Trotz schlechten Wetters 

500 Teilnehmer bei NOGIDA-Kundgebung auf Uniplatz!

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500 Teilnehmer bei zweiter NOGIDA-Kundgebung auf Heidelberger Uniplatz.

Heidelberg-Altstadt – Bei der zweiten NOGIDA-Kundgebung versammeln sich trotz widrigen Wetters rund 500 Teilnehmer auf dem Uniplatz. Auch OB Eckart Würzner ist unter den Rednern.

Sie haben auch heute wieder eine deutliche Message und wollen die anti-islamische PEGIDA-Parolen nicht länger wortlos hinnehmen – die Teilnehmer der NOGIDA-Kundgebung („Notleidende offenherzig in die Gemeinschaft in Deutschland aufnehmen“).

Bei frostigen Temperaturen und Schneeverwehungen versammelten sich 500 Menschen in der Altstadt.

Und im Gegensatz zur Premiere mit 2.800 Teilnehmern am 12. Januar (HEIDELBERG24 BERICHTETE), wo man eher schweigend ein Zeichen setzen wollte, sind diesmal prominente Redner auf dem Uniplatz.

Allen voran Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner (53): „Wir sagen ja zur Dialog und ja zur weltoffenen Stadt Heidelberg! Intellektuelle Freidenker haben unsere Stadt geprägt – deren Grundlage halten wir zusammen fest. PEGIDA nutzt die Angst und Unwissenheit der Bürger.  Wir dagegen hetzen nicht, wir helfen!  Heidelberg tut viel für die Integration – sogar mehr als gesetzlich vorgeschrieben. Arbeitskreis Asyl und die Caritas bieten viel praktische Hilfe in der Flüchtlingspolitik.

500 Teilnehmer bei NOGIDA-Kundgebung auf Uniplatz!

Dekanin Dr. Marlene Schwöbel-Hugvon der evangelischen Kirche Heidelberg wünscht sich eine Stadt der Freiheit und Menschlichkeit: „Wir leben in einer lebendigen Gesellschaft, die eine Bereicherung durch fremde Kulturen erhält. Dies kann nur durch respektvollen Umgang miteinander funktionieren.“ 

Imam Ali Atlamaz von der Moschee Rohrbach-Süd: „Jeder Mensch ist frei in seinem Glauben. Da alle Menschen Geschwister sind, verlangt das gegenseitigen Respekt vor den Religionen. Der Terror hat keine Religion. Im Koran steht: ‚Wer einen Mensch tötet, tötet die ganze Menschheit'.

Die beiden Studentinnen Tatjana (20) und Rahel (20) sind sich einig: „Wir sind das erste Mal dabei, wollen ein Zeichen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung setzen.

War die erste Kundgebung noch eher ein Schweigemarsch, wurden diesmal sogar Lieder wie „Man in the mirror“ von Michael Jackson gesungen.

Erfreulich : Auch bei der zweiten NOGIDA-Demo gab es laut Polizei keine Zwischenfälle.

Hoffen wir, dass dies auch bei der (vorerst) letzten NOGIDA-Kundgebung so bleibt, die am 9. Februar (19 Uhr) im Beisein von Rabbiner Jona Pawelczyk-Kissin stattfindet. Themenschwerpunkt wird dann der Blick auf die Jugend sein. 

kp/pek

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