Neonazi in Flüchtlingsheim

Nazi-Wachmann – Behörde prüft Konsequenzen

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Ein polizeibekannter Neonazi bewachte Flüchtlinge im Patrick-Henry-Village. (Symbolfoto)

Heidelberg/Karlsruhe - Kurze Zeit arbeitet der polizeibekannte Rechtsradikale in dem Heidelberger Flüchtlingsheim. Das Regierungspräsidium Karlsruhe prüft nun die Konsequenzen .

„Natürlich wollen wir wissen, wie das passieren konnte“, sagt am Montag ein Sprecher der Behörde. Seit 1. September war der Mann als Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma in der Unterkunft eingesetzt gewesen.

Bei einer routinemäßigen Überprüfung durch das zuständige Gewerbeamt habe der Mann Verdacht erregt, so ein Polizeisprecher. 

Die anschließende Überprüfung durch den Staatsschutz bestätigte dann die Vorahnung: Der Mann hat einen rechtsradikalen Hintergrund. Sofort wird ihm durch das Regierungspräsidium Hausverbot erteilt.

„Wir haben schon lange vor dem Vorfall deutlich gemacht, dass wir von jedem Unternehmen, das wir mit der Sicherheit für Flüchtlingsunterkünfte beauftragen, besondere Sorgfalt bei der Auswahl seiner Mitarbeiter erwarten“, betont der Sprecher des Regierungspräsidiums. 

Die Sicherheitsfirma habe den Mann über ein Subunternehmen angeworben. Nun müsse geklärt werden, ob Verträge verletzt wurden.

Wie lange der rechtsradikale Mann schon bei der Sicherheitsfirma beschäftigt ist – und ob er noch dort arbeitet – konnte das Regierungspräsidium nicht sagen.

dpa/kab

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