108 Geschichten und Fotos

„Heidelberger Helden“: Buch geht in Druck – Erlös wird an guten Zweck gespendet

Heidelberg - Mit Interviews und Fotos porträtiert ein Projekt über 100 „Heidelberger Helden“, die während des Corona-Lockdowns die Stadt am Laufen hielten. Das Fotobuch kann jetzt bestellt werden:

  • Wegen des Coronavirus gilt auch in Heidelberg wochenlang ein moderater Lockdown. 
  • Stellvertretend für die vielen Corona-Helfer will ein Foto- und Interviewprojekt den „Heidelberger Helden“ ein Gesicht geben. 
  • Die Sammlung von über 100 Porträts wird in einem Buch erscheinen - der Erlös soll gemeinnützigen Zwecken zugute kommen.

Update vom 22. Juli: Ende März hatte Nico Walter die Idee für das Projekt der „Heidelberger Helden“. Gemeinsam mit Fotograf Christian Buck porträtierte er Alltags-Helden, die während des Corona-Lockdowns das Leben in der Universitätsstadt bestmöglich am Laufen hielten. Begleitet von tollen Schwarz-Weiß-Fotos dokumentiert Walter auf der Internetplattform in Textform die Geschichten von „Systemrelevanten“ wie Ärzten, Pflegern, Polizisten, Feuerwehrleuten, Supermarktangestellten oder Müllwerkern. Daneben gibt das Projekt auch Ehrenamtlichen und zahllosen weiteren Menschen ein Gesicht, die sich während der Krise für die Gesellschaft und damit für ihre Mitmenschen engagieren.

„Heidelberger Helden“: Buch in Druck - Erlös an soziale Einrichtungen

Bis Anfang Juli haben Walter und Buck 108 Porträts gesammelt, die neben der Internetplattform auch in einem FotobuchDANKE HeidelbergerHelden 2020“ abgebildet werden. Es soll am 14. Oktober erscheinen, dem Tag an dem in Frankfurt die Buchmesse eröffnet wird. Jedes Porträt bekommt eine Doppelseite aus Foto und Text. Rund 248 Seiten im Querformat wird das Fotobuch haben, das zunächst in einer Auflage von 1.000 Stück in den Druck geht. „Die Erlöse werden komplett an soziale Einrichtungen gehen“, sagt Walter. Wer möchte, kann das Werk jetzt schon bestellen.

Das Buch ist bereits reservierbar, was uns natürlich bei der Finanzierung der 1.000 Ausgaben enorm helfen würde“, erklärt Projektinitiator Walter. Um möglichst viele Menschen zu einer Vorbestellung des Fotobuchs über die „Heidelberger Helden“ zu bewegen, haben Walter und Buck sich etwas Besonderes ausgedacht: Wer bis zum 30.8. verbindlich ein Exemplar ordert, wird im Buch namentlich erwähnt. Dafür ist bereits eine Extraseite reserviert, in der die Namen dann alphabetisch aufgelistet werden.

Porträt-Buch zu „Heidelberger Helden“: 100 Exemplare als Sonderedition

Übrigens: Eine 100 Exemplare umfassende „Vorzugsausgabe, wird von den Initiatoren signiert, verrät Walter, „in einem schönen Schuber und mit Füller edel nummeriert“. Der Preis für die limitierte Buch-Variante liegt bei 159 Euro. „Diese Variante richtet sich an Menschen, die dieses außergewöhnliche Projekt mit einer besonderen ‚Spende‘ unterstützen wollen“, so Walter. Ohne Schuber und Nummerierung ist das Fotobuch zu den „Heidelberger Helden“ für 35 Euro erhältlich.

Neben Grußworten von Heidelbergs Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner, Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) und Verfassungsrechtler Prof. Paul Kirchhof, wird es in dem Fotobuch auch Gastbeiträge von Virologe Prof. Hans Georg Kräusslich, Medizinpsychologe Prof. Rolf Verres sowie zum Thema Gesellschaft geben.  

Kennst Du einen „Heidelberger Helden“? Foto- und Interview-Projekt zeigt Corona-Helden des Alltags

Grundtext vom 6. Mai: Ende März bringt ein bundesweites Kontaktverbot das öffentliche Leben weitestgehend zum Erliegen. Die Maßnahme soll die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen. Auch in Heidelberg werden Kitas, Schulen, Museen, Restaurants, Cafés, Geschäfte und öffentliche Einrichtungen geschlossen. Wer nicht als „systemrelevant“ eingestuft wird, soll zuhause bleiben und nach Möglichkeit auf Sozialkontakte verzichten.

