Nach Gutachten

Schuldunfähig! Amokfahrer (35) bleibt in Psychiatrie

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Der mutmaßliche Amokfahrer (35) mit Messer in der Hand.

Heidelberg-Bergheim – Er hat das Leben eines Unschuldigen (73) auf dem Gewissen, wird wegen Mordes angeklagt! Doch ein Sachverständiger hält den 35-jährigen Amokfahrer für schuldunfähig.

Er soll am 25. Februar 2017 auf dem belebten Bismarckplatz absichtlich mit einem gemieteten Auto in eine Menschenmenge gefahren sein – ein Rentner (†73) kommt dabei ums Leben. 

Jetzt fordert die Staatsanwaltschaft Heidelberg die Unterbringung des 35-Jährigen in einem psychiatrischen Krankenhaus. Das teilt die Behörde am Freitag (7. Juli) in einer Presserklärung mit.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des dringenden Verdacht des Mordes in Tateinheit mit versuchtem Mord in drei Fällen und mit Körperverletzung in zwei Fällen.

Anschließend soll der Verdächtige auf seiner Flucht versucht haben, einen Polizisten mit einem Messer zu erstechen!

Mann nach Amokfahrt niedergeschossen!

Doch ein vorläufiges Sachverständigengutachten geht jetzt fest davon aus, dass der Verdächtige die Taten auf Grund einer schweren psychischen Erkrankung und damit im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen hat. Seit Mitte Mai ist der deutsche Student deshalb bereits in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht.

Hinweise auf einen terroristischen oder extremistischen Hintergrund liegen weiterhin nicht vor.

Ein Termin für die Hauptverhandlung bei der zuständigen Schwurgerichtskammer des Landgerichts Heidelberg steht noch nicht fest.

Rückblick

Am 25. Februar steuert der 35-Jährige kurz vor 16 Uhr einen seit rund zwei Wochen angemieteten schwarzen Opel Astra vor der „Galeria Kaufhof“ in eine Menschenmenge vor einem Bäckerei-Verkaufsstand.

Drei Passanten werden dabei verletzt – ein Mann (32) und seine Partnerin (29) nur leicht, ein 73-jähriger Heidelberger so schwer, dass er zwei Stunden später im Krankenhaus verstirbt. Eine vierte Person rettet sich durch einen Sprung zur Seite.

Anschließend soll der Verdächtige ausgestiegen und mit einem Küchenmesser die Bergheimer Straße entlang in Richtung Thibaut-Straße gelaufen sein. Vor dem „Alten Hallenbad“ läuft der Amokfahrer gleich mehreren Streifenwagenbesatzungen des Reviers Heidelberg-Mitte in die Arme.

Doch statt sein Messer trotz mehrfacher Aufforderung niederzulegen, läuft er bedrohlich auf die Beamten zu! Nach dem erfolglosen Einsatz von Pfefferspray fällt schließlich ein Schuss aus einer Dienstwaffe, um den potenziellen Angriff zu stoppen. Mit einem lebensgefährlichen Bauchdurchschuss kommt er in eine Klinik, wo er in einer Not-OP gerettet wird.

OB Würzner und Bürger trauern um Opfer

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StA/pek

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