Tierrettung im Einsatz

Heidelberg: Waschbär-Alarm in Kaufhaus! Ist das der süßeste Einbrecher Deutschlands?

Der Waschbär im Modehaus Henschel
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Der Waschbär im Modehaus Henschel

Heidelberg - Ein süßer maskierter Einbrecher schleicht am Mittwoch (2. November) im Modehaus Henschel herum. Kurz darauf muss die Tierrettung Rhein-Neckar kommen:

Es ist wohl der süßeste Gast, den das Modehaus Henschel je hatte: Ein Waschbär ist versehentlich in das Kleidergeschäft in Heidelberg geraten und hat sich dort in einem Schaufenster verstecken wollen. Eine Zeugin entdeckt gegen 6:15 Uhr den kleinen Besucher in einer Ecke liegend. Da der Laden zu diesem Zeitpunkt noch nicht geöffnet hat, informiert sie die Polizei Heidelberg. Kurz darauf kommen die Beamten in die Hauptstraße und versuchen, den Ausreißer einzufangen – allerdings vergebens. Zum Glück gibt es für diese Fälle die Berufstierrettung Rhein-Neckar.

Heidelberg: Waschbär bricht in Modehaus Henschel ein - Tierrettung befreit tierischen Eindringling

Michael Sehr, Gründer der Tierrettung Rhein-Neckar, ist sofort im Einsatz und versucht den Waschbären aus seiner misslichen Lage zu befreien. Allerdings: Einfangen wird er ihn nicht können, ohne dass das Tier angreift. Außerdem besteht die Gefahr, dass ihm der Waschbär entwicht und dann in die Fußgängerzone in Heidelberg rennt. Michael Sehr bleibt deshalb keine andere Wahl, als ihn zu betäuben. Bevor er das aber macht, deckt er das Schaufenster mit einem Sichtschutz ab. So bleiben dem Waschbären weitere Aufregung und neugierige Blicke von Fußgängern erspart.

Heidelberg: Waschbär versteckt sich in Modehaus – Tierrettung bringt ihn in Sicherheit

Zitternd vor Anspannung und Angst verkriecht sich der Waschbär in das hinterste Eck des Schaufensters. Der Tierretter hat deshalb große Mühe, den maskierten Einbrecher mit einem Betäubungspfeil zu erwischen. Doch am Ende gelingt es ihm den Waschbären zu treffen. Kurze Zeit später schläft das Tier ein und kann endlich in Sicherheit gebracht werden.

Der Waschbär ist betäubt und kann aus dem Modehaus gebracht werden.

Ein Sach- oder Diebstahlsschaden entstand nicht. Wie der Kleinbär allerdings in das Gebäude gelangte ist Gegenstand weiterer Ermittlungen ebenso wie seine Herkunft“, heißt es am Mittwoch in einem Pressebericht der Polizei. Michael Sehr vermutet im Gespräch mit HEIDELBERG24, dass er durch eine eingestürzte Dachplatte ins Modehaus gelangte. Doch egal, wie der Waschbär hereingekommen ist – am Ende zählt sowieso einzig und allein, dass es ihm gut geht. (jol)

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