Der Trend geht nach oben 

Ohne Kinder! So viele Erwachsene besuchten 2018 den Zoo Heidelberg

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Erdmännchen im Zoo Heidelberg im Schnee

Heidelberg - Dass der Zoo Heidelberg besonders bei Familien mit Kindern beliebt ist, liegt auf der Hand. Doch gehen auch viele Erwachsene alleine in den Zoo? Das sagt die Bilanz: 

Insgesamt 457.730 Zoobesucher kamen 2018 in den Zoo Heidelberg. Mit dieser Zahl knüpft die Besucherstatistik an das Ergebnis des Vorjahres an. „Der goldene, warme Herbst hat für zahlreiche Besucher im Spätjahr gesorgt. Die geringeren Besucherzahlen in den sehr heißen Sommermonaten konnten wir so teilweise wettmachen und das vergangene Jahr mit einem guten Ergebnis beenden“, berichtet Zoodirektor Dr. Wünnemann. 

So viele Erwachsene gehen ohne Kinder in den Zoo Heidelberg 

Ein genauer Blick auf die Besucherstatistik bringt zwei bemerkenswerte Ergebnisse zum Vorschein: Die Hälfte der rund 345.000 Tagesbesucher sind Erwachsene, die ohne Kinder in den Zoo kommen. Bezieht man die vergangenen drei Jahre mit ein, lässt sich in diesem Besuchersegment sogar ein leichter Anstieg verzeichnen. 

„Wir schließen daraus, dass der Zoo Heidelberg nicht nur für die klassische Zielgruppe Familien, sondern auch für viele Erwachsene ohne Kinder ein attraktives Ausflugsziel in der Region darstellt. Diesen Trend bestätigt die positive Resonanz, die wir für Sonderveranstalten wie beispielsweise den Welt-Elefantentag, der sich gezielt auch an Erwachsene richtet, bekommen“, bemerkt Wünnemann. 

Oft gelesen: Löwen bekommen neues Gehege im Heidelberger Zoo!

Für den Zoo Heidelberg bedeutet dies, weiterhin ein vielfältiges und interessantes Angebot für Jung und Alt auf die Beine zu stellen und kontinuierlich zu erweitern. Ein gutes Beispiel ist die neue Anlage für die, bei Kindern und Erwachsenen beliebten, Erdmännchen und Stachelschweine. 

Große und kleine Zoobesucher haben in der Beobachtungsgrotte sogar die Möglichkeit, am bisher verborgenen Leben beider Tierarten in den unterirdischen Bauen teilzuhaben. 

Als zweiten Punkt ist zu nennen, dass die Anzahl der Schülergruppen aus Heidelberg im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen ist – um rund 16 Prozent. „Immer mehr Heidelberger Schulen nutzen die Angebote des Zoos und der Zooschule als Ergänzung zum Unterricht. Als außerschulischer Lernort gewinnt der Zoo Heidelberg immer mehr an Bedeutung für die Metropolregion Rhein-Neckar“, freut sich der Zoodirektor. 

„Wo sonst erfährt man live so viel Wissenswertes über Natur und Artenschutz und begegnet den Tieren hautnah, wenn nicht im Zoo?“ 

Das ist 2019 im Zoo Heidelberg geplant

Für 2019 steht ein aufregendes Zoo-Jahr mit spannenden Projekten an. Rechtzeitig zum Saisonbeginn im März wird am 26. Februar 2019 die neue Löwenaußenanlage feierlich eröffnet

Besucher dürfen sich auf eine abwechslungsreich gestaltete Anlage für die Berberlöwen freuen. Beobachtungsturm und Safari-Fahrzeug bieten viele außergewöhnliche Einblicke in das Leben der Löwen. 

Mit der Weiterentwicklung der Tierpräsentation „Tiere live“, der Neukonzeption des Streichelzoos und der Umgestaltung der Gorilla-Außenanlage sowie weiteren Zukunftsprojekten zeigt der Zoo Heidelberg, dass er bereit ist, den Zoobesuch für all seine Besucher – Jung und Alt – kontinuierlich attraktiv zu erhalten.

Doch nicht alle Änderungen oder gar Neuzugänge werden mit offenen Armen empfangen: So kommt es im November 2019 zu einer Kontroverse um Schimpansen-Opa Epulu aus dem Wuppertaler Zoo. Tierschützer werfen dem Heidelberger Zoo vor, Epulu von seiner langjährigen Partnerin getrennt zu haben, um ihn in Heidelberg auszustellen. Epulu soll deshalb jetzt an einer klinischen Depression leiden und keinen Anschluss in Heidelberg finden. Der Heidelberger Zoo dementiert dies und behauptet, dass Epulu schon längst eine neue Flamme in Heidelberg gefunden hat.

pm/kp

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