Nach Attacke auf Bundeskanzlerin

OB Würzner sieht rot! „Sind keine Stadt der Tomatenwerfer“

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Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bei ihrem Wahlkampf auf dem Heidelberger Uniplatz.

Heidelberg-Altstadt – Am Tag nach der ‚Tomaten-Attacke‘ auf Kanzlerin Angela Merkel (63, CDU) bei ihrem Wahlkampfauftritt auf dem Uniplatz findet OB Eckart Würzner deutliche Worte:

Der umjubelte Wahlkampfauftritt von Kanzlerin Angela Merkel am Dienstag (5. September) auf dem mit über 3.000 Menschen gefüllten Uniplatz – lediglich wenige Demonstranten störten die Veranstaltung.

Fast eine Stunde lang grölten sie Parolen wie „Merkel muss weg!“ oder „Lügner!“, pusteten permanent in ihre Trillerpfeifen und reckten teils derbe Plakate empor – außer bei der traditionell zum Abschluss gemeinsam gesungenen deutschen Nationalhymne.

Absoluter Negativ-Höhepunkt: Zwei Tomaten-Würfe in Richtung Bühne aus der Menschenmenge heraus, wovon eine Tomate Merkel an der linken Hüfte trifft, deutliche Flecken auf ihrem roten Blazer und der weißen Bluse von Moderatorin Claudia von Brauchitsch (42) neben ihr hinterlässt! Die zweite verfehlte glücklicherweise ihr Ziel.

Der Besuch von Kanzlerin Angela Merkel in Heidelberg

Passiert ist das Ganze nicht etwa bei Merkels 36-minütiger Rede, sondern während der abschließenden Worte von Gastgeber Dr. Karl A. Lamers (66, CDU), der sich die ‚Störenfriede‘ vor: „Jetzt ist mal Ruhe dahinten! Ich bin stolz darauf, in einem Land zu leben, in dem man auch demonstrieren kann. Aber denen, die sich hier sehr deutlich mit Trillerpfeifen kundtun, will ich sagen: Nicht auf den Kehlkopf sondern auf den Kopf kommt es an! Und da ist noch sehr viel Luft nach oben...

Und wie reagierte Politprofi ‚Angie‘ auf die Attacke?

Völlig unbeeindruckt wischt die CDU-Chefin mit einem Lächeln auf den Lippen die Tomatenspritzer mit einem Tuch weg, das ihr ein Helfer auf die Bühne bringt. Auch die Moderatorin versucht, die ‚rote Sauce‘ notdürftig zu entfernen. Vergeblich: Mit deutlich sichtbaren Flecken verlassen die beiden Damen nach Ende der Veranstaltung kurz vor 18 Uhr die Bühne.

Am Mittwochnachmittag äußert sich Heidelbergs Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner (55, parteilos), der den Vorfall aus nächster Nähe in der ersten Reihe sitzend miterleben musste, auf seiner Facebook-Seite.

Zu einem Foto, auf dem er der Kanzlerin zur Begrüßung die Hand schüttelt, schreibt er: „Es hat mich gefreut, dass Dr. Angela Merkel wieder nach Heidelberg gekommen ist. Wir sind eine Stadt der Vielfalt und Toleranz und nicht der ‚Tomatenwerfer‘; das ist keine politische Streitkultur und auf das Schärfste zu verurteilen.

Und auf HEIDELBERG24-Anfrage legt das Stadtoberhaupt noch einen drauf:Demokraten arbeiten mit Argumenten, nicht mit Gemüse. Es ist ein Unding, einen Redner zu bewerfen. Das gilt für unsere Kanzlerin genauso wie für jede Bürgerin, jeden Bürger und jeden Gast unseres Landes. Ich bin der Kanzlerin und allen Beteiligten sehr dankbar, dass sie so gelassen reagiert haben. Das ist, neben den angestoßenen polizeilichen Ermittlungen, die beste Antwort auf so ein Verhalten.

Außer den beiden Tomaten-Würfen kam es auch zu kleineren Rangeleien zwischen Gegnern und Anhängern Merkels – von sechs Beteiligten sind die Personalien festgestellt worden. 

Auch am Tag danach ist laut Polizei unklar, wer für die beiden Würfe verantwortlich ist. Es wird jedoch ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts der versuchten Körperverletzung und versuchten Sachbeschädigung eingeleitet.

Die Wurfgeschosse seien von den Ermittlern aber nicht sichergestellt worden. „Eine Tomate flog wohl sowieso weit über die Bühne", sagt ein Polizeisprecher nach der Veranstaltung am Dienstag auf dem Universitätsplatz. Merkels SPD-Herausforderer Martin Schulz sagt am Rande einer Wahlkampfveranstaltung in Dortmund dem Nachrichtensender N24: „Wer Kandidatinnen oder Kandidaten mit Tomaten beschmeißt, hat einen an der Waffel.“

Schulz soll am 19. September auf dem Heidelberger Universitätsplatz auftreten. Der Behördensprecher ließ offen, ob die Polizei dazu gesonderte Schutzmaßnahmen ergreift.

>>> Kanzlerin Merkel auf Uniplatz von Tomate getroffen!

pek

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