Vorläufige Flüchtlingsunterkünfte

Gemeinderat stimmt Standortliste zu 

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Die Stadt Heidelberg bereitet sich für das kommende Jahr auf die Aufnahme von weiteren 1.500 bis 1.800 Flüchtlingen vor.

Heidelberg - Der Gemeinderat stimmt am Donnerstag dem Konzept der Stadtverwaltung zu, in allen Stadtteilen dezentrale Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge zu schaffen.

Die Stadt bereitet sich für das kommende Jahr auf die Aufnahme von weiteren 1.500 bis 1.800 Flüchtlingen vor (

WIR BERICHTETEN

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Der Gemeinderat stimmte in seiner Sitzung am Donnerstag dem Konzeptvorschlag der Stadtverwaltung zu, den eingeschlagenen „Heidelberger Weg“ fortzusetzen und in allen Stadtteilen dezentral Unterkünfte für bis zu 200 Personen zu errichten. 

Die Unterkünfte für die vorläufige Unterbringung bestehen vorwiegend aus mobilen „Pavillons“, wie die Stadt die herkömmlichen Container nennt. Sie sollen bewusst an zentralen Orten in den Stadtteilen aufgestellt werden, um eine Interaktion mit der Bevölkerung zu ermöglichen. Durch die „Einbindung in die vorhandenen Strukturen der Stadtgesellschaft und damit verbunden den zügigen Spracherwerb“ verspricht sich die Stadtverwaltung eine gelingende Integration.

Oberbürgermeister Eckart Würzner kündigte an, „zügig mit der Umsetzung zu beginnen, um als Stadt handlungsfähig zu bleiben“. Man habe bereits im Januar die einzelnen Stadtteile in Informationsveranstaltungen informiert und gebeten, Standortvorschläge zu unterbreiten. Jetzt sei keine Zeit mehr zu diskutieren, man müsse handeln, so Würzner.

Liste der Standorte

Die Liste der Stadtverwaltung führt die Standorte und Immobilen im Zugriff der Stadt nach Stadtteilen und Machbarkeit sortiert auf. Folgende Standorte für vorübergehende Unterkünfte gelten als machbar und sollen zeitnah umgesetzt werden: 

Altstadt: Parkplätze Friedrich-Ebert-Anlage (ca. 80 Plätze)

Bahnstadt: Langer Anger (ca. 60-100 Plätze)

Bergheim: Parkplätze RNV (ca. 60-100 Plätze)

Handschuhsheim: Im Weiher (ca. 100 Plätze)

Neuenheim: Rufinusplatz (ca. 60-100 Plätze), ehemalige Reitanlage und weitere Fläche am Zoo (zusammen ca. 60 Plätze)

Rohrbach: Kolbenzeil (ca. 100-140 Plätze), IGH (ca. 50-130 Plätze)

Schlierbach: geplante Begegnungsstätte (ca. 50 Plätze)

Weststadt: am Wilhelmsplatz (ca. 50-100 Plätze), ehemaliges NATO-Gelände (ca. 120-200 Plätze)

Wieblingen: Grünfläche nahe Marie-Baum-Schule (ca. 45 Plätze)

Ziegelhausen: Kleingemünder Straße (ca. 50-60 Plätze)

Optional sieht die Liste folgende weitere Standorte vor:

Altstadt: Karlsplatz 

Bahnstadt: Czernyring 

Neuenheim: Mönchhofstraße, Tiergartenstraße (Jugendherberge) 

Weststadt: Alois-Link-Platz

Wieblingen: Grünfläche nahe Marie-Baum-/Carl-Bosch-Schule

Oberbürgermeister Würzner zufolge sollen die Einrichtungen in drei bis vier Monaten bezugsfertig sein.

+++Hintergrund+++

Heidelberg beherbergt derzeit etwa 600 Flüchtlinge in mehreren Unterkünften im Stadtgebiet. Da die zentrale Registrierungsstelle im Patrick-Henry-Village (PHV) angesiedelt ist (WIR BERICHTETEN), ist die Stadt eigentlich von weiteren Zuweisungen von Flüchtlingen befreit. 

Die Verwaltung geht aber davon aus, „dass diese Befreiung durch die Landesregierung in absehbarer Zeit teilweise oder ganz aufgehoben wird“. Deshalb bereite man sich jetzt darauf vor, dass „Heidelberg im Jahr 2016 ein Kontingent von 1.500 bis 1.800 Menschen auf der Flucht zugeteilt bekommt“, erklärte Sozialbürgermeister Joachim Gerner.

Oberbürgermeister Würzner stellte in der Gemeinderatssitzung erneut klar: Eine Unterbringung in Sporthallen oder ähnlichen Einrichtungen, wie es in anderen Kommunen teilweise bereits der Fall ist, gelte es in Heidelberg unbedingt zu vermeiden. 

rmx  

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