In Rudolf-Diesel-Straße?

Gemeinsame Leitstelle: Heidelberg treibt Planungen voran

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Heidelberg treibt Planungen für bereichsübergreifende Leitstelle voran (Symbolfoto). 

Heidelberg – Mannheim wartet auf das Betriebs- und Redundanzkonzept. Indessen treibt Heidelberg die Planungen für die gemeinsame Rettungsleitstelle in der Rudolf-Diesel-Straße voran.

Ungeachtet der Unstimmigkeiten um die Bereichsübergreifende Integrierte Leitstelle (BILS), treibt Heidelberg die Planungen für den Standort Rudolf-Diesel-Straße 22 weiter voran.

Im November hatte sich die Stadt Mannheim indirekt gegen Heidelberg als Standort für eine gemeinsame Integrierte Leitstelle ausgesprochen, von der aus Feuerwehr und Rettungsdienst im Rhein-Neckar-Kreis zentral koordiniert werden sollen (MANNHEIM24 berichtete). 

Warten auf Betriebs- und Redundanz-Konzept

Man könne erst abschließend über den Standort für eine gemeinsame Leitstelle entscheiden, wenn ein umsetzbares Betriebs- und Redundanzkonzept vorliege, hieß es Ende letzten Jahres aus der Quadratestadt.

Das betreffende Konzept wird von den Städten Mannheim und Heidelberg, dem Rhein-Neckar-Kreis, den Rettungsdiensten und den Krankenkassen unter Federführung des Landesbranddirektors im baden-württembergischen Innenministerium erarbeitet. Es liege derzeit in Entwurfsform beim Innenministerium, so ein Sprecher der Stadt Heidelberg. Wann das Konzept aber fertig wird, ließe sich allerdings nicht sagen.

Heidelberg treibt Planungen voran

Indessen treibt die Stadt Heidelberg die Planungen für die Einrichtung der Bereichsübergreifenden Integrierten Leitstelle in der Rudolf-Diesel-Straße weiter voran.

Nachdem der Standort Heidelberg durch ein unabhängiges Gutachten bereits vor einem Jahr die beste Bewertung aller möglichen Standorte erhalten hat, beschloss der Gemeinderat die Planungen für die Leitstelle in Heidelberg und stellte 250.000 Euro an Planungsmitteln frei. Eine Machbarkeitsstudie durch einen Architekten wurde in Auftrag gegeben. Außerdem hat man sich in der Zwischenzeit verwaltungsintern und mit dem Deutschen Roten Kreuz in mehreren Gesprächen abgestimmt.

OB Würzner zerstreut Sicherheitsbedenken

Heidelbergs Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner (parteilos) zerstreut derweil Sicherheitsbedenken: „Für den Bürger wird sich dadurch nichts ändern. Die Einsatzeinheiten sind weiterhin in der gesamten Region vor Ort stationiert, damit sie schnell am Ort des Geschehens sein können. Es geht lediglich um die Koordination aller beteiligten Kräfte. Durch die zentrale Annahme des Notrufs und Koordination an einer Stelle kann sogar wertvolle Zeit eingespart werden.

In der gemeinsamen Leitstelle sollen künftig Mitarbeiter der einzelnen Partner Mannheim, Heidelberg, des Rhein-Neckar-Kreises sowie der Rettungsdienste eingesetzt werden. So soll die jeweilige Ortskenntnis sichergestellt sein.

+++Hintergrund+++

Laut Feuerwehr- und Rettungsdienstgesetz Baden-Württemberg müssen Feuerwehr und Rettungsdienst in einer Integrierten Leitstelle zusammengeführt werden. Damit verbunden ist die Verpflichtung, Anrufe unter der einheitlichen europaweiten Notrufnummer 112 zentral entgegenzunehmen, damit diese ohne zeitliche Verzögerung bearbeitet werden können.

Ende März 2014 hatten alle Beteiligten sich auf ein neutrales Gutachten zum Standort geeinigt, dessen Ergebnis man eigentlich folgen wollte. Auch das baden-württembergische Innenministerium und das Regierungspräsidium Karlsruhe haben empfohlen, dem Gutachten zu folgen. 
>>> Zwist um Rettungsleitstelle

rmx

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