Ersatzneubau in Planung

Wieblinger Wehr: Was wird aus dem Fuß- und Radweg?

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Das Wieblinger Wehr wird bis 2034 durch einen Neubau ersetzt.

Heidelberg-Wieblingen - Viele Fußgänger und Radler nutzen den Wehrsteg zwischen Vangerowstraße und Neuenheimer Feld, um über den Neckar zu kommen. Wie lange noch?

Da fällt wohl die nächste Querungsmöglichkeit ...

Der Wehrsteg Wieblingen wird neu gebaut. Das teilte das Amt für Neckarausbau Heidelberg bereits im März letzten Jahres mit. Grund: Die Bausubstanz des in den 1920er Jahren errichteten Wehrs ist marode und entspricht nicht mehr heutigen Baustandards. 

Auch mit Blick auf die Brücke, die viele Fußgänger und Radler nutzen, um über den Neckar ins Neuenheimer Feld zu kommen, gaben Bernd Walter und Rüdiger Englert vom Amt für Neckarausbau im Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss Auskunft über den Stand der Planungen. 

Demnach wolle man im zweiten Quartal 2017 in konkrete Planungen des Neubauprojekts gehen. Die Neukonzeption sehe einen Ersatzneubau mit neuem Wehrschlusssystem und eine Pfeilerverlängerung vor. Das neue Wehr werde etwa 20 Meter flussaufwärts (in Richtung Altstadt) der bestehenden Anlage gebaut, erläuterten Walter und Englert. Die Vergabe soll bis 2024 erfolgen, der Bau bis spätestens 2034 abgeschlossen sein.

Das Wieblinger Wehr wird bis 2034 durch einen Neubau ersetzt.

Radweg über das Wehr oder eigene Brücke?

Falls die Stadt Interesse habe, könne man die Bediensteganlage mit einer Brücke kombinieren und einen fünf Meter breiten Fuß- und Radweg in die Planungen aufnehmen. Der Weg werde nach Abschluss der Baumaßnahmen auf die Pfeiler aufgesetzt. Heidelberg müsse lediglich die Kosten für den Bau des Fuß- und Radwegs tragen – Kostenpunkt: geschätzte 6,5 Millionen Euro!

Da die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) des Bundes, zu der das Amt für Neckarausbau gehört, den Weg als Betriebsweg nutzt, könne es für Betriebs- und Bauzwecke sporadisch zu Sperrungen der Brücke kommen, ergänzten Walter und Englert. 

Oberbürgermeister Eckart Würzner stellte fest, „dass sich am Status quo nichts geändert hat.“ Mit einer Fußgänger- und Radbrücke über den Neckar werde mit den Planungen des WSV frühestens Anfang der 2030er Jahre zu rechnen sein, und das mit der Aussicht auf sporadische Einschränkungen – da fahre man mit dem Bau einer eigenen Brücke wohl besser.

Etwas oberhalb des Wehrs will Heidelberg eine separate Radbrücke bauen, die mit ungefähr sieben Millionen Euro ähnlich teuer sein würde wie der Fuß- und Radweg über das Wehr. Bei einem möglichen Baubeginn in 2019 wäre die Radbrücke wohl lange vor den Neubauarbeiten am Wieblinger Wehr fertig.

Hintergrund

2006 begann die Sanierung des Wieblinger Wehrs, 2009 wurden die Instandsetzungsarbeiten gestoppt, als man „Probleme in der Bausubstanz“ feststellte. 

Weitere Prüfungen ergaben, dass ein „Ersatzneubau wirtschaftlicher ist, als eine grundlegende Instandsetzung“ des in den 1920er Jahren errichteten Wehrs.

Blick auf den Altneckar, das Wehr Wieblingen und im Vordergrund den eisfreien Kraftwerkskanal im Jahr 1925.

 

rmx

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