Zeugen gesucht

Brutale Altstadt-Schlägerei, viele Brände und Verletzte – Die traurige Silvesterbilanz für Heidelberg! 

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Großeinsatz im Emmertsgrund: Ein Hochhaus muss evakuiert werden. 

Heidelberg - Es ereignen sich in der Silvesternacht einige schlimme Vorfälle, für die Polizei und Feuerwehr ausrücken müssen. Alle Ereignisse:

  • Polizei und Feuerwehr muss in Silvesternacht oft in Heidelberg ausrücken
  • Schlägereien, Brände und sogar Einsätze wegen Schreckschusswaffen werden gemeldet
  • Silvester-Bilanz der Polizei in Heidelberg:

Update vom 20. Januar: Die Polizei hat die Brandverursacher vom Emmertsgrund ausfindig machen können. Das berichet die Polizei Heidelberg rund drei Wochen nach der Tat.

Erstmeldung vom 1. Januar: Während die einen entspannt ins neue Jahr feiern, haben Polizei und Feuerwehr in Heidelberg einiges an Silvester zu tun. Denn in vielen Stadtteilen ereignen sich zum Teil schlimme Vorfälle. Die Polizei sucht nach Zeugen. 

Heidelberg-Altstadt: Polizei sucht Zeugen nach brutaler Schlägerei 

In der Silvesternacht kommt es zu mehreren körperlichen Auseinandersetzungen in der Altstadt in Heidelberg. Um 0:50 Uhr geraten in der Hauptstraße mehrere Personen in einen Streit, bei dem mindestens zwei Täter auf einen 20-Jährigen schlagen. Dabei treten diese auch gegen den Kopf des jungen Mannes, der anschließend in einem Krankenhaus behandelt werden muss. Die Gründe der Auseinandersetzung sind derzeit nicht bekannt. Sechs Personen, darunter auch die Schläger, flüchten noch vor Eintreffen der Polizei vom Tatort in Heidelberg.

Auch in Mannheim ereignen sich unfassbare Szenen. Zwei Männer werden bei brutalen Attacken an Silvester bewusstlos geschlagen. Selbst Sicherheitspersonal geht auf seine Gäste los!

Heidelberg-Altstadt: Streit eskaliert während Silvester-Party – Mann ins Ohr gebissen

Da ein Streit vor einer Disco in der Kettengasse in Heidelberg zu eskalieren droht, alarmiert ein Angestellter um kurz nach 2 Uhr die Polizei. Bei der kurz darauffolgenden körperlichen Auseinandersetzung wird ein 23-Jähriger ins Ohr gebissen. Der zunächst flüchtige Täter kann von Polizisten gleich darauf festgenommen werden - er hat sich unter einem Auto versteckt. Während der Anzeigenaufnahme in Heidelberg zeigt ein Zeuge ein Päckchen, das Betäubungsmittel enthält. Ihn erwartet nun eine Anzeige. Dem nicht genug soll ein anderer Zeuge wiederum mit einem Messer hantiert haben. Bei einer darauffolgenden Durchsuchung des Mannes wird ein Taschenmesser sichergestellt und in Verwahrung genommen - ebenso wie sein Hemd, das blutverschmiert ist. Die Ermittlungen zum Ablauf der Geschehnisse dauern an.

Heidelberg: Polizeieinsatz am Bismarckplatz an Silvester – 19-Jähriger zusammengeschlagen

Noch vor Mitternacht wird ein Pärchen auf Streitigkeiten zwischen zwei Gruppen auf dem Bismarckplatz in Heidelberg aufmerksam. Dabei wird die Begleitung des 19-Jährigen zunächst angerempelt. Mit dem Vorsatz schlichten zu wollen, spricht der junge Mann die Gruppe um 23:20 Uhr an. Dabei eskaliert der Konflikt, wobei der 19-Jährige von mehreren Tätern geschlagen und auf dem Boden liegend getreten wird. Anschließenden flüchten die Schläger. Noch im Laufe der Nacht werden mehrere Personen, die in einem möglichen Zusammenhang mit dem Ereignis stehen, festgestellt und einer Kontrolle unterzogen. Gegen diese und weitere bislang Unbekannte wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Heidelberg an Silvester: Sexuelle Belästigung und Böller-Opfer in der Altstadt

Eine Frau soll zudem in Heidelberg in einer Lokalität in der Unteren Straße zwischen die Beine gegriffen worden sein. Ein Tatverdächtiger ist festgenommen worden.

Im Bereich des Kornmarktes in Heidelberg verletzt sich ein 23-Jähriger beim Abbrennen einer Feuerwerksbatterie schwer am Auge, er muss in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Zeugen der verschiedenen Vorfälle, werden gebeten, sich unter 06221 991700 an die Ermittler des Polizeireviers Heidelberg-Mitte zu wenden.

Heidelberg-Emmertsgrund: Hochhaus evakuiert - Brand zerstört Tiefgarage

Ein großer Einsatz ereignet sich gegen 1:55 Uhr im Stadtteil Emmertsgrund. Dort gerät eine Tiefgarage in Brand. Innerhalb weniger Minuten gehen bei der Feuerwehr Heidelberg 20 bis 30 Notrufe ein. Sofort rücken die Einsatzkräfte aus. Im Emmertsgrund stehen mindestens fünf Garagen in Flammen, dadurch kommt es zu einer massiven Rauchentwicklung. Die Bewohner vermuten, dass ein Feuerwerkskörper den Brand verursacht hat. 

