Studie in Heidelberg

Pfui! Jeder 2. Mann wäscht nach Toilettengang Hände ohne Seife 

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Elf Prozent der Männer waschen sich nach dem Toilettengang nicht die Hände. Das ist nach ernüchternde Ergebnis einer SRH-Studie. (Symbolbild)

Heidelberg-Wieblingen - Studenten der SRH Hochschule Heidelberg schauen Toilettengängern im Rahmen einer Beobachtungsstudie genau auf die Finger. Das Ergebnis ist ekelhaft:

Wer wäscht sich nach dem WC-Besuch die Hände? Das ist die Frage, die sich Studenten der Fakultät für Angewandte Psychologie der SRH Hochschule Heidelberg während einer umfangreichen Beobachtungsstudie stellen. Insgesamt 1.000 Toilettenbesuchern in Heidelbergs öffentlichen Toiletten schauen sie dafür auf die Finger. Das Ergebnis ist aber eher ernüchternd.

Hände waschen – aber richtig

Rund sieben Prozent verzichten komplett aufs Händewaschen – 27 Prozent tun dies nur mit Wasser! Zwar verhalten sich 58 Prozent vorbildlich und benutzen Wasser und Seife, allerdings nicht mit der erforderlichen Gründlichkeit. Am Ende sind es nur acht Prozent, die ihre Hände korrekt säubern.

Das bedeutet, so die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, mindestens 20 Sekunden mit Seife und Wasser schrubben – und zwar nicht nur die Handflächen, sondern auch die Fingerzwischenräume.

Bei Männern kann man sich leichter anstecken

Im Übrigen ist das oben beschriebene Phänomen bei Männern weit öfter zu beobachten. Während circa 11 Prozent der Männer ihre Hände überhaupt nicht waschen, sind es bei den Frauen nur drei Prozent.

Auch waschen sich gerade einmal 51 Prozent der Männer die Hände mit Wasser und Seife, während bei den Frauen es 82 Prozent sind.

Das Fazit der Studenten: Der Kontakt mit Männern birgt ein höheres Übertragungsrisiko! „Dieser Unterscheid hat uns schon schockiert“, gesteht die Studentin Jana Zeeb.

SRH/gs

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