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Heidelberg: Schlossbeleuchtungen und Event-Highlights – finden sie trotz Corona statt?

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Von: Peter Kiefer

Heidelberg - Hunderttausende Menschen erfreuen sich jedes Jahr an Schlossbeleuchtungen, „Heidelberger Herbst“ und Weihnachtsmarkt. Doch auch 2021? So sieht die Planung aus:

Die Stadt Heidelberg macht sich weiter locker – dank der Öffnungsschritte, die aufgrund der seit Tagen stabil unter der Marke von 50 verharrenden 7-Tage-Inzidenz möglich sind. Aktuell glänzt die Uni-Stadt mit einer Inzidenz von 34,7 (Stand 21. Mai) mit dem zweitbesten Wert in ganz Baden-Württemberg nach dem Landkreis Emmendingen (27,0). Doch was bedeuten die lange herbeigesehnten Lockerungen in Hinsicht auf beliebte Events bzw. Massenveranstaltungen wie die Schlossbeleuchtungen, der „Heidelberger Herbst“ und den Weihnachtsmarkt?

StadtHeidelberg
BundeslandBaden-Württemberg
Fläche108,84 km²
Einwohnerzahl161.485 (Stand: 31. Dez. 2019)
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

Voraussetzungen für derlei Events ist natürlich, dass sich die Ausbreitung des tückischen Coronavirus nicht wieder verschlimmert und die strengen Restriktionen der sogenannten „Bundes-Notbremse“ erneut greifen müssen. Doch bei „Heidelberg Marketing“ ist man optimistisch und guten Mutes, wo angesichts dieser jährlichen Highlights emsiges Treiben und viele Vorbereitungen zu treffen sind. Schließlich locken diese Events Zehntausende Einheimische wie auch Touristen an – die dadurch generierten Einnahmen gehen in die Millionen.

Heidelberg: Beliebte Schlossbeleuchtungen sollen stattfinden – in abgespeckter Version

Allen voran ist Mathias Schiemer, der Chef von „Heidelberg Marketing“ zuversichtlich, dass in Sommer, Herbst und Winter 2021 alles planmäßig über die Bühne gehen kann – wenn auch in abgespeckter Version gegenüber den Vor-Corona-Jahren. Zur Erinnerung: Unter anderem die mit jeweils geschätzt 100.000 Schaulustigen sehr beliebten Schlossbeleuchtungen mussten 2020 abgesagt werden, wie HEIDELBERG24 berichtet.

Die letzte Schlossbeleuchtung 2019

Impression von der letzten Heidelberger Schlossbeleuchtung im Jahr 2019. © HEIDELBERG24/Uli Hillenbrand

Im Jahr 2021 und auch 2022 wird jede unserer Veranstaltungen ein Highlight für die Menschen hier, weil die Leute aufgrund der monatelangen Pandemie ausgehungert sind. Wir wollen sie aus der Isolation herausholen. Wir werden es im Rahmen des Möglichen gemeinsam krachen lassen – versprochen“, so Schiemer im HEIDELBERG24-Interview. „Darum wollen wir auch unbedingt dieses Jahr Schlossbeleuchtungen durchführen! Wie gehabt als spektakuläres Feuerwerk, dass wie immer sogar vom Umweltministerium geprüft und abgesegnet ist.

Doch der erste Termin am 5. Juni sei „natürlich utopisch“. Deshalb der naheliegende Plan: „Wir können ihn aber ohne Probleme auf den 10. Juli schieben. Im August könnte dann die zweite Schlossbeleuchtung folgen und im September schließlich die dritte.“ Eine entsprechende Öffnungsstufe im Rahmen der Corona-Verordnung natürlich stets vorausgesetzt.

Auf Bewirtung und zusätzliche Bespaßung etwa auf der Nepomuk-Terrasse, wo man bekanntlich den besten Blick auf Schlossbeleuchtung und Feuerwerk hat, muss dagegen verzichtet werden. „Die Frequenz an Menschen wäre dadurch einfach zu hoch. Wir müssen da unserer Verantwortung als Veranstalter nachkommen.

Heidelberg: So stehen die Chancen auf „Heidelberger Herbst“ und Weihnachtsmarkt

Erwartungsvoll geht der Blick auch voraus auf das letzte Wochenende im September, wenn am 25. und 26. eigentlich der „Heidelberger Herbst“ steigen soll. Doch ist das Altstadtfest in den engen Gassen überhaupt vertretbar?

Eine Schaustellerbude mit dem Namen „Knusperhäuschen“ ist im Rahmen des Heidelbereger Herbstes in der Heidelberger Innenstadt aufgebaut. (Symbolbild)

Ein Blick auf das rege Treiben auf dem „Heidelberger Herbst“ in früheren Jahren. (Archivfoto) © HEIDELBERG24/PR-Video/Priebe

Dazu die Einschätzung von Event-Profi Mathias Schiemer: „Der ‚Heidelberger Herbst‘ kann und wird nicht so aussehen, wie in der Vergangenheit. Aber wir tüfteln an einer attraktiven Alternative für alle Beteiligten: Händler, Schausteller wie auch Gäste. An zwei Bühnen und höchstens 150 Ständen für die einheimischen Gastronomen und Händler soll gefeiert werden.

heidelberger weihnachtsmarkt eroeffnet. Eindrucke vom ersten abend 2018

Der Heidelberger Weihnachtsmarkt ist immer einen Besuch wert. © HEIDELBERG24/Uli Hillenbrand

Auf das Thema Weihnachtsmarkt angesprochen, holt Schiemer etwas aus: „Im Jahr 2020 hatten wir 20.000 Glühweintassen bestellt, dieses Jahr sind es sogar 50.000 Jahreszahltassen. Das beweist wohl, wie optimistisch wir sind, dass der Heidelberger Weihnachtsmarkt hoffentlich in gewohnter Weise stattfinden kann. Um die Fledermäuse zu schonen, ist zwar im Winter keine Schlossbeleuchtung möglich, wir werden jedoch zu Weihnachten eine richtig tolle Himmelsshow mit Hunderten Drohnen bieten, wie sie Heidelberg noch nicht gesehen hat.“ (pek)

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