Symbolische Grabmale

„Die Toten Kommen“: Protestaktion jetzt auch in Heidelberg

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Auch in Heidelberg stehen jetzt an drei Orten die mahnenden Holzkreuze der Aktion „Die Toten Kommen“.

Heidelberg – Drei leere Grabmäler entstehen über Nacht in Heidelberg. Geschmückt mit Blumen und Ketten sollen die Holzkreuze an die im Mittelmeer ertrunkenen Geflüchteten erinnern. 

Am Donnerstagmittag kommt eine Email in der Redaktion an. „In der Nacht zu heute haben wir drei symbolische Grabmäler aufgestellt für im Mittelmeer ertrunkene Geflüchtete.“, heißt es darin. Unterzeichner: „Eine Gruppe engagierter Bürger_innen“.

Unbekannte haben die Kreuze in der Nacht zum Donnerstag aufgestellt.

Die leeren ‚Gräber‘, mit beschrifteten Holzkreuzen und Kerzen und Blumen geschmückt, befinden sich an drei öffentlichen Plätzen in Heidelberg: Auf der Neckarwiese nahe der Alten Brücke, auf der Wiese am Philosophenweg und auf der Marstallwiese.

Die Unbekannten stellen diese Gräber im Rahmen von „Die Toten Kommen“ auf, einer Aktion des Zentrums für Politische Schönheit, einem Zusammenschluss politischer Aktionskünstler unter der Leitung des Philosophen Philipp Ruch.

Die Aktion will auf das Elend der Flüchtlinge und die Folgen der europäischen Flüchtlingspolitik aufmerksam machen. 

Spätestens seit dem 17. Juni, als Aktivisten des Zentrums auf einem Friedhof in Berlin angeblich eine junge Syrerin begraben, zieht die Aktion weite Kreise – zahlreiche Aktivisten, wie nun auch in Heidelberg, beteiligen sich daran.

kab

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