An Halloween 2017

Molotow-Cocktails auf Polizeiposten und Schule geworfen: Trio vor Gericht! 

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Ab Donnerstag (6. September) müssen sich drei Verdächtige vor dem Landgericht Heidelberg verantworten. (Archivbild) 

Heidelberg/Walldorf - An Halloween ziehen junge Männer durch Walldorf und werfen mit Molotow-Cocktails. Am Donnerstag (6. September) stehen drei Verdächtige vor Gericht. 

Schauriges Halloween in Walldorf: In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November 2017 ist eine Gruppe junger Männer durch die Innenstadt gezogen und hat Brandsätze gegen mehrere Gebäude geschleudert. Drei Verdächtige müssen sich nun von Donnerstag (6. September) an vor der Jugendkammer des Landgerichts Heidelberg verantworten. 

Die Staatsanwaltschaft wirft den zwei 16 Jahre und einem 20 Jahre alten Angeklagten unter anderem versuchte Brandstiftung vor. Das Trio soll den Angaben zufolge Benzin gekauft und damit Molotow-Cocktails gebastelt haben. Der 20-Jährige steht im Verdacht, der Anstifter gewesen zu sein. Er wurde am 18. Dezember 2017 verhaftet. 

Motiv: Rache an der Polizei?

Diese hätten die drei Männer daraufhin unter anderem auf das Rathaus eine Schule, einen Stromkasten, ein Museum und einen Pavillon geworfen. Ihr Ziel, die Gebäude in Brand zu setzten, sei jedoch misslungen

Der Staatsanwaltschaft zufolge soll das Motiv Rache an der Polizei gewesen sei. Die Beamten hätten in der Zeit vor Halloween vermehrt kontrolliert, weshalb gegen einige der Männer ermittelt worden sei. In der Nacht wurden demnach auch mindestens drei Brandsätze auf den Polizeiposten geschleudert. Als sie ein Ehepaar auf ihr Treiben anspricht, prügeln die jungen Männer auf den Ehemann ein und schlagen der Frau ins Gesicht. 

Walldorf zieht Konsequenzen 

Insgesamt seien 17 Männer wegen der Taten an Halloween angeklagt, sagt ein Sprecher der Anklagebehörde. Einige Verfahren seien jedoch abgetrennt worden. In Walldorf wurden zwischenzeitlich Konsequenzen aus den Vorfällen gezogen. 

Einem Stadtsprecher zufolge wurden etwa die Öffnungszeiten des Jugendhauses verlängert, die mobile Jugendarbeit ausgebaut und der Gemeindevollzugsdienst aufgestockt. Zudem würden nun manche Orte in der Stadt videoüberwacht.

dpa/kp

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