschichte, Veranstaltungen und Wissenswertes!

+
Mehr als einfach nur schön: Das Heidelberger Schloss steht für eine bewegende Geschichte.

Heidelberg - Was wäre die Stadt ohne sein Schloss? Doch wie kam es überhaupt zum Bau, warum ist es eine Ruine und was hat das mit der berühmten Heidelberger Romantik zu tun? Wissenswertes über ein faszinierendes Bauwerk. 

„Ich sah Heidelberg an einem völlig klaren Morgen, der durch eine angenehme Luft zugleich kühl und erquicklich war. Die Stadt in ihrer Lage und mit ihrer ganzen Umgebung hat, man darf sagen, etwas Ideales,“ schreibt Johann Wolfgang Goethe im Jahr 1797 in sein Tagebuch. 

Wie kein anderes Monument, steht das Schloss für diese romantische Sicht auf Heidelberg. 2019 zählt es immerhin zu den ‚Most Instagrammed Castles‘ Deutschlands! In China baut ein Handyhersteller das Schloss gar komplett nach! Und auch für Touristen ist es eine DER Sehenswürdigkeiten. In Sachen Besucherzahlen ist das Schloss Heidelberg nämlich nicht nur einmal Spitzenreiter!

Kein Wunder also, dass es unzählige Veranstaltungen gibt wie das Heidelberger Frühlingserwachen, die Heidelberger Schlossfestspiele, Nacht-Touren oder Halloweenpartys in den alten Gemäuern. Die Begeisterung von heute rief der Prachtbau aber nicht immer hervor. 

„Light it up purple“: Das Schloss am Weltfrühgeborenentag.

Das Schloss wurde aufgebaut, beschädigt, renoviert und zerstört. Zwischendurch steht es sogar kurz vor der Bedeutungslosigkeit. Wäre da nicht ein weitsichtiger Franzose gewesen, der sich mit den romantischen Gefühlen des beginnenden 19. Jahrhunderts nicht zufrieden gibt, sondern handelt und so zum Retter des Schlosses wird. Aber fangen wir von vorne an. 

Das Schloss, das eine Burg ist 

Lange wird angenommen, dass das die Gründung des Schlosses auf die Zeit zwischen 1294 und 1303 zurückgeht. Mittlerweile wird die Entstehung bereits auf die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts datiert. Dabei handelt es sich bei anfangs rechteckigen Bauwerk jedoch ‚lediglich‘ um eine Burg. Der Ausbau zum prächtigen Schloss sollte von da an noch rund 400 Jahre dauern. 

Erst 1401 beginnt Ruprecht III., der ein Jahr zuvor als erster und einziger Kurfürst der Pfalz zum Deutschen König (Ruprecht I.) gewählt wird, mit dem schrittweisen Auf- und Umbau. Grund dafür ist vor allem Platzmangel. Es gilt Raum für Repräsentation und zur Unterbringung des Beamten- und Hofstaates zu schaffen. Gleichzeitig muss die Burg zu einer Festung ausgebaut werden.

So schön war das Heidelberger Schloss 

Friedrich I. (1449 bis 1476) und Ludwig V. (1508 bis 1544) errichten die Befestigungswerke mit den vier Rundtürmen an den Eckpunkten. Während der Regierung Ludwigs V. besichtigt Martin Luther das Heidelberger Schloss. 

Ottheinrich (1556 bis 1559) und Friedrich IV. (1592 bis 1610) erweitern das Bauwerk um die nach ihnen benannten Gebäude. Im Jahr 1616 wird der Hortus Palatinus, zu deutsch: Pfälzischer Garten von Friedrich V. errichtet. Noch heute wird beim Familienfest im Schlossgarten eine Zeitreise ins 17. Jahrhundert unternommen.  Mehr Informationen zur Geschichte des Baus gibt es im 3D-Buch vom Heidelberger Schloss. 

