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Inventur im Zoo Heidelberg – so viele „Bewohner“ hat der Tiergarten

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Von: Josefine Lenz

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Der Eingang zum Zoo Heidelberg.
Der Eingang zum Zoo Heidelberg. © HEIDELBERG24/Peter Kiefer

Heidelberg – Nach der jährlichen Inventur verkündet der Zoo gute Nachrichten. Trotz Pandemie, damit verbundener Schließung und dem Wegbleiben der Zoo-Besucher erfreut sich der Zoo Heidelberg über neue Prognosen:

Trotz Corona-Pandemie kann der Heidelberger Zoo eine positive Bilanz ziehen. Auch sind im vergangenen Jahr einige Tiere in den Park eingezogen. Im vergangenen 2021 verzeichnete der Zoo Heidelberg rund 446.093 Besucher und in den Sommermonaten um Mai und August sogar 60.000 Personen einen überdurchschnittlich hohen Andrang. Um auch in den Wintermonaten für Besucher zu sorgen, bot der Tiergarten ein abendliches Licht-Spektakel an. Das Interesse an Natur und Tier motiviert Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann weiterhin den Zoo am Leben zu halten, trotz der Schwierigkeiten die Einbußen des Lockdowns auszugleichen. Der Direktor fügt optimistisch hinzu: „Wenn das kommende Jahr gut verläuft, können wir wieder über Investitionen sprechen und unsere Projekte endlich vorantreiben – an erster Stelle stehen das Flamingohaus sowie der Umbau der Gorilla-Anlage!“ Außerdem plant der Direktor im Herbst des neuen Jahres eine weitere „Heidelberger Zoo-Leuchten“ Attraktion. 

Doch der Zoo ist mehr als nur Lichtshows und Tiere. Die Bildungsabteilung des Zoos, die sogenannte Zoo Akademie, verzeichnete rund 9.800 Teilnehmer an über 1.000 Veranstaltungen rund um die Themen Natur, Technik und Tiere. Da die Bildung dem Tiergarten besonders am Herzen liegt, können auf spielerische und unterhaltsame Weise Besucher aller Altersklassen mehr rund um den Zoo lernen.

Heidelberg: Tierische Inventur – So viele Arten gibt‘s im Zoo

Teil der Inventur im Heidelberger Zoo ist auch die Zählung aller Tierbestände. Zum 31. Dezember 2021 lebten 2.037 Tiere von 166 Arten in Heidelberg. Im Jahr 2021 gab es sogar Nachwuchs bei stark bedrohten Tierarten, was die Zahlen des Bestandes wachsen ließ. Im Januar kam Merle, eine Syrische Braunbärin zur Welt und einen Monat später, erblickten drei Tigerbabys des vom Aussterben bedrohten Sumatra Tigers das Licht der Welt. Das letzte Junge war ein Elefantenbulle namens Namsai, der im Mai Teil der Elefantenherde wurde. Auch exotische Tiere wie das Faultier, die Ägyptische Landschildkröte, Krontauben, Waldrappen, Grünwangenamazonen, und Rote Pandas bekamen Nachwuchs. Das Junge der Roten Pandas verstarb leider im Januar des neuen Jahres, die Todesursache wird noch untersucht.

Doch nicht nur der Nachwuchs sorgte für steigende Zahlen im Heidelberger Zoo, auch neue Tierarten bezogen 2021 den Zoo. Kronenmakis, Hinterwälder Rinder und einige Vogelarten, wie der Regenbogentukan und die vom Aussterben bedrohte Vietnamfasane zählen zu den neuen Bewohnern. 

Der Heidelberger Zoo listet außerdem die Bestände aller Tiere nach Tiergruppe auf:

Anfang 2022 sorgte die Vogelgrippe im Zoo Heidelberg jedoch für eine Ausnahmesituation. Der Tiergarten musste mehrere Tage geschlossen und Tiere in Quarantäne gehalten werden. (pm/lrq)

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