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Parkplatz-Problematik in Heidelberg – Arbeitsgruppe soll Konzept entwickeln

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Von: Peter Kiefer

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Heidelberg - Eine neue eingerichtete Arbeitsgruppe soll ein gemeinsames Konzept entwickeln, um die Parkraumplanung voranzubringen. So funktioniert das ParkPAD-Verfahren:

Parken in Heidelberg ist ja bekanntlich seit jeher ein (schwieriges) Thema für sich! Deshalb will die Stadtverwaltung die Parkraumplanung strategisch angehen und perspektivisch praktische, lokale Lösungen entwickeln. Der Ansatz: Verschiedene Interessengruppen sollen die aktuelle Parksituation aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und eine gemeinsame Handlungsempfehlung umzusetzender Maßnahmen erarbeiten.

So will die Stadt Heidelberg die Parkraum-Problematik lösen

An dem ParkPAD-Verfahren („Parking Policy Audit“) werden bei zwei Treffen rund 20 Personen teilnehmen: Eingeladen sind Vertreter der Verwaltung, verschiedener Interessengruppen sowie vier zufällig aus dem Melderegister ausgewählte Bürger unterschiedlichen Alters.

Dies hat die Arbeitsgruppe „Parkraumbewirtschaftung“ bei ihrer zweiten nicht-öffentlichen Sitzung am 21. März entschieden. Bereits im November 2022 hat der Heidelberger Gemeinderat einen ersten Schritt zu einem neuen Parkraumkonzept gemacht.

In sechs Stadtteilen Heidelbergs gibt es bislang Parkraumbewirtschaftung.
In sechs Stadtteilen Heidelbergs gibt es bislang Parkraumbewirtschaftung. © Florian Römer/HEIDELBERG24

Das ist der Ablauf des ParkPAD-Verfahrens in Heidelberg:

  1. Die einzelnen Mitglieder der Gruppe bewerten zunächst die aktuelle Parkraumpolitik anhand eines Online-Fragebogens. Aus den Antworten lassen sich Herausforderungen und Handlungsfelder identifizieren.
  2. Beim 1. Treffen im Mai 2023 werden die Teilnehmenden die Ergebnisse der Online-Befragung bewerten und eine Bestandsaufnahme der Herausforderungen bei der Parkraumbewirtschaftung vornehmen.
  3. Bei einem 2. Treffen im Juni 2023 sollen mögliche Lösungen diskutiert und in einem Maßnahmenplan zusammengefasst werden. Der Maßnahmenplan hat strategisch-konzeptionelle Bedeutung und soll Ausgangspunkt sein, die darin genannten Themen weiter zu bearbeiten. Es ist geplant, den Maßnahmenplan im Gemeinderat nach der Sommerpause vorzustellen und die weitere Bearbeitung der Themen zu beschließen.

Schwierige Parkplatz-Situation in Heidelberg – diese Gruppen sollen es richten

An der Online-Befragung und den Treffen nehmen neben Mitarbeitenden der Verwaltung auch Vertreter folgender Interessengruppe teil:

Der Hintergrund: Somit werden alle relevanten Sichtweisen berücksichtigt, um eine Ausgewogenheit der Interessen sicherzustellen.

ParkPAD-Verfahren soll nachhaltige Mobilität unterstützen

Durchgeführt wird das ParkPAD-Verfahren von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg im Rahmen des Kompetenznetzes Klima Mobil, das Kommunen zu Maßnahmen beim Klimaschutz im Verkehr berät und unterstützt. Für Heidelberg bietet sich damit eine große Chance, sowohl die Herausforderungen im Bereich des Parkens anzugehen als auch die nachhaltige Mobilität für den Klimaschutz im Verkehr zu unterstützen.

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Die Heidelberger Arbeitsgruppe „Parkraumbewirtschaftung“ besteht aus Mitgliedern des Gemeinderates und Fachleuten der Verwaltung. Die Gruppe berät über weitere Gebührenanpassungen und Änderungen der Parkraumbewirtschaftung. Am 25. Januar hatte die Arbeitsgruppe unter Federführung des Amtes für Mobilität erstmals nicht öffentlich getagt. Bei der konstituierenden Sitzung im Rathaus ist über den Status quo, Rahmenbedingungen und die aktuelle Rechtsprechung, die Vorgehensweise zur Parkdatenerhebung, das weitere Vorgehen und den Zeitplan gesprochen worden. (pek mit PM)

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