Am Max-Planck-Institut

Planeten-Geburt gefilmt: Heidelberger Astronomen sorgen für Welt-Neuheit!

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Der Planet hebt sich deutlich ab, sichtbar als heller Punkt rechts von der Bildmitte, wo durch die Koronografenmaske das blendend helle Licht des Zentralsterns blockiert und daher dunkel dargestellt wird.

Heidelberg - Astronomen werden Zeuge von etwas, was noch niemand beobachtet hat. Für die Wissenschaft könnte es bedeuten, das sich unser Verständnis von Planeten von Grund auf ändern:

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Astronomie (MPIA) in Heidelberg entdecken einen extrem jungen Exoplaneten im Stadium seiner Entstehung, meldet die Gesellschaft auf ihrer Seite.

Der Gasriese mit der Bezeichnung PDS 70 b wird innerhalb einer Lücke der proto­planetaren Scheibe des Sterns PDS 70 nachgewiesen. Damit befindet er sich noch in der Umgebung seiner Entstehung und dürfte nach wie vor neue Materie auf sich ziehen.

Dieses farbenfrohe Bild zeigt den Himmel um den schwach orangefarbenen Zwergstern PDS 70 (in der Bildmitte). Der hellblaue Stern rechts ist χ Centauri.

Das spezielle SPHERE-Instrument ermöglicht es dem Team, die Helligkeit des Planeten bei verschiedenen Wellenlängen zu messen, wodurch Eigenschaften seiner Atmosphäre abgeleitet werden kann.

Faktencheck: Planetenentstehung

Der Planet hebt sich in den neuen Beobachtungen sehr deutlich ab, sichtbar als heller Punkt rechts vom geschwärzten Bildmittelpunkt. Er befindet sich etwa drei Milliarden Kilometer von seinem Zentralstern entfernt, was in etwa der Entfernung zwischen Uranus und der Sonne entspricht

PDS 70 b bietet erstmals die einzigartige Gelegenheit, Entstehungsmodelle von Planeten zu testen und etwas über die frühe Geschichte des Sonnensystems zu lernen.

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pm/gs

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