Durch frostiges Winterwetter

Leichte Entspannung in der Schifffahrt – zwei Schleusen wieder frei!

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Der Eisbrecher „Maxau“ war  am Montagvormittag zwischen Wieblingen, der Ernst-Walz-Brücke und der Theodor-Heuss-Brücke unterwegs. 

Heidelberg – Das frostige Winterwetter sorgt weiter für Behinderungen bei der Schifffahrt auf dem unteren Neckar. Die Lage hat sich mittlerweile doch wieder zumindest wieder etwas entspannt.

Wegen der Kälte waren die Schleusentore bei Neckargemünd und Schwabenheim zeitweise außer Betrieb, wie das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) in Heidelberg am Dienstag mitteilte. (WIR BERICHTETEN) 

Der andauernde Frost hatte dazu geführt, dass die Hydraulik versagte und Eismassen die Tore verstopften. Rund 25 Frachtschiffe lagen auf dem Abschnitt zwischen Mannheim und Hirschhorn (Hessen) fest.

Dauereinsatz: Frost legt Schiffsverkehr lahm

Am späten Dienstagnachmittag teilen die Behörden jedoch mit, dass die Störungen bei Neckargemünd und Schwabenheim behoben seien. Die Lage habe sich etwas entspannt.

„Die Schiffe können nach und nach passieren“, sagt Johanna Reek vom WSA Heidelberg. Mitarbeiter würden die Eisschollen aus den Nischen der Schleusentore in Neckargemünd mit der Hand entfernen. 

„Mit Einbruch der Dunkelheit müssen die Arbeiten aus Sicherheitsgründen eingestellt werden“, sagte Reek. Nach wie vor seien Eisbrecher im Einsatz. „Die weitere Entwicklung ist abhängig von den Temperaturen.“ 

Dass der Neckar zufriert, kommt den Angaben zufolge nicht allzu häufig vor. Perioden mit lang anhaltendem strengen Frost sind selten.

Die WSA hatte sich jedoch schon auf solch einen Einsatz vorbereitet. (WIR BERICHTETEN)

Geringe Neckar-Zuflüsse in den vergangenen Wochen bremsen zusätzlich die Fließgeschwindigkeit, so dass es eher zu einer Eisbildung komme. Zuletzt war der Neckar dem WSA zufolge im Winter 2012 zugefroren.

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Die Eisbrecher „Worms“ und „Maxau“ waren auf dem unteren Neckar unterwegs, um die Eisschicht zu brechen. Sie werden zwischen Neckarsteinach und Hirschhorn sowie zwischen Schwabenheim und Heidelberg eingesetzt. Zwischen Gundelsheim und Heilbronn arbeiten kleinere Boote. Dort beträgt die Eisdicke rund einen Zentimeter. 

Das aufgebrochene Eis werde über Wehre abgeführt, sagte Reek. Damit die Anlagen bei den kalten Temperaturen beweglich bleiben, hat die Behörde den Wasserstand um rund 20 Zentimeter gesenkt. So könne das Flusswasser über Wehre abfließen, um ein Vereisen zu verhindern. 

Die Situation auf dem Neckar rund um Stuttgart 

Auf dem Neckar rund um Stuttgart war die Situation etwas entspannter. Eisbrecher waren dort nicht im Einsatz. „Im Moment können wir alle Schleusen frei halten“, sagte ein WSA-Sprecher in Stuttgart. Mithilfe von Luftsprudelanlagen werde warme Luft unter der Wasseroberfläche an die Schleusentore geblasen, um Eisbildung zu verhindern. 

Flussaufwärts im Plochinger Hafen ist das Eis zwar rund zehn Zentimeter dick. Mit Nachdruck warnten die Behörden allerdings davor, die Schollen am Ufer zu betreten. „Bitte vom Eis auf dem Neckar fern bleiben“, betonte ein Sprecher.

Wer im Eis einbreche, werde von der Strömung des Flusses weggezogen. Eine Rettung

sei kaum möglich. 

Keine Beeinträchtigung der Schifffahrt auf dem Rhein 

Am Rhein gab es keine Beeinträchtigungen in der Schifffahrt. „Die Strecke ist frei“, sagte ein WSA-Mitarbeiter in Freiburg. Gründe dafür seien, dass der Rhein schneller fließe und die Wassertemperaturen noch knapp über dem Gefrierpunkt lägen.

Die Wetteraussichten

Dem Deutschen Wetterdienst (DWD) in Stuttgart zufolge bleiben die Temperaturen mindestens bis zum Wochenende sowohl nachts als auch tagsüber frostig. Ab Donnerstag könnten die Temperaturen in den nördlichen Landesteilen knapp über die Null-Grad-Marke klettern, sagte eine DWD-Meteorologin. Für ein schnelles Abschmelzen des Eises werde dieser leichte Anstieg aber kaum sorgen, hieß es.

dpa/kp

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