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Endspurt auf Karlstorbahnhof-Baustelle – Heidelberger Mega-Projekt fast fertig

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Von: Peter Kiefer

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Heidelberg - Die Kultur in Heidelberg kriegt ein neues Zuhause: Am 28. Oktober eröffnet der Karlstorbahnhof in der Südstadt. Alle Infos zum Endspurt auf der Mega-Baustelle:

Man sieht es auf den ersten Blick: Da entsteht Großes in Heidelberg! Ende Oktober zieht der legendäre Karlstorbahnhof von der Altstadt in die Südstadt um, wo es ab dem 28. Oktober rund gehen soll. Doch bis dahin ist noch ein bisschen was zu tun – wenngleich die Bauarbeiten in der Endphase sind.

Heidelberg: Neuer Karlstorbahnhof zu 90 Prozent fertig

Es ist eines der derzeit größten Bauprojekte für die Kultur in Heidelberg und der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar – das neue Zentrum für den Karlstorbahnhof in der Südstadt. Aktuell sind etwa 90 Prozent der Gesamtmaßnahme fertiggestellt. Derzeit werden die restlichen Ausbauarbeiten in den Innenräumen vorgenommen, um im September mit den Einregulierungsarbeiten beginnen zu können.

In den nächsten Tagen soll die Baustelle das Stadium der „Staubfreiheit“ erreichen. Zu diesem Zeitpunkt werden alle wesentlichen staubintensiven Arbeiten – beispielsweise der Trockenbau, die Maler- und Bodenbelagsarbeiten – abgeschlossen sein. Direkt im Anschluss beginnen die Feinmontage der haustechnischen Anlagenteile sowie die Einregulierungsphase der Haus- und Medientechnik.

Im neuen Karlstorbahnhof in der Heidelberger Südstadt wird schon die Bühne eingebaut.
Im neuen Karlstorbahnhof in der Heidelberger Südstadt wird schon die Bühne eingebaut. © Philipp Rothe

Viele Menschen waren bereits in dem Gebäude. Die Internationale Bauausstellung zeigte in mehreren Räumen die Abschlusspräsentation ihrer zehnjährigen Arbeit. Der Gemeinderat hatte im Februar dieser Nutzung noch während der laufenden Bauarbeiten zugestimmt. Das Gebäude, so die Planung, die vom Gemeinderat bestätigt wurde, wird am 21. Oktober fertig gestellt sein. Bis dahin steigen im Karlstorbahnhof noch einige Events an alter Wirkungsstätte.

Karlstorbahnhof in Heidelberg: „Übergabe soll wie geplant stattfinden“, verspricht Odszuck

„Die Übergabe soll wie geplant stattfinden“, hat Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck (CDU) angekündigt: „Der Bau wurde durch Material- und Personalengpässe erschwert, doch alle Beteiligten arbeiten mit großem Einsatz daran, damit wir das Sanierungsobjekt pünktlich an seinen neuen Nutzer, das Kulturhaus Karlstorbahnhof, übergeben können. Die GGH steuert und begleitet den Bau im Auftrag der Stadt. Durch ihre Expertise war es uns möglich, das anspruchsvolle Projekt in dieser kurzen Zeit umzusetzen.“

Das Technik-Team des Karlstorbahnhofs ist bereits jetzt mit in die Fertigstellung und Inbetriebnahme ihres neuen Zuhauses eingebunden. „Im Bauablauf ist vorgesehen, dass die Gebäudetechnik Hand in Hand mit dem späteren Nutzer installiert und eingespielt wird. Bei so einer komplexen Gebäudetechnik kann es natürlich auch im Zuge der Einregulierung und Übergabe noch Nachbesserungsbedarf geben“, erklärt Peter Bresinski, Geschäftsführer der Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz mbH Heidelberg (GGH).

Das ist der neue Karlstorbahnhof in Heidelberg

Der neue Karlstorbahnhof liegt westlich auf dem Areal der ehemaligen Campbell Barracks, direkt an der Straße Im Bosseldorn. An die bestehende ehemalige Kutschenhalle, die künftig den Karlstorbahnhof beheimatet, schließen sich an den Giebelseiten jeweils zweigeschossige Stallungsgebäude an, wodurch sich ein U-förmiges Ensemble ergibt.

Die städtebauliche Form sowie die Backsteinfassaden stehen unter Denkmalschutz. Die beiden Flügelbauten sollen künftig der Heidelberger Kreativwirtschaft zur Verfügung stehen. Die Kutschenhalle und die nördlich und südlich anschließenden Flügelbauten bleiben unverändert. Ein neuer Vorbau markiert künftig den Eingang in das Kulturhaus. Der Publikumszugang zum neuen Karlstorbahnhof erfolgt von der Ostseite über den Marlene-Dietrich-Platz.

Heidelberg: „Klub K“ im Obergeschoss des neuen Karlstorbahnhofs

In der neu aufgeteilten Halle befindet sich ein Veranstaltungssaal mit circa 480 Sitz- beziehungsweise mehr als 900 Stehplätzen, mit Foyer und Nebenräumen, ein Theaterraum mit Foyer („Theater TIKK“) und das Kino des Medienforums. Im neuen Vorbau wird im Erdgeschoss die Kasse und Garderobe und im Obergeschoss der „Klub K“ sein, der mit einem Aufzug barrierefrei erreicht werden kann. In den bestehenden westlichen Anbauten befindet sich künftig die Verwaltung und ein Seminarbereich.

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Alle Foyers sind miteinander verbunden. Theater und Kino können über den Haupteingang oder unabhängig über separate Eingänge betreten werden. Für den Veranstaltungssaal ist eine gastronomische Versorgung über eine Cateringküche vorgesehen, in der angelieferte Speisen vorbereitet werden können. (PM/pek)

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