So lange die Entstehung des Schlosses dauert, so kurz dauert dessen Zerstörung. Im Zuge des „Dreißigjährigen Krieges“, der von 1618 bis 1648 tobt, fliegen erstmals Kugeln gegen das Heidelberger Schloss. Damit endet auch die eigentliche Geschichte des Schlossbaus. Die folgenden Jahrhunderte bringen hauptsächlich Zerstörungen, Wiederherstellungen eine annähernde Aufgabe des Schlosses mit sich.

Auf dem Weg zur Zerstörung

Im Jahr 1619 verstirbt Kaiser Matthias, der auch König von Böhmen ist. Noch vor seinem Tod wird Ferdinand II. zum neuen König von Böhmen ernannt. Die böhmischen Stände aber setzen Ferdinand eigenständig ab und wählen  Friedrich V. am 26. August zum böhmischen König. Friedrich nimmt die Wahl an und lässt sich am 4. November krönen. 

Damit löste er eine Katastrophe aus, die in der ‚Schlacht am weißen Berg‘ bei Prag mündet. In ihrem Verlauf unterliegen die böhmischen Truppen unter Friedrich V. von der Pfalz und dessen Heerführer Christian I. von Anhalt den kaiserlichen und bayerischen Truppen der Katholischen Liga.

Noch alles in Stand: Ölgemälde des Hortus Palatinus von Jacques Fouquières aus dem Jahr 1620.

Nach seiner Niederlage ist Friedrich V. zur Flucht aus Böhmen gezwungen. Kaiser Ferdinand II. setzt im Anschluss seinen Anspruch auf die Krone Böhmens durch. Friedrich V., auf Grund seiner kurzen Regentschaft von nur 13 Monaten auch abschätzig ‚Winterkönig‘ genannt, verliert so nicht nur das Königreich Böhmen, sondern auch die Pfalz als sein eigentliches Herrschaftsgebiet. General Tilly, im Dienst des Kurfürsten von Bayern, findet eine unverteidigte Pfalz vor

Am 26. August 1622 eröffnet er die Beschießung Heidelbergs. Am 16. September nimmt er die Stadt und wenige Tage darauf das Schloss ein. Am 5. Mai 1633, also nur elf Jahre später, nehmen Schweden die Stadt Heidelberg ein und eröffnen vom Königsstuhl aus das Feuer auf das Schloss, sodass der kaiserliche Kommandant ihnen die Festung am 26. Mai 1622 übergibt. 

Bereits im darauffolgenden Jahr erobern die Truppen des Kaisers das Schloss zurück. Das größte Ausmaß der Zerstörung sollte allerdings erst ein halbes Jahrhundert später folgen.

Der pfälzische Erbfolgekrieg

Um die Grenzen Frankreichs an den Rhein vorzuschieben, lässt Sonnenkönig Ludwig XIV. zum Ende des 17. Jahrhunderts ganze Städte und Dörfer dem Erdboden gleichmachen. Symbolisch dafür steht noch heute das Heidelberger Schloss, das am 2. März 1689 von französischen Truppen in Brand gesetzt wird. 

Die Chance sich die gesamte Pfalz einzuverleiben, bietet sich dem Sonnenkönig 1685, als Pfalzgraf Karl II. kinderlos verstirbt. Sein Erbe tritt Philipp Wilhelm an. Doch auch Ludwig XIV. macht Ansprüche für sich geltend. Einer seiner Brüder hat zuvor die Schwester Karls II., Liselotte von der Pfalz, geheiratet. Sie verzichtet zuvor zwar auf ihre Erbschaftsrechte, doch konstruieren französische Juristen eine Anwartschaft auf einen Teil des Familienerbes.

Zehn Jahre vor der Zerstörung: Rekonstruktion des Schlosses im Jahr 1683.