Nach ersten Informationen gestalten sich die Löschmaßnahmen schwierig, denn in den brennenden Garagen entsteht eine etwa 800 bis 1000 Grad heiße Hitze! Doch nicht nur, dass mehrere Autos dem Feuer zum Opfer fallen, auch die Betondecke der Tiefgarage weist starke Schäden auf. 

Schock an Silvester: Tiefgarage fängt Feuer – 120 Hochhaus-Bewohner evakuiert!

Das Hochhaus, das zur Garage gehört, muss deshalb evakuiert werden. 120 Bewohner sind von der Evakuierung im Emmertsgrund betroffen. Die RNV stellt für sie mehrere Linienbusse zur Verfügung.

Heidelberg-Emmertsgrund: Evakuierung eines Hochhauses an Silvester – 100.000 Euro Schaden

Statiker des THW sind vor Ort und prüfen das Gebäude. Nach ersten Schätzungen rechnet man mit einem Sachschaden in Höhe von 100.000 Euro. Aufgrund des Brandgeschehens entsteht derartiger Schaden an der Bausubstanz, dass die Tiefgarage bis auf Weiteres nicht genutzt werden kann. Für die angrenzenden Gebäude der Tiefgarage bestand allerdings keine Gefahr, sodass die Bewohner nach Abschluss der Löscharbeiten wieder in ihre Wohnung zurückkehren konnten. Über die Brandursache liegen aktuell noch keine Informationen vor. 

Heidelberg-Kirchheim: Täter hält Schreckschusspistole an sein Opfer und drückt ab

In Heidelberg-Kirchheim wird um 22:20 Uhr ein Zeuge auf Rauch und Brandgeruch in einem Tiefgaragenkomplex Im Hüttenbühl aufmerksam und alarmiert die Feuerwehr. Bei den Löscharbeiten müssen zwei verschlossene Garagen geöffnet werden, um den Brand zu löschen. Nach bisherigem Ermittlungsstand geraten darin gelagerte Gegenstände durch einen Feuerwerkskörper in Brand, der offenbar mutwillig hineingeworfen wurde. An zwei Fahrzeugen entsteht durch die Hitze Sachschaden.

Heidelberg-Kirchheim: Unbekannter hält 16-Jährigem Schreckschusswaffe an Kopf

In Kirchheim muss ein 16-Jähriger im Krankenhaus behandelt werden, nachdem ihm eine Schreckschusswaffe an den Kopf gehalten und abgefeuert wurde. Der Täter flüchtet anschließend mit der Waffe von einer Party im Freiheitsweg, bei der beide zuvor feierten. Der Schütze wird noch in der Nacht identifiziert. Glücklicherweise wird der 16-Jährige nur leicht verletzt. Die Beamten des Polizeireviers Heidelberg-Mitte haben die Ermittlungen aufgenommen.

Heidelberg-Kirchheim: Böller-Reste gehen in Flammen auf

Um 0:35 Uhr rückt die Feuerwehr in die Bogenstraße aus. Ein Anwohner hat bereits abgebrannte Feuerwerkskörper aufgesammelt, in einer Mülltüte verstaut und in einem Kellerraum abgestellt. Die allerdings noch glimmenden Reste entzünden den Müll, sodass dieser aufflammt. Aufgrund des aufsteigenden Rauches löst glücklicherweise ein Brandmelder aus. Verletzt wird niemand, der Sachschaden ist gering.

Doch nicht nur in Heidelberg lösen Raketen Brände aus. Auch in der Region werden Feuer durch Silvesterkracher entzündet. In Rheinland-Pfalz entfacht aber auch so manches hitzige Gespräch einen Streit mit fatalen Folgen. Tragisch endet ein Brand in Wald-Michelbach am 2. Januar: Hier fällt eine gehbehinderte Seniorin den Flammen zum Opfer. Die Brandursache ist noch völlig unklar.

Heidelberg-Rohrbach: Silvesterrakete zündet Feuer in Restaurant

4.000 Euro Sachschaden verursacht ein bislang Unbekannter, der um 0:15 Uhr eine Silvesterrakete in Karlsruher Straße in Heidelberg-Rohrbach zündet. Der Feuerwerkskörper durchschlägt die Fensterscheibe eines Restaurants und landet im Innern des Lokals. Die brennenden Reste werden schnell gelöscht, verletzt wird niemand.

Heidelberg-Boxberg: Gartenlaube brennt vollständig nieder

Um 1:10 Uhr ist ein Großaufgebot der Feuerwehr in Heidelberg-Boxberg notwendig, nachdem ein Zeuge eine brennende Gartenlaube gemeldet hatte. Das Gartenhaus, welches auf einem Grundstück Im Feldgebiet Am Götzenberg steht, brennt vollständig aus. Es entsteht ein Schaden von mindestens 5.000 Euro. Ob das Feuer durch einen Feuerwerkskörper ausgelöste wurde oder vorsätzlich herbeigeführt wurde, ermittelt nun die Kriminalpolizei.

pol/jol

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