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Neue Funktion in der „Mein Heidelberg“-App – geführte Stadtrundgänge möglich

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Von: Katja Becher

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Heidelberg - Die „MeinHeidelberg“-App bietet eine neue Funktion: Nutzer können ab sofort mit zwei durch die App geführte Touren in die Stadtgeschichte eintauchen.

Wer in Heidelberg nach Orten mit historischer Bedeutung sucht, muss bekannterweise nicht weit gehen. Einen bewussten Blick auf diese Schauplätze ermöglicht jetzt die „MeinHeidelberg“-App. In zunächst zwei kulturhistorischen Stadttouren können Nutzer, geführt durch die App, in die jüngere Stadtgeschichte eintauchen.

Touren mit der „MeinHeidelberg“-App – so funktioniert‘s

Die beiden Touren unter den Titeln „Heidelberg und die 68er“ und „US-Amerikaner in Heidelberg“ sind in einem gemeinsamen Projekt des Historischen Seminars der Universität Heidelberg, des Universitätsarchivs sowie des Stadtarchivs und des Amtes für Digitales und Informationsverarbeitung der Stadt entstanden. Finden kann man die Touren in der „MeinHeidelberg“-App unter der Rubrik „Erleben“.

Die Stadtführungen folgen einer festgelegten Route, die in der App auf einer Übersichtskarte angezeigt wird. Hat man eine der beiden verfügbaren Touren ausgewählt, zeigt die App an den einzelnen Stationen einen Infotext sowie ergänzende Bilder. Die Texte sind außerdem voll vertont und können alternativ über das Smartphone abgespielt werden. Wer statt der ganzen Führung gezielt einzelne Stationen ansteuern möchte, kann das ebenfalls tun: per GPS erkennt die „MeinHeidelberg“-App, wo man sich gerade befindet und zeigt den passenden Text zur aktuellen Station an.

Stadtführungen in der „MeinHeidelberg“-App – das bieten die ersten beiden Touren

Der Rundgang „Heidelberg und die 68er“ befasst sich mit der Studentenbewegung und ihren Auswirkungen auf Heidelberg und die Universität. Erste Station ist der Universitätsplatz, auf dem sich 1967 über 2.000 Menschen zu einem Trauermarsch für Benno Ohnesorg versammelten. Der Route des Trauermarschs folgend führt die Tour zur Stadthalle, wo eine Aktion des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) ein Jahr später besonders in der Universität für Verwerfungen sorgte und im sogenannten Stadthallenprozess mündete. Es folgen weitere Stationen rund um den Universitätsplatz.

Die Tour „US-Amerikaner in Heidelberg“ startet auf der Alten Brücke in den Fußstapfen von Mark Twain. Die Reiseerinnerungen des amerikanischen Schriftstellers markieren einen der frühesten Bezugspunkte Heidelbergs in die USA. Einen Zeitsprung unternimmt die Stadtführung im Anschluss mit dem „Cave 54“, dem ältesten Jazzclubs Heidelbergs. Weitere Orte deutsch-amerikanischer Verständigung nach der Besatzungszeit folgen mit dem Collegium Academicum, dem Hotel „Europäischer Hof“ und dem „Amerika-Haus“.

„MeinHeidelberg“-App als Stadtführer: Auf den Spuren von Mark Twain

Über Rohrbach bewegt sich die weitere Tour im Anschluss über mehrere Stationen durch die Südstadt und schlägt mit den ehemaligen Campbell Barracks und dem Mark-Twain-Village den Bogen zum Beginn der Tour. Wer vor der letzten Station am Hauptbahnhof noch tiefer in die Thematik einsteigen möchte, für den empfiehlt sich ein Besuch im Mark-Twain-Center für transatlantische Beziehungen.

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„Die ‚MeinHeidelberg‘-App ist so etwas wie die Stadtverwaltung zum Mitnehmen. Sie bündelt umfassende Informationen zu Angeboten und Dienstleistungen, Zugang zu nützlichen Datenquellen wie dem Klimakompass oder Themenkarten, etwa zu Spielplätzen oder öffentlichen Toiletten. Dass die App auch zum Reisebegleiter werden kann, zeigt, wie viel Potenzial noch in der App steckt“, erklärt Dr. Philipp Lechleiter, Abteilungsleiter Digitale Stadt beim Amt für Digitales und Informationsverarbeitung.

Touren mit der „MeinHeidelberg“-App – in Zukunft weitere Führungen denkbar

Projektentwickler Sebastian Bernhard ergänzt: „Die ersten beiden Themenführungen sind sicher vor allem für Heidelbergerinnen und Heidelberger interessant, die zur einen oder anderen Station vielleicht sogar einen persönlichen Bezug haben. Aber die Möglichkeiten sind groß und unser Ideenspeicher ist schon mit einigen Optionen für abwechslungsreiche weitere Touren gefüllt.“ Weitere Informationen zur „MeinHeidelberg“-App gibt es unter digitales.heidelberg.de/app. (kab/pm)

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