Mehr zum Thema „Royals“ 

>>>William und Kate in Heidelberg<<<

>>>William und Kate auf der Alten Brücke<<<

>>>William und Kate auf dem Marktplatz<<<

>>>Royaler Besuch: Jugendlicher droht mit Bombe<<<

Der entstehende Konflikt geht als Pfälzischer Erbfolgekrieg in die Geschichte ein. Ludwig XIV. versucht große und verlustreiche Schlachten zu vermeiden. Stattdessen will er die Pfalz mit schnellen Vorstößen erobern und durch Festungen sichern. Aus dem zunächst überschaubaren Konflikt wird ein europaweiter Krieg.

Am 24. Oktober 1688 rückt eine französische Armee unter dem Brigadier Ezéchiel de Mélac in Heidelberg. Im Februar 1689 erkennt Mélac, dass er sich zurückziehen muss. Zuvor aber verwüsten seine Truppen die Stadt. Erst wird das Rathaus, dann der 40 Meter hohe „Dicke Turm“ der Schlossbefestigung zerstört. Beim endgültigen Verlassen am 2. März, stecken die Franzosen die ganze Stadt in Brand.

Den Einwohnern gelingt es, die Feuer zu löschen. Kurfürst Johann Wilhelm lässt die Türme und Mauern der verwüsteten Stadt nach seinem Einzug 1690 wiederherstellen. Als die Franzosen 1691 und 1692 erneut bis vor die Tore Heidelbergs gelangen, finden sie die Stadt in einem so guten Verteidigungszustand vor, dass sie zunächst unverrichteter Dinge abziehen. 

Nur ein Jahr später, am 18. Mai 1693, stehen die Franzosen jedoch erneut vor den Toren der Stadt und nehmen sie am 22. Mai ein. Die Franzosen holen nun nach, was sie 1689 in der Eile ihres Abzugs nur unvollständig ausgeführt haben: Mit Minen sprengen sie die Türme und Mauern des Schlosses, das so zur Ruine wird. Im PC-Spiel „Heidelberg 1693“ kannst Du bald in der Zeit zurückreisen und zum Retter der Stadt werden!

Abriss oder Wiederaufbau? Es herrscht Uneinigkeit!

In den darauffolgenden Jahrzehnten werden zwar notwendige Erneuerungen durchgeführt, eine grundlegende Sanierung bleibt aber aus. Grund dafür ist unter anderem die Verlegung der Hauptstadt der Kurpfalz nach Mannheim im Jahr 1720 durch Kurfürst Karl III. Philipp, der dort auch das Schloss Mannheim errichten lässt. Das verheißt nichts Gutes für die ehemalige Residenz der Pfälzer Kurfürsten. 

Quader des Südwalles werden als Baumaterial für das Schwetzinger Schloss verwendet. 1784 wird das Schloss gar als Steinbruch genutzt. Bürger holen Steine, Holz und Eisen zum Bau ihrer eigenen Häuser aus dem Schloss. Sogar Figuren und Verzierungen werden abgeschlagen. Immerhin: Fast 300 Jahre später bauen Künstler in Mannheim das Heidelberger Schloss nach. 

Heidelberg wird zur Stadt der Romantik

Eine Wende setzt mit dem beginnenden 19. Jahrhundert ein. Bereits zum Ende des 18. Jahrhunderts wird der Begriff der Romantik geprägt, der sich zu einer Art des sentimentalen Gefühls der Sehnsucht wandelt, das vor allem in der Heidelberger Romantik seinen Ausdruck findet. Höhepunkt dieser stellen Gemälde von William Turner dar. Der Engländer ist zwischen 1817 und 1844 mehrfach in Heidelberg und fertigt etliche Gemälde von Stadt und Schloss an. 

