4. Historischer Rückblick

Die Geschichte vom Hotel zum Ritter St. Georg

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Der historische Hintergrund vom Hotel zum Ritter

Heidelberg – Täglich laufen unzählige Menschen am Hotel zum Ritter St. Georg vorbei. Doch wusstest Du, dass es das älteste Haus in ganz Heidelberg ist? Erfahre mehr:

Es ist wohl neben dem Schloss das meistfotografierte Gebäude in ganz Heidelberg – das Hotel zum Ritter St. Georg.  Doch kennst Du auch den historischen Hintergrund?

Reise mit uns in eine Zeit vor rund 420 Jahren

Es ist das Jahr 1592, es regierte der Kurfürsten Friedrich III. Damals flohen die Tuchhändler Franziska und Carolus Bélier wegen ihrem protestantischen Glauben aus Frankreich und ließen sich in Heidelberg nieder. Dort erbaute Carolus Bélier den ,Ritter‘ für seine Frau (Am rechten Erker sind die Eheleute abgebildet). Aufgrund der Figur des Ritters St. Georg, welche auf den Giebel thront, erhielt das Hotel seinen Namen.

Etwa hundert Jahre später herrschte der Pfälzische Erbfolgekrieg, bei dem die Stadt zur Plünderung freigeben wurde. In Heidelberg entfachte ein großer Stadtbrand, der alle Gebäude zerstörte – nur nicht das Hotel zum Ritter. Dies blieb als einziges Bürgerhaus erhalten, da es im Vergleich zu den anderen Häusern aus Stein gebaut wurde.

Impressionen vom Hotel zum Ritter St. Georg

Über die Jahre wurde der ,Ritter‘ vom Stadtrat genutzt (da das Rathaus zerstört war), erhielt immer wieder neue Besitzer und wurde umgebaut. Schon früh diente das Gebäude als Gasthaus, wann genau es auch als Hotel genutzt wurde, lässt sich nicht belegen.

Inschriften

Es gibt drei Schriftzüge, die an der Vorderseite zu sehen sind:

  • ,Presto invicta, Venus' – ,Bleibe stehts unbesiegt, Schönheit'
  • ,Si Iehova non aedificet domum, frustra laborant aedificantes eam' – „Wenn nicht Jehova das Haus erbaute, arbeiteten seine Bauleute vergeblich“ 
  • ,Soli.Deo.Gloria' – ,Gott allein sei Ehre'

Heute

Die Außenfassade sieht noch genauso aus, wie vor vierhundert Jahren. Doch trotz zahlreicher Renovierungen und Anpassungen an die heutige Zeit ist auch das Innere ähnlich erhalten geblieben. Gemälde der Gründer, Statuen und Wappen an den Wänden verzieren das Hotel und erlauben den Besuchern eine kleine Zeitreise.

Zusammen mit seinen 35 Mitarbeiter hat Geschäftsführer Matthias Engel das Hotel vor zwei Jahren übernommen und sie entdeckten immer wieder verborgenen Schätze, wie zum Beispiel alte Sitzbezüge, Tische und Gemälde. „Das macht das Hotel sehr interessant“, so Matthias Engel. 

Wenn man die leicht knarrenden Treppen zu den 37 Zimmern emporsteigt, kommt man zu dem ,Neubau‘, der vor rund 130 Jahren errichtet wurde. „Jedes Zimmer sieht anders aus“, so Jennifer Ross-Domas, Director of Business Development. Und in der Tat – jedes Zimmer ist unterschiedlich verwinkelt und mit verschiedenen historischen Gegenständen versehen, so dass jeder Raum seinen eigenen Charme hat. Das Hotel erstreckt sich bis zum Ende der Floringasse.   

Im nächsten Jahr feiert der ,Ritter‘ seinen 425 Geburtstag und dafür hat sich das Hotel schon einiges überlegt. Was genau, bleibt noch geheim …

Wo finde ich das Hotel?

Mehr zum Hotel findest Du auf der Homepage.

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