Umbau der Kurfürsten-Anlage Ost

Das neue Mobilitätsnetz sorgt für Ärger 

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Großbaustelle Kurfürsten-Anlage – Arbeit in vollem Gange. 

Heidelberg-Weststadt – Das Mobilitätsnetz der Stadt soll für Verkehrnutzer attraktiver werden. Doch verminderte Wohnqualität und stundenlanges Warten im Berufsverkehr vermindern die Vorfreude.

Baulärm, erhöhtes Verkehrsaufkommen und keine Parkmöglichkeiten – seit gut einem Monat sind die Bauarbeiten in der Kurfürsten-Anlage in vollem Gange. BisEnde Dezember will die Stadt hier ein neues Mobilitätsnetz entstehen lassen – Fahrtzeiten sollen verkürzt und die Haltestellensituation optimiert werden (WIR BERICHTETEN). 

Doch das neue Konzept der Stadt – beziehungsweise deren Umsetzung – sorgt auch für Chaos und Ärger.

Das neue Mobilitätsnetz sorgt für Ärger 

Die Schattenseite der Optimierung 

Besonders Anwohner fühlen sich gestört. „Ich wohne hier und die Wohnqualität lässt zu wünschen übrig. Man zahlt so viel Miete und hat nur noch Stress vor der Haustür und Krach in der Wohnung. Wir sind froh, wenn es vorbei ist“, sagt Kathrin. Auch Nadine macht der Baulärm sichtlich zu schaffen: „Morgens um 6 Uhr von einem Presslufthammer geweckt zu werden, wenn man erst um 24 Uhr von der Spätschicht nach Hause gekommen ist – ein Traum!“

Indirekt von der Baustelle betroffen sind beispielsweise auch die Bewohner in der Rohrbacher Straße. „Der ganze Verkehr wird jetzt direkt an meinem Schlafzimmerfenster vorbei geleitet“, berichtet eine Anwohnerin. „Besonders reizend ist das, wenn die Lastwagenfahrer so viel Rücksicht nehmen und gegen halb 6 Uhr morgens mit 70 km/h in Richtung Stadt brettern.“

Der Autoverkehr wird bis Dezember in beide Richtungen einspurig geführt. Während der Sommerferien ist die Kurfürsten-Anlage in Richtung Hauptbahnhof sogar voll gesperrt – zum Ärger aller Verkehrsteilnehmer. 

„Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln habe ich nun einen längeren Arbeitsweg. Es gibt nicht genug Ersatz-Verkehr, vor allem Sonntagabends ist es schwierig, nach Hause zu kommen. Da muss man schon mal einen Sprint zum Bahnhof hinlegen, um nicht eine Stunde später als sonst Zuhause zu sein“, erzählt uns Klara. 

Bleibt allen Anwohnern und Verkehrsteilnehmern nur ein gutes Durchhaltevermögen zu wünschen. 

lin 

Fotos der Bodenplatten am Neckar

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Schlimmer Unfall auf B535 bei Kirchheim

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SO schön blüht der Frühling in Heidelberg!

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