Zwei Unfälle verursacht

Tier-Chaos in Heidelberg: Blutendes Wildschwein verletzt Fußgänger und verursacht Unfälle

Ein Wildschwein
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Ein verletztes Wildschwein hat in Heidelberg-Neuenheim einen Fußgänger attackiert. (Symbolfoto)

Heidelberg-Neuenheim - Ein nach einem Autounfall angeschlagenes Wildschwein hat am Dienstag einen Fußgänger verletzt und einen weiteren Crash verursacht. Der tierische Fall:

Große Aufregung am Dienstagmorgen (27. April) in Heidelberg-Neuenheim: Wie das Polizeipräsidium Mannheim mitteilt, hat sich dort ein Wildschwein verirrt und ist zunächst gegen den Mercedes einer 70-jährigen Frau gestoßen, die gegen 8:30 Uhr von der Schröderstraße auf die Brückenstraße einbiegen wollte. Im Anschluss daran ist das angeschlagene Wildtier, das offenbar eine blutende Wunde aufwies, weiter in den Ortskern gerannt und hat in der Lutherstraße einen Fußgänger verletzt. Anschließend verschwand es dann, so die Spurenlage, über den Kapellenweg und die Bergstraße in den angrenzenden Wald.

In der Bergstraße musste rund zehn Minuten nach dem Kontakt mit dem Fußgänger eine 67-jährige VW-Fahrerin dem Tier ausweichen, worauf sie gegen einen geparkten Dacia stieß. Bis auf die leichte Verletzung des Fußgängers sind keine Verletzungen zu beklagen. Der Sachschaden beträgt jedoch mehrere Tausend Euro.

StadtHeidelberg
StadtteilNeuenheim
Fläche5,67 km²
Einwohnerzahl13.686 (Stand: 2012)
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

Die Suche nach dem Wildschwein ist schließlich gegen 9:30 Uhr ergebnislos eingestellt worden. Der örtliche Jagdpächter ist über den Vorfall und das verletzte Tier informiert. Die Tierrettung Rhein-Neckar wurde zunächst zu Unterstützung beim Einfangen des Tieres hinzugerufen.

Heidelberg: Immer wieder kommt es zu Angriffen von Wildschweinen

Nicht der erste Zwischenfall mit einem Schwarzkittel in der jüngeren Vergangenheit: Am 7. Februar hat ein Wildschwein in der Heidelberger Weststadt eine Frau (43) attackiert und leicht verletzt. Und tags zuvor hat ein Wildschwein Heidelberg-Rohrbach unsicher gemacht und sich selbst dabei so schwer verletzt, dass es von einem Jagdpächter erschossen werden musste.

Wesentlich tragischer endete eine tierische Attacke am Montagvormittag (26. April) im rund 35 Kilometer entfernten südhessischen Lorsch, wo zwei Menschen getötet worden sind, wie HEIDELBERG24 berichtet. Zwei ausbüxende Bullen haben dabei auf einem Bauernhof eine Frau (81) sowie ihren 56-jährigen Sohn im Stall totgetrampelt. (pol/pek)

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