Notfallplan

Blaues Leitungswasser: So hätte die Stadt auf längere Wasserverunreinigung reagiert

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Heidelberg - Was hätte die Stadt getan, wenn das Trinkwasser länger verunreinigt gewesen wäre? Das antwortet die Verwaltung auf unsere Fragen:

Große Unsicherheit wegen verunreinigtem Trinkwasser.  Blaues Leitungswasser sorgt am Donnerstag (7. Februar) für große Aufregung in Heidelberg und Dossenheim.

Gegen 16 Uhr gibt das Gesundheitsamt glücklicherweise Entwarnung. Die untersuchten Proben seien unkritisch, die bläuliche Verfärbung wird auf „natürliche Schwankungen in der Zusammensetzung des Wassers“ zurückgeführt.

Bernd Köster, Leiter des Ordnungsamts der Stadt, gibt auf der Pressekonferenz davor noch bekannt, dass die Stadt einen Notfallplan ausgearbeitet habe, sollte die Bevölkerung weiter kein Leitungswasser nutzen können.

Wir fragen am Freitag (8. Februar) bei der Stadt nach, welche Maßnahmen sie ergriffen hätte, um die Bevölkerung mit Wasser zu versorgen:

Gibt es Tanklaster, die Wasser in den Stadtteilen verteilen?

 „Wenn wir eine Wasserausgabe organisieren müssten, würden wir Kontakt mit entsprechenden Speditionen/Unternehmen aufnehmen, die Lebensmittel verarbeiten um auf deren Fahrzeuge zurückzugreifen“, sagt Stadtsprecher Tim Herre

Gibt es 'autarke' Brunnen, die angezapft werden können? 

Ja, wir haben insgesamt 32 Notbrunnen in der Stadt, die wir mit etwas Zeitvorlauf aktivieren könnten. Die Brunnen sind autark und nicht an das Trinkwassernetz angeschlossen.“ 

Welche Maßnahmen ergreifen Stadt und Rettungsdienste? 

Die Stadt würde eine Notversorgung planen und alle möglichen Versorgungsquellen aktivieren. Denkbar, aber mit Vorlaufzeit verbunden ist der Einsatz von Trinkwasseraufbereitungsanlagen des THW.“ 

Welche Pläne gibt es für Schulen, Kitas und Krippen? 

Kommt es zu einer echten Notversorgung, müssten diese Einrichtungen geschlossen werden.

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rmx

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