Konversionsfläche

Bürgerforum zu „Grünes Band des Wissens“ tagte

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Auch die künftige Praxishochschule soll zum „Grünen Band des Wissens“ gehören.

Heidelberg-Südstadt - Welche Möglichkeiten ergeben sich für das „Grüne Band des Wissens“ auf der Konversionsfläche Campbell Barracks/Mark-Twain-Village? Darum ging es bei einem Bürgerforum.

Rund 130 Bürger kamen am Dienstag in die Turnhalle der Pestalozzischule

Aus der Bürgerschaft sollten Hinweise für die im Entwurf vorgelegte Aufgabenstellung zu einem Planungswettbewerb gesammelt werden. Denn in einem nächsten Schritt sollen nun Landschaftsplaner und Architekten ein grundsätzliches Konzept erarbeiten, wie das „Grüne Band des Wissens“ gestaltet sein könnte.

Wissensorte klug vernetzen

Das „Grünen Band des Wissens“  soll die Wissensorte im Areal klug miteinander vernetzen. Ausgewählte Orte der kulturellen Bildung – wie das Bürgerzentrum in der Chapel, das geplante Mark-Twain-Center in der Kommandantur, die Praxishochschule im Torhaus sowie das Kulturhaus Karlstorbahnhof und das Kreativwirtschaftszentrum in den ehemaligen Stallungen – werden über zentrale öffentliche Freiräume (Park und Plätze) miteinander verknüpft. 

Der Bund hat das Vorhaben jüngst in das Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“ aufgenommen und rund sechs Millionen Euro Fördergelder zugesagt.

Diese Summe zeigt, wie hoch der Bund unser Qualitätsversprechen gewertet hat. Dazu gehört auch die intensive Bürgerbeteiligung. Wir arbeiten heute gemeinsam an unserer ,Bestellung‘ bei den Landschaftsplanern. Dafür brauchen wir Ihren kritischen Blick. Denn unsere ,Bestellung‘ muss so konkret sein, dass wir uns später nicht über das wundern, was wir bekommen“, erklärte Jürgen Odszuck, Erster Bürgermeister der Stadt Heidelberg, zur Begrüßung.

Michael Braum, Geschäftsführer der Internationalen Bauausstellung (IBA) Wissen | schafft | Stadt, machte den Teilnehmern Mut, in großen Dimensionen zu denken: „Wir wollen einen anderen Park: einen Central Park des 21. Jahrhunderts, einen Park über den man noch in 100 Jahren spricht. Wir reden über atmosphärisch schöne Räume – etwas für das Gefühl und weniger für die Funktionalität.

Diskussionen an vier Thementischen

An vier Thementischen konnten die Bürger beim Forum ihre Anregungen einbringen. Es ging um die grundsätzlichen Ziele der Auslobung in der Präambel sowie um konkrete Hinweise zum geplanten Park rund um Kommandantur und Chapel, die Gestaltung der Plätze im Quartier und die verkehrlichen Verbindungen.

Dabei kristallisierte sich heraus, dass sich viele der Teilnehmenden Konzepte für größere Veranstaltungen auf den zentralen Freiflächen wünschen. Die Landschaftsplaner sollten daher Lösungen finden, auf welchen Plätzen besondere Events stattfinden könnten. Ebenfalls breit diskutiert wurde die historische Dimension des Ortes. Mit den militärischen Relikten solle man zwar sorgsam umgehen. Man müsse die Auseinandersetzung mit der Geschichte aber so führen, dass der Blick nach vorne geht.

So gehts weiter

Stadt, IBA und der Arbeitskreis „Grünes Band des Wissens“ werden die Hinweise aus der Bürgerschaft auswerten und sie in die Ausschreibung des Planungswettbewerbs integrieren, an de, rund 30 Büros teilnehmen sollen. 

Die Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen ist für Anfang April vorgesehen. Der weitere Zeitplan sieht ein öffentliches Rückfragekolloquium mit den teilnehmenden Büros und der Bürgerschaft Ende April vor. Mit einer Entscheidung durch die Wettbewerbsjury ist im Juli zu rechnen. 

Die sechs Preisträger vertiefen nach Präzisierung der Aufgabenstellung im Rahmen einer Mehrfachbeauftragung jeweils ihre eigene Planung mit dem Ziel der konkreten Umsetzung des „Grünen Band des Wissens“.

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Mitte Januar hatte die Stadt den Investor BPD vorgestellt, der einen Teil der Konversionsfläche Campbell Barracks entwickeln will (WIR BERICHTETEN). 

Stadt Heidelberg/rmx

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