1. Heidelberg24
  2. Heidelberg

Heidelberg: Benz-Proll baut Crash – und bedroht danach Unfallgegner

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Peter Kiefer

Ein 25-jähriger Mercedes-Fahrer hat in Heidelberg einen Unfall verursacht. Doch der aufgemotzte Benz hat keine Betriebserlaubnis. (Symbolfoto)
Ein 25-jähriger Mercedes-Fahrer hat in Heidelberg einen Unfall verursacht. Doch der aufgemotzte Benz hat keine Betriebserlaubnis. (Symbolfoto) © Boris Roessler/picture alliance/dpa

Heidelberg – Statt es nach einem Crash in der Weststadt gut sein zu lassen, bedroht der 25-jährige Verursacher die anderen Unfallbeteiligten. Der Fall:

Als ob der Unfall nicht schon schlimm genug gewesen wäre... Denn nachdem ein Mercedes-Fahrer (25) in Heidelberg einen Verkehrsunfall verursacht hat, bedroht er auch noch die Unfallgegner. Doch der Reihe nach: Ein 30-jähriger Mann ist Samstag (25. September) gegen 12:30 Uhr mit seinem VW-Golf auf der Lessingstraße in der Weststadt unterwegs in Richtung Hauptbahnhof gewesen. Als er gerade von der Einfädelungsspur auf den Geradeausfahrstreifen wechseln will, überholt ihn der nachfolgende Mercedes-Fahrer – es kommt zum Zusammenstoß.

Doch der Golf-Fahrer fährt zunächst ein paar Hundert Meter weiter bis zur Alten Eppelheimer Straße, wo die Beteiligten schließlich den Schaden begutachtet haben. Bereits hier ist es zu Bedrohungen seitens des 25-Jährigen gegenüber dem VW-Fahrer und dessen 33-jähriger Beifahrerin gekommen. Doch damit nicht genug: Immer wieder kommen Bekannte des Mercedes-Fahrers zur Unfallstelle und wirken in bedrohlicher Weise auf den 31-Jährigen und seine Begleiterin ein, um sie einzuschüchtern.

StadtHeidelberg
BundeslandBaden-Württemberg
Einwohnerzahl161.485 (Stand: 31. Dez. 2019)
Fläche108,84 km²
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

Übrigens: Unser HEIDELBERG24-Newsletter informiert Dich regelmäßig über alles Wichtige, was in Deiner Stadt und Region passiert.

Heidelberg: Mercedes des Unfall-Verursachers ohne Betriebserlaubnis

Im weiteren Verlauf der Unfallaufnahme hat sich dann herausgestellt, dass der aufgemotzte Mercedes in unzulässiger Weise verändert war. So waren an den Achsen Distanzscheiben montiert, für die der 25-Jährige keine Betriebserlaubnis vorweisen konnte und auch nicht in den Fahrzeugpapieren eingetragen waren. Daher war die Betriebserlaubnis für das Fahrzeug erloschen. Ihm wurde ein Mängelbericht, mit Frist zur Mängelbeseitigung ausgestellt.

Am Mercedes des Unfallverursachers wurde Distanzscheiben an den Achsen ohne Betriebserlaubnis entdeckt. (Symbolfoto)
Am Mercedes des Unfallverursachers wurde Distanzscheiben an den Achsen ohne Betriebserlaubnis entdeckt. (Symbolfoto) © Boris Roessler/picture alliance/dpa

Gegen den 25-Jährigen wird nun wegen Bedrohung ermittelt. Zudem sieht er Bußgelder wegen Verstoßes gegen die StVO und Erlöschen der Betriebserlaubnis entgegen. Sollte er die Mängel nicht innerhalb der gesetzten Frist beseitigt haben, wird sein Fahrzeug durch die zuständige Zulassungsstelle, die vom Sachverhalt in Kenntnis gesetzt wurde, zwangsweise stillgelegt.

Doch auch dem bedrohten VW-Fahrer blüht womöglich noch etwas – gegen den 30-Jährigen wird wegen des Verdachts der Unfallflucht ermittelt. (pol/pek)

Auch interessant

Kommentare