William Turner Gemälde

Neben ihm entdecken viele weitere Landschaftsmaler die Schlossreste als Motiv für sich. Und auch die Schreibende Zunft ist angetan. Der Schriftsteller Clemens Brentano schreibt zu dieser Zeit über Heidelberg und sein Schloss: 

„Und da ich um die Ecke bog, –                                                                                             

ein kühles Lüftlein mir entgegen zog – 

Der Neckar rauscht aus grünen Hallen – 

Und giebt am Fels ein freudig Schallen, – 

Die Stadt streckt sich den Fluss hinunter, – 

Mit viel Geräusch und lärmt ganz munter, – 

Und drüber an grüner Berge Brust, – 

Ruht groß das Schloss und sieht die Lust.“

Die vielbeschriebene Schönheit der Stadt am Neckar machen Heidelberg und sein Schloss im Laufe des 19. Jahrhunderts zum Inbegriff romantischer Stimmung und so bei Reisenden und Wanderern immer beliebter. All die Schwelgerei führt aber nicht zum Erhalt des Schlosses.  

Die Rettung des Schlosses

Zur Rettung des Schlosses kommt es erst und man möchte meinen ausgerechnet durch einen Franzosen. Die badische Regierung schert sich nämlich kaum um die Ruine. Weg von bloßer romantischer Schwärmerei setzt sichGraf Charles des Graimberg für dessen Erhalt ein. 

Bis 1822 fungiert er als freiwilliger Schlosswächter. So kommt es auch zum, von ihm in Auftrag gegebenen ersten ‚Schlossführer‘, der der Ruine zu einem noch größeren Bekanntheitsgrad verhilft. So wird Heidelberg bereits im Lauf des 19. Jahrhunderts zu einem Touristenmagneten. 

Der Heidelberger Schlossstreit

Ob das Schloss wiederhergestellt werden soll, bleibt jedoch weiterhin ein Streitthema und führt  zu Grundsatzdiskussionen, die letztlich im sogenannten ‚Heidelberger Schlossstreit‘ münden. Man ist sich uneinig darüber, ob das Schloss grundsätzlich saniert oder lediglich erhalten werden soll. 

Erst 1883 wird das ‚Schlossbaubüro‘ durch die badische Landesregierung errichtet. Dessen Aufgabe ist es Maßnahmen zur Instandsetzung der Hauptgebäude vorzuschlagen. Die Arbeiten dazu enden 1890 und bilden die Grundlage für eine Kommission von Fachleuten aus ganz Deutschland, die zu dem Schluss kommen, dass eine völlige und auch eine teilweise Instandsetzung nicht in Betracht kommen. Lediglich der Friedrichsbau wird von 1897 bis 1900 wiederhergestellt

Der Friedrichsbau: Der 1607 errichtet, mehrfach abgebrannt und erneuert.  

Der Rest des Schlosst wird ‚lediglich‘ erhalten. Dass aber gerade die Ruine den Charme des Monuments ausmacht macht, erkannte schon Mark Twain, der in seinem Buch ‚Bummel durch Europa‘ schrieb: 

„Um gut zu wirken, muss eine Ruine den richtigen Standort haben. Diese hier hätte nicht günstiger gelegen sein können. Sie steht auf einer die Umgebung beherrschenden Höhe, sie ist in grünen Wäldern verborgen, um sie herum gibt es keinen ebenen Grund, sondern im Gegenteil bewaldete Terrassen, man blickt durch glänzende Blätter in tiefe Klüfte und Abgründe hinab, wo Dämmer herrscht und die Sonne nicht eindringen kann. Die Natur versteht es, eine Ruine zu schmücken, um die beste Wirkung zu erzielen.“

Diese Wirkung hat das Schloss bis heute. Besucher aus aller Welt wollen dieses romantische Gefühl einmal selbst erleben, sodass das Heidelberger Schloss nicht nur einmal mehr als eine Millionen Besucher knackt, die außerhalb und innerhalb des Schlosses heute Einiges erleben können. 

Die Bergbahn kommt ins Rollen - Preise für die Auffahrt

Schon etwas früher sind erste Planungen für die Bergbahn im vollen Gange. Der Schweizer Bergbahnpionier Niklaus Riggenbach entwirft die ersten Pläne einer Bahn, die sowohl zum Schloss, als auch zum Königstuhl führen sollte. Doch aufgrund fehlender Gelder kann der Plan 1873 noch nicht in die Tat umgesetzt werden.

