Vermieter gefragt

„Studis suchen Zimmer“: Ministerin bittet um Mithilfe

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Für viele Studierende ist die Wohnungssuche in Heidelberg eine echte Herausforderung.

Heidelberg – Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) hat in den Universitätsstädten dazu aufgerufen, privaten Wohnraum für den ‚Akademikernachwuchs‘ anzubieten.

„Zwar hat das Land stark in zusätzlichen Wohnraum für Studierende investiert, die Hilfe der Bürger benötigen wir aber dennoch, um erschwingliche Wohnungen bereitstellen zu können“, sagt die Ministerin am Donnerstag in Heidelberg. 

Dort unterstützte sie das Studierendenwerk bei der Kampagne „Studis suchen Zimmer“. Die Botschaft sowie eine Kontaktadresse der Privatzimmervermittlung des Studierendenwerks sind seit Wochen auf Plakaten, aber auch auf Bussen oder Bahnen in der Rhein-Neckar-Region zu sehen. Sogar auf den Tüten der Bäckereikette Mantei wurde der Aufruf „Studis suchen Zimmer“ gedruckt.

Das Studierendenwerk Heidelberg betreibt etwa 5.400 Wohnheimplätze, davon allein 4.800 in der Universitätsstadt. Mit der Kampagne sollen zum Semesterbeginn im Oktober die Haus- und Wohnungsbesitzer in der Stadt und im Umland sensibilisiert werden. Für die soll es nämlich so einfach wie möglich sein.

Land schafft Wohnheimplätze

Baden-Württemberg habe seit 2011 etwa 2.400 zusätzliche Plätze in Wohnheimen eingerichtet, so Ministerin Bauer. Eine nochmalige Erhöhung um etwa 2.400 Plätze in Wohnheimen stellte sie für die kommenden Jahre in Aussicht. „Es geht zwar grundsätzlich erst einmal um die Unterbringung, gleichzeitig ist es aber auch wichtig, dass studierende Frauen und Männer mit der angestammten Bevölkerung in den Universitäten Kontakt haben.“ Die private Vermietung garantiere diesen soziokulturellen Austausch. 

Wie die Wissenschaftsministerin am Donnerstag mitteilt, liegt Baden-Württemberg mit einer Versorgungsquote von etwa 12,6 Prozent in der Wohnraumversorgung bundesweit mit an der Spitze der Bundesländer. Nach Thüringen, Schleswig-Holstein und Brandenburg - die drei Bundesländer bieten für 14 bis 15 Prozent ihrer Studierenden Plätze in Wohnheimen an - belege das Land den vierten Platz.

dpa

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