Nach Angriff auf Wachtmeister 

Kuriose Szenen im Gerichtssaal: Zuschauer (18) landet im Knast! 

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Kuriose Szenen spielen sich am Mittwoch im Amtsgericht Heidelberg ab. (Archivbild) 

Heidelberg - Dass am Ende einer Verhandlung der Angeklagte ins Gefängnis muss, ist nichts Ungewöhnliches – aber dass ein Zuschauer gleich mit verknackt wird?  

Am Mittwoch (10. Januar) sitzen drei Angeklagte im Jugendschöffengericht des Amtsgerichts Heidelberg.

Der Vorwurf: Räuberischer Diebstahl

Als einer der Angeklagten, der schon vorher in U-Haft war, am Ende der Verhandlung zu einer beträchtlichen Freiheitsstrafe verurteilt wird, überwindet sein 18-jähriger Bruder plötzlich die Absperrung des Zuschauerbereichs und rennt auf den Angeklagten zu

Der Wachtmeister der den gefesselten Räuber sicherte, will das verhindern und weist den 18-Jährigen darauf hin, dass die Kontaktaufnahme zwischen Zuschauern und Gefangenen verboten ist

Doch dass ist dem jungen Mann völlig schnuppe, er umarmt erst seinen Bruder und schubst dann sogar den Wachtmeister mit voller Wucht zur Seite um den zahlreichen anwesenden Verwandten auch die Gelegenheit für einen Abschied zu geben!  

Währenddessen schreit er den Wachtmeister und die Richter an und beleidigt sie aufs Übelste. Angehörige können den aggressiven Störenfried schließlich aus dem Gerichtssaal schleifen. Der verurteilte Bruder kann, während auch er die Wachtmeister aufs Vulgärste beschimpft, in den Gewahrsamstrakt gebracht werden. 

Die Staatsanwaltschaft lässt den 18-Jährigen damit natürlich nicht ungeschoren davonkommen und lässt ihn am Donnerstag wegen der Beleidigung und des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte festnehmen. Ein Wiedersehen im Knast können die beiden Brüder auch nicht feiern – der verurteilte Räuber sitzt schon in einer anderen Anstalt ...

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Nachtrag (12. Januar): Anwesende im Gerichtssaal behaupten, dass der „Störenfried“ weder die Richterin beleidigt, noch den Justizbeamten geschubst habe. Vielmehr habe der Angeklagte den Wachmann zurück gedrängt.

stA/kp/rmx

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