Waffenhandel in Heidelberg?

Zoll entdeckt illegales Waffenarsenal!

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Der Waffenbastler ließ sich Waffenteile aus den USA per Post zusenden.

Heidelberg – Bei einem Heidelberger „Waffenbastler“ findet der Zoll ein ganzes Lager mit Waffen! Bereits im November macht er am Flughafen Köln/Bonn mit einem Paket auf sich aufmerksam.

Neben neun legalen Waffen finden die Beamten insgesamt zwei Pistolen, einen Revolver, acht Läufe, ein Gewehr, einen Schalldämpfer und drei Laserzielgeräte sowie mehr als 13.500 Schuss Munition bei dem Mann! 

Laut Zollfahndung wird bei dem Waffenbastler auch offenes Schießpulver und Material zur Herstellung von Munition sichergestellt.

Viele der Waffenteile liegen einfach so offen im Haus, im Keller und der Garage herum. „Besonders brisant ist, dass der Beschuldigte im Hinterhof und in der Garage des Hauses ein Gewerbe betreibt, wo er auch Kunden empfängt. Jeder dieser Kunden hätte sich bedienen können“, so die Zollfahndung Freiburg am Mittwoch. 

Auf Nachfrage von HEIDELBERG24 erklärt eine Pressesprecherin weiter, dass man nicht ausschließen könne, dass der Mann die Waffen auch „für andere“ repariere und verkaufe. Ob er das „Gewerbe“ also auch für illegalen Waffenhandel genutzt hat, ist derzeit noch nicht bekannt.

Aufgeflogen ist der 31-Jährige – Mitglied in zwei Schützenvereinen – weil der Zoll am Flughafen Köln/Bonn im November ein an ihn adressiertes Paket aus den USA kontrolliert hat. 

Einen harmlos aussehenden Fernseh-Receiver benutzen die Schmuggler als Versteck für drei Pistolenläufe und ein Verschlussstück. Für die Zollfahnder ein klarer Fall. Diese haben daraufhin die Ermittlungen aufgenommen und nachgeforscht.

Anfang Februar durchsuchen sie dann die Wohnung des Waffenbastlers. Der Heidelberger muss jetzt damit rechnen, dass ihm auch seine legalen Waffen abgenommen werden. Zudem könnte am Ende eines Strafverfahrens eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren stehen.

sag

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