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Heidelberg: Schock bei Online-Unterricht – Hacker verbreiten Ekel-Bilder

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Von: Daniel Hagen

Eine Person vor einem Laptop.
Während des Online-Unterrichts werden widerliche Dateien angezeigt. (Symbolfoto) © Ulrich Perrey/dpa

Heidelberg - Während des Online-Unterrichts einer sechsten Klasse erscheinen plötzliche widerliche Bilder auf dem Bildschirm. IT-Experten der Polizei und der Staatsschutz ermitteln.

Ein widerlicher Vorfall erschüttert gerade Schüler, Eltern und Lehrer einer Realschule in Heidelberg. Am Freitag (22. Januar) wird eine sechste Klasse gerade online unterrichtet, als etwas Unvorstellbares passiert. Plötzlich werden auf den Bildschirmen der Kinder mutmaßlich pornografische und rechtsradikale Inhalte sowie Musikvideos abgespielt. Der Rektor der betroffenen Schule schaltet sofort das Polizeipräsidium Mannheim in den Vorfall ein. Die Beamten ermitteln nun, wer hinter der Cyber-Attacke in Heidelberg stecken könnte.

NameHeidelberg
BundeslandBaden-Württemberg
Bewohner160.355 (2019)
OberbürgermeisterEckart Würzner (Parteilos)

Heidelberg: Cyber-Attacke auf Realschule

Nach der Cyber-Attacke auf die Realschule begeben sich IT-Experten der „Cybercrime-Inspektion“ der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg sowie Spezialisten des Staatsschutzes auf die Suche nach dem oder den unbekannten Tätern. Dafür müssen erstmal Spuren gesichert und ausgewertet werden. Zeitgleich werden besonders geschulte Beamten mit den Schülern das traumatische Ereignis aufarbeiten.

Aufgrund des Corona-Lockdowns durch steigende Fallzahlen wird es in den Schulen des Landes vorerst keinen Präsenzunterricht geben. Aus diesem Grund müssen zahlreiche Unterrichte aktuell online abgehalten werden. Da Lernplattformen wie zum Beispiel „Moodle“ darauf nicht richtig vorbereitet sind, kommt es unter anderem in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zu technischen Problemen.

Heidleberg: Auch Cyber-Attacken in Hessen und Bayern

Den erzwungenen Online-Unterricht machen sich nun Hacker zunutze. So ist die Cyber-Attacke in Heidelberg nicht der erste bekannte Fall dieser Art. Bereits am Donnerstag (21. Januar) sind im hessischen Florstadt pornografische Bilder auf den Bildschirmen einer Grundschule angezeigt worden. Ein Unbekannter hat dafür die Lehrerinnen während einer Videokonferenz rausgeworfen.

Im bayerischen Mainburg hat sich ein Hacker Zugriff auf eine Lernplattform für Grundschulen verschafft. Im Anschluss habe eine Achtjährige Bilder eines unbekleideten Mannes angezeigt bekommen. Ob die Vorfälle zusammenhängen, ist bislang unklar. Wahrscheinlich wird eine solche Cyber-Attacke aber nicht zum letzten Mal passieren. (pol/dpa/dh)

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