Trifluoracetat (TFA) im Neckar

Wie belastet ist das Heidelberger Trinkwasser?

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Heidelberger Trinkwasser mit TFA belastet.

Heidelberg - Das Heidelberger Trinkwasser ist mit Trifluoracetat (TFA) belastet. Laut Regierungspräsidium Karlsruhe besteht jedoch kein Anlass zur Besorgnis.  

Wie belastet ist das Heidelberger Trinkwasser? 

Im Sommer 2016 wurde der Stoff Trifluoracetat (TFA) erstmals im Neckar nachgewiesen. Das betrifft auch die Trinkwasserversorgung in Heidelberg, die zu großen Teilen aus Uferfiltrat gespeist wird.

Eingeleitet wird TFA durch die Firma Solvay Fluor in Bad Wimpfen, die Fluorchemikalien für Pflanzenschutzmittel und Arzneiprodukte herstellt. Das Gesundheitsamt Rhein-Neckar-Kreis hatte im Oktober 2016 einen „Maßnahmewert“ von 10 Mikrogramm TFA pro Liter angesetzt. Wird dieser überschritten, muss der Wasserversorger Schritte zu dessen Reduzierung unternehmen.

Auch wenn das Regierungspräsidium Karlsruhe betonte, dass kein Grund zur Besorgnis bestehe und das Umweltbundesamt den Maßnahmewert inzwischen auf 30 Mikrogramm pro Liter angehoben hat, bleiben Zweifel.

Langzeitstudie soll gesundheitliche Auswirkungen klären

Bis eine toxikologische Langzeitstudie mögliche gesundheitliche Auswirkungen geklärt hat, halten sich die  Stadtwerke jedenfalls weiter an den strengeren Richtwert von 10 Mikrogramm und mischen das gefilterte Neckarwasser mit Wasser des Zweckverbands Wasserversorgung Kurpfalz. Mit Ergebnissen der Studie wird Mitte 2019 erwartet.

Das Regierungspräsidium Stuttgart hat indes mit der Firma Solvay Fluor einen Vertrag geschlossen, die die schrittweise Reduzierung der TFA-Einleitung bewerkstelligen soll. Aus finanziellen Gründen will das Unternehmen aber nicht komplett auf die Einleitung verzichten. 

rmx

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