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Zoo Heidelberg: Flauschiger Nachwuchs – große Freude über spätes Panda-Glück

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Von: Eliran Kendi

Roter Panda-Nachwuchs: Erste Jungtier, das in Heidelberg zur Welt kam (3. September 2021).
Roter Panda-Nachwuchs: Erste Jungtier, das in Heidelberg zur Welt kam (3. September 2021). © Tiergarten Heidelberg gGmbH/Petra Medan

Ein Rotes Panda-Baby liegt derzeit in einer gemütlichen Holzkiste im Zoo Heidelberg. Seit fast 20 Jahren ist es das erste Jungtier, das in Heidelberg zur Welt gekommen ist – die Freude ist riesig.

Junge Pandas lassen es die ersten Monate eher ruhig angehen: Sie schlafen sehr viel und liegen meist zusammengerollt in einem gemütlichen Nest. Der Nachwuchs in Heidelberg, der bereits Mitte Juli das Licht der Welt erblickt hat, verhält sich ganz vorbildlich: Das Bärchen hat die letzten Wochen fast nur geschlafen. Erst allmählich wird es „aktiver“. Für das süße Fellknäuel bedeutet das, hier und da mal eine Pfote oder das Köpfchen heben und auch mal ein Auge öffnen.

Die Panda-Mama hat das Nest liebevoll mit Rindenmulch, Ästen, Laub und Gras ausgepolstert. Sorgsam kümmert sie sich um das Kleine, dessen Geschlecht noch nicht bekannt ist. Bis die Zoobesucher den Nachwuchs zu Gesicht bekommen können, wird es noch eine Weile dauern.

Vollständiger NameTiergarten Heidelberg gGmbH
Fläche\t10,2 Hektar
Eröffnung\t20. November 1934
Tierarten155 Arten (Stand: 2018)

Zoo Heidelberg: Nachwuchs bei den Roten Pandas  

„Junge Pandas werden erst mit einigen Monaten richtig aktiv und unternehmen erst dann die ersten Ausflüge nach draußen. Bis es soweit ist, halten auch wir Tierpfleger Abstand und geben der jungen Familie alle Ruhe und Zeit, die sie braucht“, erklärt Revierleiterin Bianca Weißbarth.

Rote Pandas zählen laut Roter Liste der IUCN zu den stark gefährdeten Tierarten. Ihr Lebensraum, die Bergwälder am Fuße des Himalaya sind hoch bedroht. Die wachsende Bevölkerung in Nordindien, Nepal, Bhutan und China fällt viele Wälder um Feuerholz zu gewinnen und Bergweiden anzulegen. Verheerende Überflutungen und Erdrutsche sind oft die Folge. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms, welches die Zuchtbemühungen in den europäischen Zoos koordiniert, wurden die beiden Heidelberger Pandas als Zuchtpaar zusammengestellt. Der jüngste Nachwuchs ist von großer Bedeutung für den Artenschutz, um die Population der Roten Pandas in den Zoos stabil und gesund zu halten. (PM/esk)

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