Neues Konferenzzentrum

Die Stadthalle wird es nicht!

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Trotz erneuter Abstimmung im Gemeinderat: Die Stadthalle schafft es nicht ins Rennen.

Heidelberg – Die Standortsuche für das neue Konferenzzentrum geht in die entscheidende Phase. Ein Vorschlag ist jetzt aber endgültig aus dem Rennen. 

Wieder wird am Donnerstagabend heftig im Heidelberger Gemeinderat über den Standort des neuen Konferenzzentrums diskutiert. Nach der Abstimmung steht aber endgültig fest: Die Stadthalle kommt als Standort nicht mehr in Frage. Wie erwartet schaffen es fünf Vorschläge in die dritte und letzte Phase des Planungsprozesses.

Demnach sollen die Standorte Altklinikum Nord-Ost (Bergheim), Baugelände T1/Z2 (Bahnstadt), die ehemalige Zentrale der Heidelberger Druckmaschinen/Print Media Academy (Bergheim), das Gelände um das Universitätsbauamt, Berliner Straße/Jahnstraße (Neuenheim) und das Areal Lessingstraße/Kurfürsten-Anlage (Alte Hauptpost) in Bahnhofsnähe detailliert auf ihre Machbarkeit überprüft werden.

„Heidelberger“ lassen bei Stadthalle nicht locker

Heftig diskutiert wurde der Antrag der Fraktion „Die Heidelberger“, auch die Stadthalle als potentiellen Standort in die Prüfung einzubeziehen. Während der Vorschlag in den Reihen von CDU und FDP Zustimmung fand, kritisierten SPD, Grüne und Linke, dass er den Bürgerbeteiligungsprozess ignoriere, der deutlich andere Standorte favorisiert.

Dabei übersehen die zustimmenden Fraktionen, dass es bereits ein Votum der Bürgerschaft zum Thema Stadthalle gegeben hat. Bei einem Bürgerentscheid im Juli 2010 hatten zwei Drittel gegen die Erweiterung der Stadthalle gestimmt.

Der Antrag auf Einbezug der Stadthalle in den Prüfungsprozess wurde abgelehnt: 17 Befürworter standen bei einer Enthaltung 27 Gegenstimmen gegenüber.

Wie geht es weiter?

Die fünf Standorte werden jetzt hinsichtlich Machbarkeit, möglicher Finanzierungsmodelle und Betreiberkonzeption überprüft. Außerdem soll auch diese dritte Phase durch einen Bürgerbeteiligungsprozess begleitet werden.

+++ Hintergrund +++

Ende 2013 stellte der Gemeinderat den grundsätzlichen Bedarf für ein neues Konferenzzentrum fest. Seit 10. November 2014 konnte die Bürgerschaft sich mit eigenen Vorschlägen an der Standortsuche beteiligen. Eigens dafür wurde ein Koordinationsbeirat „Neues Konferenzzentrum“ eingesetzt, der den Beteiligungsprozess überwachen und steuern soll. Seit Ende November waren die Heidelberger Bürger aufgerufen, eigene Standortvorschläge für das neue Konferenzzentrum einzureichen. 95 Vorschläge gingen insgesamt im Beteiligungsprozess ein. Diese wurden nach erster Prüfung auf 69, und in einer Bilanzveranstaltung Ende Januar auf 28 Vorschläge reduziert, ehe die Fachprüfung seitens der Stadtverwaltung die in ihren Augen erfolgversprechendsten herausdestillierte.

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rmx

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