Kulturhaus vor Umzug

Zieht der Karlstorbahnhof in die Campbell Barracks?

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Hier könnten bald keine Konzerte oder Parties mehr steigen – der Karlstorbahnhof soll umziehen. 

Heidelberg – Sind die Tage des Karlstorbahnhof am Karlstor gezählt? Wenn es nach der Stadtverwaltung geht – ja. Eine neue Location für das beliebte Kulturhaus gibt es auch schon. 

Seit 20 Jahren begeistert der Karlstorbahnhof am Ost-Ende der Altstadt sein Publikum mit einem abwechslungsreichen Kultur-Mix aus Konzerten, DJ-Events, Festivals, Kabarett, Theater und Kino.

Damit könnte bald Schluss sein – zumindest was die Location am Karlstor angeht. Die Stadtverwaltung bringt eine Vorlage in die nächste Sitzung des Gemeinderats am 23. Juli ein, die einen Umzug des Kulturhauses in die ehemalige Kutschenhalle der Campbell Barracks in der Südstadt vorschlägt. 

Mehr Fläche, weniger Kosten

Das Gebäude der ehemaligen Kutschenhalle verfügt über rund 3.700 Quadratmeter Bruttogeschossfläche – und damit etwa 400 Quadratmeter mehr als der jetzige Standort. 

Neben mehr Fläche liegt für die Stadtverwaltung ein wesentlicher Vorteil gegenüber dem bestehenden Gebäude in der Möglichkeit, parallel mehrere Veranstaltungen im selben Gebäude störungsfrei laufen zu lassen. Dies ermögliche eine flexiblere Programmgestaltung und erweiterte Entwicklungspotentiale der bundesweit etablierten Kulturinstitution.

Auch in Sachen Kosten könnte sich ein Umzug des Karlstorbahnhof auf die Konversionsfläche in der Südstadt lohnen: Die veranschlagten Kosten für den Umbau der Kutschenhalle liegen mit rund 8,9 Millionen Euro deutlich unter den 12,4 Millionen Euro, mit denen eine Saalerweiterung am bisherigen Standort zu Buche schlagen würde.

Vorlage im Gremienlauf

Eigentlich ist also schon alles klar – wenn die Gemeinderäte mitmachen. Ingrid Wolschin, Geschäftsführerin des Karlstorbahnhof, geht jedenfalls fest davon aus, dass der Umzug über die Bühne gehen wird: Man sei für die Campbell Barracks gesetzt.

Mit dem Umzug des Kulturhauses könnte sich auch ein Wunsch umsetzen lassen, der im Rahmen der Bürgerbeteiligung vom Stadteilverein Südstadt zum Ausdruck gebracht wurde: Die Ansiedlung einer relevanten Kulturinsitution auf dem Konversionsgelände mit gesamtstädtischer Relevanz.

Die Vorlage für den Grundsatzbeschluss geht am 8. Juli im Konversionsausschuss in den Gremienlauf.  

Das Kino ziert sich

Ob das Karlstor-Kino indes mitzieht, bleibt offen. In einer Mitgliederversammlung des Trägervereins im März stimmten die Mitglieder mehrheitlich gegen das Vorhaben. Die Betreiber wollen in der Altstadt bleiben. Sie fürchten durch die Konkurrenz des entstehenden Multiplex in der Bahnstadt, schlechtere Anbindung und daraus resultierend geringeren Zuschauerzahlen das Ende des Kommunalen Kino.

Stadt Heidelberg/rmx

Fotos vom Karlsplatzfest

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