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Stadt Heidelberg warnt vor Hochwassersaison – neues Förderprogramm zur Vorsorge

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Von: Peter Kiefer

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Heidelberg - An Katastrophen sollte man denken, bevor sie passieren! Deshalb warnt die Stadt vor der nächsten Hochwassersaison im Winter und Frühjahr – mit Gefahrenkarten:

Es kommt schneller, als man denkt... Angesichts der bevorstehenden Hochwassersaison ruft die Stadt Heidelberg die Bürger zur Vorsorge auf. Der Neckar befindet sich momentan zwar noch unterhalb des durchschnittlichen Wasserstandes von rund 2,20 Metern – dies kann sich in den kommenden Monaten jedoch schnell ändern.

Hochwassergefahr in Heidelberg im Winter und Frühjahr

In Heidelberg drohen speziell im Winter und im Frühjahr Überschwemmungen durch Hochwasser, wie zuletzt Anfang April 2022. Im Zuge des Klimawandels wird erwartet, dass das Risiko durch Flusshochwasser im Winterhalbjahr und das Risiko durch Überflutungen in Folge von Starkregen im Sommerhalbjahr weiter steigen wird.

Im Gefahrenbereich lebende Bürger können sich mit den Hochwassergefahrenkarten und den Starkregengefahrenkarten auf den städtischen Internetseiten darüber informieren, ob ihre Wohnung oder ihr Haus in einem gefährdeten Gebiet liegt.

Menschen bauen Sandsäcke gegen das Hochwasser in Heidelberg auf.
In Heidelberg wurden im Bereich der Alten Brücke Sandsäcke gegen das Hochwasser aufgebaut. (Archivfoto) © René Priebe / PR-Video

Stadt Heidelberg hat neues Förderprogramm zum Schutz vor Starkregen und Hochwasser

Damit sich Heidelberger Grundstückseigentümer noch besser wappnen und mit geeigneten Maßnahmen vorsorgen können, besteht seit August 2022 das Förderprogramm „Starkregen- und Hochwasserschutz“. Mit dem Förderprogramm möchte die Stadt Heidelberg die Eigenvorsorge stärken und bei der Umsetzung von Maßnahmen der Klimawandel-Anpassung unterstützen.

Das Förderprogramm ist zweistufig, bestehend aus einer Einzelfallberatung durch Experten und einer sich anschließenden Bezuschussung geeigneter Maßnahmen.

Heidelberger Förderprogramm – Beratung mit bis zu 500 Euro gefördert

Die Beratung umfasst einen Vor-Ort-Termin und die Dokumentation in einem einheitlichen Berichtsprotokoll („Überflutungs-Pass HD“) durch externe Sachverständige. Die Beratung wird mit bis zu 500 Euro gefördert.

Im Berichtsprotokoll werden konkrete Schutzmaßnahmen vorgeschlagen, die in der zweiten Stufe des Förderprogramms bezuschusst werden – dazu gehören beispielsweise mobile oder festinstallierte Starkregen- und Hochwasserschutzsysteme, die Beschaffung von Sandsäcken, Hebeanlagen, die Installation von Rückstausicherungen und viele weitere Maßnahmen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.heidelberg.de/starkregen oder telefonisch unter der städtischen Rufnummer 06221/58-18230.

Heidelberg: Frist für Ölheizungen in Überschwemmungsgebieten läuft bald ab

Die Stadt weist erneut darauf hin, dass aufgrund gesetzlicher Regelungen bestehende Ölheizungen in Überschwemmungsgebieten bis zum Januar 2023 hochwassersicher nachgerüstet werden müssen.

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Seit 2018 dürfen neue Heizölverbraucheranlagen nur noch auf Antrag und in Ausnahmefällen in Überschwemmungsgebieten (HQ100-Bereiche in den Hochwassergefahrenkarten) installiert werden. (pek mit PM)

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