„Heidelberger Helden“ dankt Corona-Helfern

Aber wer sind eigentlich die vielen „Systemrelevanten“ und Ehrenamtlichen, die trotz Corona die Gesellschaft am Laufen halten? „Wenige Tage nach dem Kontaktverbot habe ich mir diese Frage gestellt und angefangen, zu recherchieren“, erzählt Nico Walter. Schnell war die Idee geboren, die schlussendlich in einem Fotobuch enden soll: Stellvertretend für die vielen Polizisten, Feuerwehrleute, Ärzte, Pfleger, Apotheker, Erzieher, Telefonisten, Supermarkt- und Bäckereiangestellte, Briefträger und Paketboten, Müllwerker und Straßenreiniger, und all die Ehrenamtlichen, die in der Corona-Krise „nicht einfach nur ihren Job machen“, will Walter den „Heidelberger Helden“ ein Gesicht geben.

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👍Das Online-Portal @heidelbergerhelden sellt auf seinem Instagram-Profil und auf einer Webseite Menschen vor, die sich in der aktuellen Krise besonders engagieren und sagt ihnen 🙏"Danke". Sie stehen stellvertretend für viele andere und kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Darunter Mitarbeiter der @@polizei.heidelberg und des @drkheidelberg, Freiwillige, die Masken nähen, Hebammen, Verkäuferinnen und Verkäufer in Supermärkten und Bäckereien und viele mehr. Mit dabei ist auch unser Kollege Viktor Ajredinovic, der beim Amt für Abfallwirtschaft und Straßenreinigung dafür sorgt, dass Heidelberg sauber bleibt. Mehr "Alltagshelden" gibt es hier: www.heidelbergerhelden.org #weareinthistogether #standtogether #solidarity #alltagshelden #heroes #coronahelden #coronaheldenunterstützen

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Mit der Internetplattform wollen wir den Menschen danken, die sich engagieren. Menschen, auf die sich die Gesellschaft in diesen schwierigen Zeiten verlassen kann“, erklärt Walter. Über 40 Porträts hat Walter bereits gesammelt. Die ästhetischen Schwarz-Weiß-Aufnahmen stammen vom Heidelberger Fotografen Christian Buck.

„Heidelberger Helden“: Studenten, Supermarktangestellte, Bäckereiverkäufer 

Auf der Website heidelbergerhelden werden auch Menschen porträtiert, die mit viel Engagement anderen Menschen durch die Krise helfen - wie beispielsweise Ella, Sophie und Michael. Die drei Medizin-Studenten haben die Initiative „QuaranTeen“ gegründet. Für Heidelberger, die zur Risikogruppe gehören, erledigen sie Besorgungen und Einkäufe. 160 Freiwillige engagieren sich mittlerweile in elf Stadtteilen in der Initiative.

Ella von Arnim, Michael Allers und Sophie Tiefenbacher von QuaranTeen.

Auch Bäckereifachverkäufer oder Angestellte eines Supermarkts werden fotografiert. Warum? „Wir suchen nicht nach dem archaischen Helden“, erklärt Walter. „Auch für die Angestellten von Bäckereien und Supermärkten stellen die Maßnahmen Herausforderungen dar. Trotzdem ist unsere Versorgung gesichert.

Projekt sucht weitere Corona-Helden

Bus- und Straßenbahnfahrer, Paketzusteller, Mitarbeiter an der Krankenhauspforte - mit vielen weiteren Alltags-Helden wird Walter sich in den kommenden Tagen noch treffen. Mindestens 100 Porträts wollen Walter und Buck für Heidelberger Helden sammeln. Und daraus soll dann auch ein schöner Bildband werden.

Dazu brauchen wir aber noch weitere Tipps, wer als Alltagsheld in Frage kommt“, sagt Walter. Wer also jemanden kennt, der in die Kategorie des „Heidelberger Helden“ fällt, schreibt eine Mail an info@heidelbergerhelden.org. 

Auch interessant: In Heidelberg wird die Wirtschaftsoffensive ausgeweitet. Dadurch erhalten Vereine, Betriebe, Clubs und Selbstständige finanzielle Unterstützung während der Corona-Krise. (rmx)

Rubriklistenbild: © Christian Buck

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