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3-Euro-Ticket löst gemischte Gefühle aus – Heidelberger finden es „super“ bis „unfair“

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Von: Madlen Trefzer

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Ab September ist das 3-Euro-Ticket im Umlauf. HEIDELBERG24 kommt ins Gespräch mit den Bürgern und will ihre Meinung zur Schnäppchenfahrkarte wissen.

Einige Bürger in Heidelberg profitieren ab dem 1. September von einem 3-Euro-Ticket. Kinder, Jugendliche und Schüler unter 21 Jahren aus Heidelberg können dann das im Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) gültige Jahresticket „MAXX-Ticket“ für nur 3 Euro im Monat nutzen. Auch für Bezieher des Heidelberg-Passes sowie des Heidelberg-Passes+ gilt diese Vergünstigung.

Das 3-Euro-Ticket gilt nicht für alle – das sagen Heidelberger dazu

Gleichzeitig müssen Senioren ab 60 Jahren sowie Frührentner nur noch 365 Euro statt bislang 565,20 Euro für ihre Jahreskarte bezahlen. Alle vergünstigten Tickets gelten verbundweit im VRN. HEIDELBERG24 kommt ins Gespräch mit den Bürgern Heidelbergs, um herauszufinden, was sie vom 3-Euro-Ticket halten. Dabei fallen die Meinungen der befragten ziemlich unterschiedlich aus. 

HEIDELBERG24 trifft auf Ada (27). „Ich finde die Idee mit dem 3-Euro-Ticket super, obwohl ich gar nicht aus Heidelberg komme“, sagt sie. Am Hauptbahnhof treffen wir auf zwei Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn, die lieber anonym bleiben, dessen Namen der Redaktion allerdings bekannt sind. Sie befürchten, dass die Busse und Züge mit dem vergünstigten Ticket weiterhin überfüllt bleiben. „Wir werden sehen, wie das weitergeht“, fügt einer von ihnen gespannt hinzu.

Straßenbahn der rnv in Heidelberg (Haltestelle Stadtwerke)
Ab 1. September kommt das vergünstigte 3-Euro-Ticket (Symbolfoto) © HEIDELBERG24/Marten Kopf

Heidelberger finden das Angebot der VRN „unfair“ – es sollte für alle gleichermaßen gelten

Nezia (44) findet die Idee ebenfalls toll. „Es ist aber unfair für die, die außerhalb leben“, findet er. Schließlich fahren seine beiden Kinder auch mit dem Bus zur Schule – nur eben außerhalb des vergünstigten Gebiets. Er verweist darauf, dass solche Angebote ausnahmslos für jeden gelten sollten. Zu guter Letzt fragt er – nicht ganz unberechtigt – „Warum machen andere Städte bei dieser Aktion nicht mit?“

Am Heidelberger Hauptbahnhof treffen wir Daniel (27). Er findet die Idee mit dem 3-Euro-Ticket zunächst „super“. Als er erfährt, dass das Angebot nicht für Studenten gültig ist, macht er große Augen. „Das enttäuscht mich jetzt. Die Entscheidung, das Ticket nur für bestimmte Personengruppen anzubieten, finde ich nicht fair. Das sollte für alle gleichermaßen gelten.“ Hier findest Du alle Infos zum 3-Euro-Ticket.

Gemischte Gefühle beim 3-Euro-Ticket – Heidelberger sagen, was sie denken

Immerhin zählt die Stadt Heidelberg etwa 39.000 Studierende. So auch Loreen (19), die uns sagt: „Ich persönlich fände so etwas auch für Studenten schön.“ Lola (29) schließt sich dieser Meinung ebenfalls an. Mathini (19) findet: „Entweder für alle oder gar nicht.“ Auch auf Facebook sammeln sich Meinungen zum 3-Euro-Ticket an: Viele finden, dass es für alle Menschen gleichermaßen gelten sollte.

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Ein Nutzer kommentiert jedoch: „Finde ich super! Wir bezahlen für 3 Kinder 139,50 Euro pro Monat für die Regiokarte damit sie zur Schule kommen. Das wäre auch bei uns eine tolle Entlastung.“ Es wird in den weiteren Kommentaren aber auch angemerkt, dass der Aspekt zur Entlastung der Umwelt mit dem 3-Euro-Ticket entfällt, da es für diejenigen, die am meisten Auto fahren nicht gültig ist. Ob das 3-Euro-Ticket seinen 6 Euro teureren Vorgänger an Beliebtheit wohl überbieten können wird? (mad)

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