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Hochwasser in Heidelberg: Pegel sinkt weiter – aufatmen am Neckar

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Von: Katja Becher

Nach tagelangen Regenfällen entspannt sich die Lage am Neckar wieder (Symbolbild).
Nach tagelangen Regenfällen entspannt sich die Lage am Neckar wieder (Symbolbild). © HEIDELBERG24/Eliran Kendi

Heidelberg - Aufatmen in der romantischen Stadt am Neckar: Zuletzt hat der Starkregen für Hochwasser gesorgt. Nun aber scheint die Wende zu folgen – der Pegel sinkt.

Update vom 18. Juli: Laut Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg liegt der Neckar-Pegel in Heidelberg am Sonntag bei 2,19 Meter – und damit fast schon wieder auf dem Normalstand von 2 Metern. Laut aktueller Prognosen soll der Wasserstand in den nächsten Tagen immer weiter sinken. In ganz Baden-Württemberg entspannt sich die Hochwasser-Lage allmählich wieder. Auch die Wetterlage soll sich im Südwesten weiter beruhigen.

Hochwasser in Heidelberg: Experten-Prognose – Sinkt der Pegel weiter?

Update vom 16. Juli: Rund um Heidelberg sind die Wasserpegel der Flüsse aktuell stabil. Laut neusten Wettervorhersagen soll es zudem in der Region auch in den kommenden Tagen nur wenige Niederschläge geben. Aus diesem Grund gibt Daniel Habekost, Hydrologe an der Hochwasservorhersagezentrale, gegenüber dem SWR Entwarnung: „Am Neckar in Heidelberg ist die Lage sehr entspannt, da wird auch aktuell keine Hochwassersituation erwartet“, so der Hochwasser-Experte.

Update vom 15. Juli: Genau 2,79 Meter hat der Wasserpegel am Mittwoch erreicht. Am Donnerstag hingegen schwankt der Wasserpegel zwischen etwa 2,10 und 2,30 Meter. Damit bleibt die Schifffahrt weiter möglich. Derzeit wird jedoch wieder mit kräftigen Dauerregen gerechnet; folglich könnte der Neckar wieder stark ansteigen. Die Experten der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg rechnen jedoch nicht damit, dass der Höchstwert vom Mittwoch übertroffen wird.

Hochwasser in Heidelberg: Die aktuellen Pegel-Prognosen auf einen Blick

Update vom 14. Juli: Die aktuellen Prognosen der Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg zeigen, dass der Neckar-Pegel in Heidelberg in den kommenden Tagen wieder sinken wird. Vorerst ist die Gefahr also gebannt. Der Pegelstand lag am Mittwoch in Heidelberg bei 2,38 Meter (Stand: 19 Uhr). Die B37 unterhalb der Alten Brücke wird beispielsweise erst ab einem Hochwasser von 3,55 Meter überflutet. Anders sieht die Situation hingegen in Mannheim aus: Hier rechnet die Stadt in Rhein und Neckar mit Pegelständen von bis zu 7 Metern – und hat bereits Sperrungen eingeleitet.

Hochwasser in Heidelberg: Starkregen lässt Neckar steigen – wann wird es kritisch?

Erstmeldung vom 13. Juli: Die starken Regenfälle der vergangenen Tage lassen die Neckarpegel in Baden-Württemberg immer weiter ansteigen. Die Hochwasservorhersagezentrale im Südwesten rechnet am Dienstag wegen mehrstündigen heftigen Starkregens mit teils sehr raschen und deutlichen Anstiegen der Wasserstände. In den kommenden Tagen könnte sich auch die Situation in Heidelberg verschärfen. Während die Stadt Neckargemünd bereits ab dem heutigen Dienstag mit einer Hochwasserwelle rechnet, deuten die Prognosen für Heidelberg darauf hin, dass der Neckar im Laufe des Freitags (16. Juli) die 3-Meter-Marke überschreitet.

Hochwasser in Heidelberg: Das sind die Überflutungszonen am Neckar

In Heidelberg droht bei Hochwasser insbesondere in der Altstadt die Gefahr von Überschwemmungen und vollgelaufenen Kellern. Normalerweise liegt der Neckarpegel bei zwei Metern. Ab einem Pegelstand von 2,90 Meter besetzen die Hochwasserexperten des Tiebauamts das Hochwasserbüro in der Unteren Neckarstraße. Steigt der Neckar auf über 5,20 Meter, errichtet die Stadt auf dem Marktplatz vor dem Rathaus einen Einsatzcontainer, von dem aus das Tiefbauamt rund um die Uhr den Pegelstand überwacht. Bei welchem Pegelstand welche Maßnahmen ergriffen werden müssen:

Der Pegelhöchststand im Heidelberger Neckar wurde mit 6,61 Meter am 22.12.1993 erreicht. Wie ein Hochwasser-Alarm in Heidelberg aussehen kann, zeigt dieses Video vom Februar 2020:

Hochwasser in Heidelberg: Das sind die aktuellen Prognosen

Am Dienstag lag der Neckar-Pegel laut Hochwasserzentrale Baden-Württemberg bei 2,29 Metern (Stand: 13:30 Uhr). Laut aktueller Prognosen könnte der Pegel jedoch bereits am Freitag (16. Juli) die 3-Meter-Marke überschreiten. Die weiteren Tendenzen zeigen jedoch an, dass der Neckar-Pegel bereits am Wochenende schon wieder absinken könnte – vorausgesetzt der Starkregen hält nicht weiter an. In ganz Baden-Württemberg erwarten Experten die markantesten Anstiege bereits ab Donnerstag.

Die Hochwasser-Vorhersage für Heidelberg (Stand: 13. Juli)
Die Hochwasser-Vorhersage für Heidelberg (Stand: 13. Juli) © Screenshot Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg

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Hochwasser in Heidelberg: Wie verhalte ich mich im Notfall?

Die Stadt Heidelberg empfiehlt bei Hochwasser alle Fahrzeuge – vom Auto bis zum Fahrrad – aus dem gefährdeten Gebiet zu entfernen. „Wenn die Besitzer sie nicht selbst wegfahren oder wegfahren können, werden sie abgeschleppt“, heißt es auf der Informationsseite der Stadt zum Hochwasser. Gebäude erhielten außerdem einen gewissen Schutz vor den Wassermassen, wenn diese mit Sandsäcken geschützt würden. Wer im Keller seines Hauses Öltanks oder elektrische Anlagen hat, sollte diese sorgfältig sichern und in überfluteten Räumen die Sicherheitsvorkehrungen wegen der Stromversorgung beachten. Generell gilt allerdings: Bei steigendem, eindringenden Wasser sollte man auf keinen Fall einen Kellerraum betreten. Außerdem sollte man davon absehen, in Wasser zu treten. Wer ausrutscht, begibt sich in Lebensgefahr. (kab)

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