Umfrage

Soll eine neue Radbrücke errichtet werden?

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Alter Wehrsteg in Wieblingen

Heidelberg-Wieblingen – Bald entscheidet der Gemeinderat über eine neue Radbrücke. Doch welche Varianten gibt dabei es überhaupt? Und wie stehst Du dazu? Alles zum Thema:

Der Wehrsteg in Wieblingen soll innerhalb der nächsten zwanzig Jahre zerstört und durch einen Ersatzneubauersetzt werden. Deshalb beraten die Bezirksbeiräte über die möglichen Fuß- und Radwegmöglichkeiten, die sich nun bieten (WIR BERICHETEN).

Im Durchschnitt nutzen rund 7.800 Menschen täglich (Montag bis Freitag) die Ernst-Walz-Brücke, um vom Hauptbahnhof zum Campus Im Neuenheimer Feld zu kommen, und wer die Neckarüberquerung nicht nutzt, der fährt eben nun mal über den Wehrsteg, auch wenn dort das Fahren eigentlich verboten ist. Schon jetzt macht der Radverkehr mit 34 Prozent den Hauptverkehrsträger in Heidelberg aus, Tendenz steigend.

Doch wie soll es weitergehen, wenn die beliebte Stecke über den Wehrsteg nicht mehr vorhanden ist? Es gibt dafür drei Varianten, von denen der Gemeinderat am Ende eine auswählen muss:

Variante 1

Der Fuß- und Radverkehr soll weiterhin über den alten Wehrsteg führen. Dafür sollen die Pfeiler erhalten bleiben und ein breiterer Steg errichtet werden. Die Realisierung könnte bereits während des Baus des neuen Wehrstegs begonnen werden, eine Fertigstellung ist allerdings erst nach Bauende des neuen Wehrstegs möglich, also ab dem Jahr 2035. Die Kosten für diese Variante übernimmt Stadt Heidelberg, die Höhe ist allerdings noch nicht bekannt.

Man wird aber höchstwahrscheinlich diese Option nicht weiterverfolgen, da die Baumaßnahmen erst sehr spät beendet werden können und unkalkulierbare Folgekosten entstehen werden (zum Beispiel die Wartung der Pfeiler).

Variante 2

Auf dem neuen Wehr soll ein Fuß- und Radweg integriert werden. Die Kosten übernimmt hierfür auch die Stadt, wobei der Eigentümer des Wehrs die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) ist. Die Kosten werden sich dabei nach Angaben des Amts für Neckarausbau Heidelberg (ANH) auf mehr als 6,6 Millionen Euro belaufen. Die Inbetriebnahme wird nicht vor dem Jahr 2034 erfolgen. 

Variante 3

Die letzte Variante sieht vor, eine eigenständige Brücke zu errichten, die ausschließlich von Fußgängern und Radfahren genutzt werden darf. Auch hier übernimmt die Stadt wieder die Kosten, sie liegen hier, unter Ansatz von Erfahrungswerten, bei etwa 10,5 Millionen Euro. Die Realisierung der Brücke ist zeitlich unabhängig vom neuen Wehrsteg und kann somit am schnellsten erbaut werden. Man geht von einer Inbetriebnahme im Jahr 2021 aus.

Anlage 01 zur Drucksache 0422/2016/BV

Die Voraussetzung für alle Varianten sind die Verknüpfungen zum Hauptbahnhof, der Altstadt, Wieblingen, Bahnstadt, Südstadt, Rohrbach und Kirchheim.

Entscheidung voraussichtlich am 18. Mai

Noch müssen einige Punkte, wie eine bessere Kosteneinschätzung, den Eingriff in die Natur und die weiterführenden Fahrradverbindungen, geklärt werden. Für diese Klärung wird ein Ingenieurbüro für weitere 100.000 Euro in Auftrag gegeben werden. 

Voraussichtlich soll in der Gemeinderatssitzung am 18. Mai eine Variante beschlossen werden. Bis dahin soll zudem eine endgültige Form der Neckarüberquerung im Rahmen eines Wettbewerbs gefunden werden.

Wie ist Deine Meinung?

Die Umfrage ist vorbei.
Welche Variante der Radbrücke findest Du am besten?
Variante 3 (Eigenständige Brücke)
62.24%
Variante 1 (Alter Wehrsteg)
25.51%
Variante 2 (Neuer Wehrsteg)
12.24%

jol

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