Bezirksbeiräte

„Stürmische“ Diskussion um Windräder in Heidelberg

+
Heidelberg will künftig die Windenergie nutzen. An verschiedenen Standorten sollen Windräder errichtet werden (Symbolfoto).

Heidelberg – Im Frühjahr 2016 wird entschieden, wo die geplanten Windenergieanlagen gebaut werden sollen. Doch nicht alle befürworten das Vorhaben. Wie das Thema die Bevölkerung spaltet: 

Dass es an verschiedenen Stellen im Raum Heidelberg künftig Windräder geben wird, scheint beschlossene Sache zu sein. 

Doch wo sollen die Energieanlagen stehen? 

Sieben mögliche Flächen stehen in einem Bürgerbeteiligungsverfahren der Stadt zur Diskussion.

Mit dabei sind die dreigeteilte Fläche im Grenzhof Ost, der Lammerskopf östlich von Ziegelhausen, die Kirchheimer Mühle im Südwesten des Heidelberger Stadtteils Kirchheim, der Hohe Nistler in Dossenheim und Handschuhsheim und eine Fläche am Weißen Stein Süd mit einer Fläche von 129 Hektar. Auch der Auerhahnkopf östlich des Königstuhls und die Drei Eichen östlich vom Boxberg und Emmertsgrund stehen zur Auswahl.

Die Entscheidung für oder gegen mögliche Standorte soll umsichtig getroffen werden. Bereits seit Mitte Oktober läuft daher die Bürgerbeteiligung: Interessierte Heidelberger haben die Möglichkeit, sich über den „Flächennutzungsplan Windenergie“ zu informieren und einzubringen.

„Wir verfügen in Heidelberg über ein herausragendes Landschaftsbild. Wir sind uns dieser Verantwortung bewusst“

, betont Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner.

Aus diesem Grund werden ab jetzt auch nicht nur die direkt betroffenen Bezirke, sondern alle Bezirksbeiräte in die Standortfindung eingebunden. 

Die Grünen betonen in einer Pressemitteilung am Dienstag, wie wichtig das Ausweisen der sieben möglichen „Konzentrationszonen“ in Heidelberg ist. Ohne diese sei es „rechtlich überall möglich“, Windräder zu bauen. 

Auch die SPD-Fraktion ruft zur Beteiligung an dem Verfahren aus. „Wir haben großes Verständnis für die Bedenken der betroffenen Bürger, müssen aber auch abwägen, was möglich ist im Bereich erneuerbarer Energien nach Abschaltung der Atomkraftwerke," so Stadträtin Monika Meißner.

Gegenwind21

Doch nicht nur die Standorte sind heiß diskutiert, das ganze Vorhaben an sich birgt großes Konfliktpotenzial

So ruft die Nachbarschafts-Initiative gegenwind21.org zum Protest gegen den geplanten „Wind-Industrie-Park“ auf. Auf ihrer Homepage und mit Aktionen weisen sie auf die dramatischen Veränderungen für Heidelberg“ hin, auf die Folgen nicht nur für das Landschaftsbild und die Natur, sondern auch für die Bürger an den einzelnen Standorten.

Bis zum 15. November kann man sich auf einer Website der Stadt an demOnline-Dialog beteiligen. Eine Abschließende öffentliche Veranstaltung zu dem Thema wird es im Dezember geben.

Stadt Heideberg /hja 

Budenzauber: Heidelberger Weihnachtsmarkt feierlich eröffnet

Budenzauber: Heidelberger Weihnachtsmarkt feierlich eröffnet

Fotos: 4. Pink Monday – Heidelberger Marktplatz ganz in Rosa

Fotos: 4. Pink Monday – Heidelberger Marktplatz ganz in Rosa

Löscheinsatz: Brand in Altstadt-Café

Löscheinsatz: Brand in Altstadt-Café

Kommentare