Drei Varianten

Straßenbahn zum PHV: Welche Route ist die beste?

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Fährt die Straßenbahn bald auch ins PHV?  

Heidelberg - Die Stadt will das Patrick Henry Village künftig zu einem eigenen Stadtteil entwickeln. Dazu zählt auch eine eigene Straßenbahnanbindung. Die möglichen Trassen-Varianten:  

Fährt bald eine Straßenbahn ins Patrick Henry Village (PHV)?

Die Stadt hat mit der RNV drei mögliche Trassen-Varianten für eine Straßenbahn geprüft, die das PHV mit dem Hauptbahnhof und der Innenstadt verbinden könnte. Die möglichen Varianten sollen jetzt in den Gemeinderatsgremien diskutiert werden.

Im Rahmen der Standortfrage für den Betriebshof deutete Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck bei der Sondersitzung der Bezirksbeiräte Wieblingen und Bergheim an, dass die Verwaltung einer Trasse entlang der Speyerer Straße gute Entwicklungsmöglichkeiten einräume. Auf Höhe des Diebsweg könne auch ein Abzweig zu einem möglichen Betriebshof auf dem Airfield gebaut werden. Die beiden anderen Trassen-Varianten führen direkt am Airfield vorbei.

Drei mögliche Streckenführungen

Für die Straßenbahn-Strecke nach PHV (und dann weiter in Richtung Schwetzingen) hat die Verwaltung drei mögliche Varianten untersucht.

Grafik: Drei Trassen-Varianten für eine Straßenbahn zum PHV.

Die erste Variante führt vom Gadamerplatz in der Bahnstadt, an der Pfaffengrunder Terrasse entlang durch die Felder und am Airfield vorbei zum Grasweg und weiter zum PHV. Die zweite Variante führt von der Montpellierbrücke entlang der Speyerer Straße und via Grasweg zum PHV. Die dritte Strecke startet auch an der Montpellierbrücke, wird allerdings am künftigen Heidelberg Innovation Park (hip) in den Baumschulenweg abbiegen, und über Airfield, den südlichen Pfaffengrund und parrallel zur A5 weiter zum Grasweg und zum PHV führen.

Heidelberg will PHV in einen neuen Stadtteil umwandeln

Heidelberg will auf der Konversionsfläche Patrick Henry Village einen Stadtteil für 10.000 Bewohner und 5.000 Beschäftigte entwickeln. Derzeit betreibt das Land Baden-Württemberg dort noch ein Ankunftszentrum für Migranten. Dies soll nach Angaben des Innenministeriums aber in das Gebiet „Wolfsgärten“ am Autobahnkreuz Heidelberg verlegt werden.

Damit wäre der Weg für die Entwicklung von PHV frei: „Wir wollen Patrick-Henry-Village zu einem echten Zukunftsstadtteil entwickeln, mit intelligenten Konzepten in Sachen Städtebau, Freiraum und umweltfreundlicher Mobilität“, sagt Bürgermeister Odszuck. „Das muss natürlich auch einhergehen mit einer zukunftsgerichteten Anbindung an die Heidelberger Innenstadt und den Hauptbahnhof: Eine gute und schnelle Straßenbahnanbindung ist für die Entwicklung von PHV zwingend notwendig.

So gehts weiter

Die Varianten werden auf ihr Nutzen-Kosten-Verhältnis genauer untersucht. Dabei wird die „Standardisierte Bewegung“ durchgeführt, die den volkswirtschaftlichen Nutzen der Maßnahme gegen die Umwelteinwirkungen abwägt. Die Standardisierte Bewertung ist Voraussetzung für Fördergelder von Land und Bund.

Die Varianten werden am Dienstag (23. Oktober) bei einer gemeinsamen Sondersitzung der Bezirksbeiräte Kirchheim, Pfaffengrund, Bahnstadt und Weststadt vorgestellt. Anschließend diskutieren der Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss (24. Oktober) und der Haupt- und Finanzausschuss (7. November) das Thema, ehe der Gemeinderat am 22. November sich für eine Variante entscheiden soll.

rmx

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