Die Heidelberger Bergbahn

Erst dreizehn Jahre später erhalten die Gebrüder Leferenz die Genehmigung. Am 30. März 1890 wird der untere Sektor fertig gestellt und man kann mit einer Standseilbahn vom Kornmarkt hoch zur Molkenkur fahren. Per Zahnstange wird hier noch die Geschwindigkeit reguliert. Wasserballast dient als Antrieb. In einem Wagon passen 50 Personen rein und die Bahn ist bis zu sieben Kilometern pro Stunde ,schnell'. 

Mehr über die die Historie Heidelbergs:

>>>Die Geschichte des Heidelberger Brückenaff‘<<<

>>>Die Geschichte der Jesuitenkirche<<<

>>>Die Geschichte der Schlossbeleuchtung<<<

>>>Die Geschichte der Thingstätte<<<

>>>Die Geschichte der Bergbahn<<<

>>>Die Geschichte des Michaelsklosters<<<

>>>Die Geschichte vom Hotel zum Ritter St. Georg<<<

In den 1950er Jahren kommt es zu einem weiteren großen Umbau. Für 8 Euro kommst Du heute ganz bequem mit der Bergbahn zum Schloss. Im Preis mit inbegriffen ist der Eintritt in den Schlosshof, den Fasskeller sowie das Deutsche Apotheken-Museum. Was Dich dort erwartet:

Im Schloss: Apothekermuseum, das große Fass und Perkeo

Seit 1957 befindet sich in einem Teil des Schlosses das Deutsche Apotheken-Museum, welches das zentrale Museum zur Geschichte der Pharmazie in Deutschland ist. Es besitzt umfangreiche Sammlungen, die die Zeit von der Antike bis zum 21. Jahrhundert umfassen. Früher wohl auch pharmazeutisch genutzt, heute leider leer, befindet sich ebenfalls im Schloss eines der größten Weinfässer der Welt

Fasswächter Perkeo

Es ist bereits das vierte große Fass im Schloss und fasst um die 220.000 Liter. Das erste große Fass im Heidelberger Schloss wird von 1589 bis 1591 unter Johann Casimir erbaut und fasst damals rund rund 127.000 Liter. Noch heute schaut die Statue des Fasswächters Perkeo auf den übergroßen Behälter

Der Legende nach brachte Kurfürst Karl Philipp einen nur rund einen Meter großen, aber 100 kg schweren Zwerg aus Tirol mit und machte ihn zum Hofnarren. Auf die Frage, ob er alles austrinken könne, soll er auf italienisch geantwortet haben: „Perché no?“ (warum nicht?), sodass er fortan Perkeo genannt wird. Ist der trinkfeste Hofnarr der Grund für das heute leere Fass? Wer weiß. In jedem Fall bietet das Schloss Heidelbergern und Besuchern nicht nur innen, sondern auch außen eine Menge Sehenswertes.

Heidelberger Schlossbeleuchtung - Termine 2019

Die dreimal jährlich stattfindende Heidelberger Schlossbeleuchtung etwa, ist eine nicht mehr wegzudenkende Veranstaltung, die Heidelberger und Touristen immer wieder aufs Neue fasziniert. Dabei ist die mehrmals im Jahr stattfindende Schlossbeleuchtung nicht nur eine schöne Angelegenheit. Vielmehr geht es bei dem Feuerwerk um die Inszenierung der Zerstörung des Schlosses im Jahr 1693. Auch Mark Twain sieht die Schlossbeleuchtung im Jahr 1878 und beschreibt sie wie folgt: 

