Vierter Adventssamstag

Bilanz der Heidelberger Shoppingnacht fällt verhalten aus 

+
Obwohl die Heidelberger Shoppingnacht mit Öffnungszeiten bis 22 Uhr lockte, zog es am Samstag ab 19:30 Uhr doch viele Kunden eher auf die Weihnachtsmärkte.

Heidelberg – Die Vorweihnachtszeit sorgt bei vielen für einen enormen Stresspegel: „Ich muss noch Geschenke kaufen!“ Andere freuen sich umso mehr über die erhöhte Kauflust. Die Bilanz des Einzelhandels:

Der 4. Adventssamstag hat dem Handel in der Region nach einer eher schwachen Woche gute Umsätze beschert. Besonders profitiert haben die Oberzentren. Die Bilanz der Heidelberger Shoppingnacht fiel dagegen eher verhalten aus.

„Der vierte Adventsamstag war auch in diesem Jahr der umsatzstärkste Samstag im Weihnachtsgeschäft. Schon am späteren Vormittag kamen die Umsätze beim Handel in unseren Städten erwartungsgemäß richtig in Schwung. Ein Grund zur Euphorie besteht aber nicht, denn nicht allerorts ist man mit dem Verlauf des Weihnachtsgeschäftes bisher zufrieden.“ sagt Verbandsgeschäftsführer Swen Rubel. 

„Nachdem das Weihnachtsshopping vor allem unter der Woche in den Cities immer wieder kleinere Pausen eingelegt hatte, schlägt in den nächsten Tagen nochmal die Stunde des stationären Handels! Denn wer will schon ohne Geschenk unterm Christbaum sitzen, weil das Paket im Vorweihnachtsstau hängen geblieben ist?“ so Rubel weiter.

Kunden wanderten in Heidelberg auf Weihnachtsmärkte ab  

Heidelbergs Innenstadt war bis in die frühen Abendstunden gut gefüllt und für viele zeigten die Umsätze auch stark in Richtung des guten Vorjahresniveaus. „Die Stadt war voll und für vielen Händler entlang der Hauptstraße lief der Samstag bis etwa 19:00 Uhr so gut, daß sie die Hoffnung hatten, die Vorjahreszahlen übertreffen zu können.“

Obwohl die Heidelberger Shoppingnacht mit Öffnungszeiten bis 22 Uhr lockte, zog es dann ab 19:30 Uhr doch viele Kunden eher auf die Weihnachtsmärkte. Das Weihnachtsgeschäft würde sich deshalb erst in den letzten Tagen des Jahres entscheiden, denn auch nach Weihnachten würden noch viele Geldgeschenke eingelöst werden, so Rubel. 

Was wird am häufigsten gekauft?

„Nach wie vor gut laufen die klassischen Geschenke wie Spielwaren, Uhren, Schmuck und Körperpflegeprodukte. Im Elektrofachhandel ist die Nachfrage nach Tablet- PCs und Smartphones ebenso ungebrochen wie nach den neusten Spielekonsolen und PC- Games.“, so Rubel.

Mannheimer Händler zufriedener

„Die Mannheimer Händler zeigten sich deutlich zufriedener mit dem vierten Samstag. Der Umsatz hat auch im Textilbereich Dank teilweise deutlicher Reduzierungen gut angezogen. Gut lief bei Vielen auch schon die neue Ware.“, sagt Verbandsgeschäftsführer Rubel und ergänzt: „An diesem Wochenende war das Umschauen vorbei, es wurde gekauft!

Deutschlandweit

Die Erlöse im November und Dezember könnten so gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,9 Prozent auf insgesamt über 90 Milliarden Euro wachsen. Damit rechnete der Handelsverband Deutschland (HDE) am Sonntag in einer Zwischenbilanz.

„Insgesamt haben wir in diesem Jahr ein sehr gutes Weihnachtsgeschäft“, sagte HDE-Geschäftsführer Kai Falk. Laut einer Umfrage unter rund 400 Händlern haben bislang vor allem große Geschäfte in Randlagen vom vorweihnachtlichen Kaufrausch profitiert. Dazu gehören zum Beispiel Möbelhäuser.

Der Umsatz war in der Woche nach dem dritten Advent etwas schwächer ausgefallen als in den Wochen zuvor. Erfahrungsgemäß würden aber viele Menschen bis zur letzten Woche warten, bis sie Geschenke einkaufen, sagte Falk: „Die Leute wissen, dass sie nach dem vierten Advent noch eine ganze Woche Zeit haben.“ Die Einzelhändler erwarteten dementsprechend in der kommenden Woche einen Ansturm auf die Innenstädte. Der Dezember allein soll mit mehr als 50 Milliarden Euro einen neuen Umsatzrekord aufstellen.

In der letzten Woche vor Heiligabend ziehe außerdem regelmäßig das Geschäft mit Lebensmitteln an, weil die Menschen Vorräte für die Feiertage anlegen, sagte Falk. Daneben seien wie in den vergangenen Jahren Bücher, Elektronikgeräte und Spielwaren besonders beliebt.

Die Umsätze im Weihnachtsgeschäft sind seit 2009 stetig gestiegen, auf zuletzt 87,2 Milliarden Euro im Jahr 2015. Grund für die wachsenden Umsätze sei die gute Beschäftigungslage, erklärte Falk.

Handelsverband Nordbaden/dpa/kp

------

Auch interessant: 

>>>24 ganz besondere Geschenkideen!

Mehr zum Thema

Wegen Wespe: Unfall in Sofienstraße

Wegen Wespe: Unfall in Sofienstraße

Fotos: Abriss ‚Lux-Harmonie‘-Kino fast abgeschlossen

Fotos: Abriss ‚Lux-Harmonie‘-Kino fast abgeschlossen

Luxor-Filmpalast: Ein Blick hinter die Kulissen 

Luxor-Filmpalast: Ein Blick hinter die Kulissen 

Kommentare