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Heidelberg: Nachnutzung des Airfield noch diesen Sommer?

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Von: Florian Römer

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Ein Blick übers Airfield zum Landesfeuerwehrtag im Juli 2018. (Archivbild)
Ein Blick übers Airfield zum Landesfeuerwehrtag im Juli 2018. (Archivbild) © HEIDELBERG24/PR-Video/Priebe

Heidelberg - Die Stadt will ein Konzept für das Airfield erarbeiten. Der ehemalige US-Flugplatz soll möglichst schnell nutzbar gemacht werden, fordern lokale Gremien:

Update vom 1. März: Die Stadt will sich ein Konzept für das Airfield zwischen Kirchheim und Pfaffengrund überlegen. Jetzt fordert der Bezirksbeirat Pfaffengrund die Stadtverwaltung auf, kurzfristige Zwischenlösungen zu prüfen. Auf der Konversionsfläche könnte ein Landwirtschaftspark entstehen, hatte der Gemeinderat 2019 beschlossen. So lange das Airfield brach liegt, könne man das Areal für Veranstaltungen und Messen nutzen, schlug die CDU in einem Antrag vom Juni 2021 vor. Die BiMA könnte sich indes vorstellen, das Gelände an ein Unternehmen zu verpachten, das auf den Landebahnen Photovoltaik-Anlagen aufstellen möchte.

Heidelberg: Ex-US-Flugplatz ‒ Wird das Airfield noch diesen Sommer bespielt?

Die Heidelberger Grünen wünschen sich indes die Umwandlung des Airfield in „einen Ort für alle“. Dort könnte beispielsweise geskatet und gegärtnert werden, andere könnten Drachen steigen lassen. „Freiluftausstellungen, kulturelle Veranstaltungen, Räume für junge Menschen und Workshops“, wären ebenso möglich. Eine solche Nutzung würde einem geplanten Landwirtschaftspark nicht im Wege stehen, sind sich die Grünen sicher.

Damit das Airfield schon im Sommer genutzt werden kann, will die Grünen-Fraktion einen Antrag im Gemeinderat einbringen, der eine „Minimal-Instandsetzung mit der notwendigen Infrastruktur (Strom, Wasser, WCs)“ vorsieht. „Wir wissen, dass es auch über das erfolgreiche Projekt ‘Feierbad’ hinaus noch weiteren Bedarf an kleinteiligen und vielseitig nutzbaren Räumen für Kunst und Kultur, aber auch für Sport, Freizeit und Urban Gardening beispielsweise gibt”, so die Stadträte Kathrin Rabus und Felix Grädler.

Heidelberg: Früherer US-Flugplatz – was passiert jetzt mit dem Airfield?

Erstmeldung vom 24. Februar: Mittlerweile laufen für fast alle Konversionsflächen in Heidelberg Planungen zur Nachnutzung. Nur für den ehemaligen US-Flugplatz zwischen Kirchheim und Pfaffengrund gibt es zwar viele Ideen, aber noch keine konkreten Pläne. 2014 wurde das Airfield von den Amerikanern geräumt. Seither ist die Fläche ungenutzt. Die Stadt Heidelberg beabsichtigt, die Konversionfläche von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BiMA) zu kaufen, in deren Eigentum das Airfield aktuell ist. Jetzt will die Verwaltung dem Gemeinderat vorschlagen, für die künftige Nutzung der rund 15 Hektar großen Fläche ein Konzept zu erstellen.

„Es gibt für diese Fläche einen ganzen Strauß an Ideen und Wünschen – für Freizeit, Sport, Naherholung aber auch Landwirtschaft und Naturschutz. Wir wollen uns jetzt auf den Weg machen, diese ganzen Optionen zu sortieren – denn zweifelsohne hat das Airfield das Potenzial für einen außergewöhnlichen Ort, den es so in Heidelberg noch nicht gibt“, sagt Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner

StadtHeidelberg
Einwohnerzahl158.741 (31. Dez. 2020)
Fläche108,8 km²
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

Heidelberg: Stadt will Nachnutzung des Airfield planen

In den Planungsprozess sollen sowohl bisherige als auch aktuelle Nutzungsüberlegungen einfließen. Der Gemeinderat hatte bereits 2019 die Erarbeitung eines Konzepts für den sogenannten Landwirtschaftspark beschlossen. Bei dieser Projektidee wird der gesamte Raum zwischen der Bahnstadt, Kirchheim, Pfaffengrund, Patrick-Henry-Village und Eppelheim betrachtet.

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Dabei sollte die Einbeziehung des Airfields im weiteren Planungsprozess geprüft werden. Im Landwirtschaftspark sollen Nahrungsproduktion, Erholung und Naturschutz zusammenfinden und der Raum als Bildungsort erlebbar werden. Ergänzend zur Idee des Landwirtschaftsparks könnte auf dem Airfield eine offene Freizeit- und Sportangebotssituation eine neue Perspektive für Heidelberg bieten wie auch eine landwirtschaftliche Teilnutzung. Darüber hinaus gibt es Überlegungen, Teile der Landebahn für Photovoltaik-Anlagen zu nutzen. (pm/rmx)

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