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Heidelberg: Schulbeginn in der Pandemie – So will Stadt die Schulen unterstützen

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Von: Daniel Hagen

Heidelberg Altstadt
So will die Stadt Heidelberg die Schulen und Schüler unterstützen. (Archivfoto) © Uwe Anspach/dpa

Heidelberg - In nicht einmal vier Wochen geht die Schule in Baden-Württemberg wieder los. Die Stadt Heidelberg will die Schulen aber auch die Schüler unterstützen.

Damit die Heidelberger Schulen den Start ins neue Schuljahr unter Pandemiebedingungen bestmöglich bewältigen können, unterstützt die Stadt Heidelberg insbesondere bei der Vorbereitung von Infektionsschutzmaßnahmen und digitalem Lernen. Bereits am 11. September startet in Baden-Württemberg das neue Schuljahr und die Corona-Zahlen steigen erneut an. Mit Corona-Tests, mobilen Luftfiltern, Förderprogrammen und Digitalisierung soll den Schülern und den Schulen unter die Arme gegriffen werden.

Das baden-württembergische Kultusministerium hat vor den Sommerferien angekündigt, den Schulstart mit regelmäßigen Tests in Schulen zu begleiten, um den erhöhten Eintrag von Infektionen nach der Ferien- und Reisezeit zu vermeiden. Die Stadt Heidelberg gibt deshalb die vom Land finanzierten rund 125.000 Antigen-Selbsttests für die beiden ersten Schulwochen an alle Heidelberger Schulen aus. Sobald die zukünftige Teststrategie des Landes bekannt ist, wird die Stadt die Schulen bei deren Umsetzung weiter unterstützen. Wer kein Schüler mehr ist, muss seit kurzem die Tests selbst bezahlen.

StadtHeidelberg
Bevölkerung161.485 (2020)
Anzahl Schulen54
Anzahl Schülerca. 22.000
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner

Heidelberg: Ausgabe von Corona-Tests und mobile Raumluftfilter

Außerdem will die Stadt die von Land und Bund angebotene Förderung von mobilen Raumluftfiltergeräten und CO2-Sensoren bestmöglich nutzen. „Wir sind hier als Stadt bereits vor Monaten proaktiv gewesen und haben Schulräume, die schwer lüftbar sind oder in denen vulnerable Schülergruppen unterrichtet werden, auf eigene Kosten mit mobilen Luftreinigungsgeräten ausgestattet. Alle Schulen, die dies wünschten, konnten wir mit CO2-Ampeln versorgen. Hier sind wir deutlich weiter als andere Kommunen. Der nächste Schritt wäre nun die Ausstattung der Räume der Klassenstufen 1 bis 6, die bisher keine Luftfilter haben. Einen Bedarf von 400 zusätzlichen Geräten haben wir beim Land bereits angemeldet. Ob dieser Bedarf vom Land berücksichtigt werden kann, müssen wir abwarten“, sagt Bürgermeisterin Stefanie Jansen, zuständige Dezernentin für Soziales, Bildung, Familie und Chancengleichheit.

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Wolle man Räume der Klassenstufen 1 bis 6 mit mobilen Luftfiltergeräten ausrüsten, würde das nach groben Schätzungen etwa 1,8 Millionen Euro kosten. Die Stadt müsste ca. 900.000 Euro selbst tragen. Auch mit Filtern bleibe Lüften eine zwingend notwendige und gleichzeitig die wirksamste Maßnahme im Zusammenspiel mit Testen und Maske, so Jansen. Dringend notwendige Fensterreparaturen seien deshalb an mehreren Schulen durchgeführt worden. Während Ende November 2020 die erste Schule in Heidelberg einen Raumluftfilter bekommen hat, sind solche Geräte in der Gemeinde Altlußheim bereits in der Schule und Kindergärten im Einsatz.

Heidelberg: Digitalisierung und bauliche Modernisierung

Die Digitalisierung der Schulen hat seit Beginn der Pandemie einen deutlichen Schub erlebt, vor allem was die Ausstattung mit mobilen Endgeräten wie Laptops und Tablets angeht. Auch die personelle Ausstattung des städtischen Teams der Schul-IT ist deutlich gewachsen, Schulen haben eine Hotline und individuelle Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner. Bis Ende des Jahres werden überdies alle Schulen in städtischer Trägerschaft ans Glasfasernetz angebunden oder mit Richtfunk ausgestattet sein.

Umfassend durch bauliche Modernisierungsmaßnahmen digitalisiert werden im kommenden Schuljahr außerdem das Helmholtz- und das Bunsen-Gymnasium. Auch das Hölderlin-Gymnasium wurde im Zuge der Generalsanierung digital modernisiert. Der Ausbau der Digitalisierung aus Finanzmitteln des Digitalpakts Schule und der dafür notwendigen städtischen Co-Finanzierung wird für weitere Schulen vorbereitet.

Heidelberg: Städtische Förderprogramme leistungsschwacher Schüler

Zum Schulstart greifen wieder die städtischen Förderprogramme zur Unterstützung leistungsschwächerer Schülerinnen und Schüler, wie beispielsweise die Sprachförderung oder das Heidelberger Unterstützungssystem Schule (HÜS). Der Förderunterricht ist freiwillig und findet ergänzend zum regulären Unterricht statt. Unterrichtet wird in Kleingruppen und überwiegend in den Kernfächern Mathematik, Deutsch und Englisch. (pm/dh)

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