Entscheidung am 16. November 

Gegen Bettensteuer: Hoteliers wollen 300.000 Euro spenden! 

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Symbolische Übergabe der Hotellerie-Zusagen an OB Prof. Dr. Eckhart Würzner (Mitte) durch Maik Neuhaus (ARTHotel und Bergheim 41), Dr.Wolfgang Niopek (IHK Rhein-Neckar), Melanie von Görtz (DEHOGA) und Caroline von Kretschmann (Europäischer Hof)

Heidelberg - Die Hotellerie in Heidelberg will mit einer Spende von 300.000 Euro die geplante Bettensteuer abwenden. Ihr Vorschlag als Alternative für die Schlosssteuer: 

Kann diese Spende die Bettensteuer abwenden?

Bei der Übergabe von Finanzierungszusagen der Heidelberger Hotels an OB Würzner am Mittwoch kündigen die Hoteliers an, im Jahr 2018 einen Betrag von 300.000 Euro zur Stärkung des Tourismus in Heidelberg an Heidelberg Marketing zu überweisen – wenn die Mehrheit des Gemeinderates sich gegen die Einführung der Bettensteuer und für einen alternativen Vorschlag ausspricht. 

Der Gemeinderat hatte im Juli 2016 beschlossen, ein alternatives Konzept für zusätzliche Einnahmen erarbeiten zu lassen, mit denen die neue Abgabe verhindert werden könnte. Ist der Vorschlag aber nicht tragfähig soll die Steuer kommen – und der Stadt rund 1,2 Millionen Euro jährlich einbringen. 

Die IHK, der Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA und Heidelberg Marketing hatten sich gegen diese Steuer ausgesprochen. Sie treffe nicht den Tagestouristen, sondern ausschließlich den privaten Übernachtungsgast, heißt es in einer Pressemitteilung der IHK am Mittwoch. 

Dies stehe im Widerspruch zum touristischen Leitbild der Stadt Heidelberg. „Der Gemeinderat hat uns aufgefordert zur Vermeidung der Bettensteuer ein Alternativkonzept vorzulegen und wir haben geliefert“, so Dr. Wolfgang Niopek, stellvertretender Geschäftsführer der IHK Rhein-Neckar. 

Das Alternativkonzept zur Einführung der Bettensteuer sieht vor, dass die Eintrittspreise für das Heidelberger Schloss ab 2019 angehoben werden und ein Teil dieser zusätzlichen Einnahmen an die Stadt gehen.

>>> Statt Bettensteuer: Jetzt ‚Schloss-Steuer‘ für alle?

Warum die Spende von 300.000 Euro?

Zusätzlich zum Alternativkonzept hatten Teile des Gemeinderates gefordert, dass die Hotellerie selbst für das Jahr 2018 noch einen einmaligen Finanzierungsbeitrag leistet. Die SPD-Fraktion habe hierfür einen Betrag von mindestens 300.000 Euro genannt, heißt es in der Mitteilung. Diesen Betrag haben die Heidelberger Hotelbetriebe dem Oberbürgermeister nun schriftlich zugesichert. 

Wir sind stolz auf die große Solidarität unter den Heidelberger Beherbergungsbetrieben und gehen davon aus, dass insbesondere die SPD-Fraktion, die auf diesem Eigenbeitrag bestanden hat, nun auf die Einführung der Bettensteuer verzichtet und dem alternativen Vorschlag zustimmt“, macht DEHOGA-Geschäftsführerin Melanie von Görtz deutlich. 

Die Entscheidung über eine mögliche Bettensteuer soll der Gemeinderat am 16. November fällen.

pm/kab

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