„[...] mit atemberaubender Plötzlichkeit schossen eine Handvoll buntfarbiger Raketen inmitten eines Donnergeheuls aus den schwarzen Schlünden der Schlosstürme. Gleichzeitig zeichnete sich jede Einzelheit der gewaltigen Ruine gegen den Berg ab. Immer wieder schossen aus den Türmen dicke Bündel von Raketen in die Nacht, und der Himmel erstrahlte im Licht leuchtender Pfeile, die in den Zenith zischten, kurz verhielten und sich dann graziös nach unten bogen, um in einem wahren Springbrunnen von farbig sprühenden Funken zu bersten.“ 


Die erste offizielle Schlossbeleuchtung findet im Juni 1815 statt.Aber schon lange zuvor steht das Schloss ‚in Flammen‘. Grund dafür ist eine Frau. Heute ist die Schlossbeleuchtung vor allem ein Grund zusammenzukommen, innezuhalten und sich verzaubern zu lassen. Und auch für 2019 stehen die Termine schon fest! Wie die Schlossbeleuchtung, haben auch die Schlossfestspiele eine lange Tradition.

Heidelberger Schlossfestspiele - Termine 2019

Die Schlossfestspiele werden vom Stadttheater Heidelberg organisiert. Begründet werden sie 1926 mit einer Inszenierung von „Ein Sommernachtstraum“ von William Shakespeare. Seitdem begeistern die Aufführungen Heidelberger und zahlreiche Besucher, die extra dafür in die romantische Neckarstadt anreisen.

Die Heidelberger Schlossfestspiele im Innenhof des Schlosses. 

Termine 2019 - vom 21. Juni bis zum 4. August

  • 21. Juni: Los geht‚s mit ‚Die Affäre Rue de Lourcine - einer Komödie von Eugène Labiche mit Musik von Günter Lehr
  • 22. Juni: Beim 1. Schlosskonzert gilt es eben Evergreens und Ohrwürmern auch Unbekanntes aus dem Schatzkästchen des in Köln geborenen Komponisten zu entdecken
  • 23. Juni: Der Kaiser von China hat alles: einen prächtigen Palast und einen Garten mit den wundersamsten Blumen. Doch alle sind sich einig: das Schönste und Zauberhafteste im Land des Kaisers ist ‚Die chinesische Nachtigall‘
  • 25. Juni: Bei der Open-Air-Gala ‚Le bon Can-Can!‘ gibt es Musik und Kulinarik, Gaumengenuss und Ohrenschmaus – ein Fest der Stimmen und der Sterneküche
  • 29. Juni:Los geht‘s mit ‚Dracula‘. Kaum eine andere Persönlichkeit der Geschichte wirft einen so langen und düsteren Schatten in den Fantasien der Menschen.
  • 4. Juli: Genieße das Musical ‚Anatevka‘ von Jerry Bock, Buch von Joseph Stein, basierend auf den Geschichten von Scholem Alejchem
  • 13. Juli: Mit ihren Flötentönen verzaubert die Heidelberger Musikerin Kathrin Christians das Publikum beim 2. Schlosskonzert.
  • 1. August: Eine Reise durch Hollywood mit Filmmusik aus den brillantesten Blockbustern erlebst Du beim 3. Schlosskonzert.

Weitere Termine der einzelnen Aufführungen sowie zusätzliche Informationen findest Du unter www.theaterheidelberg.de.

Du willst mehr über das Heidelberger Schloss wissen? 

Hier gibt‚s weitere Infos:

>>>#Küssmichimschloss: So viele Paare knutschen für freien Eintritt<<<

>>>Ab Januar 2019 - Heidelberger Bergbahn fällt für drei Monate aus!<<<

>>>Die Bergbahn fährt nicht – der Ticketpreis steigt trotzdem!<<<

>>>Heidelberger Schloss: Die berühmteste Ruine der Welt<<<

>>>Auf DIESE Schloss-Führung fliegen die Heidelberger<<<

>>>Statt Bettensteuer: Jetzt ‚Schloss-Steuer‘ für alle?<<<

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare