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Bei praller Hitze: Besitzer sperrt Hund im Auto ein – vor Polizeistation Heidelberg

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Von: Teresa Knoll

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Heidelberg – Ein Hund wird von seinem Besitzer im heißen Auto zurückgelassen. Polizisten befreien den Vierbeiner. Im Sommer darf man sein Tier niemals der Hitze überlassen:

In der prallen Nachmittagshitze wird ein Hund vor dem Polizeirevier Heidelberg-Mitte in einem Auto zurückgelassen. Die Beamten vor Ort befreien den überhitzten Hund schließlich. Die Tierschutzorganisation PETA weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass Autos, aber auch Balkone für Tiere im Sommer zur tödlichen Hitzefalle werden können.

Heidelberg: Besitzer lässt Hund im überhitzten Auto zurück – Polizisten können ihn retten

Am Dienstagnachmittag (9. August) gegen 15:30 Uhr lässt ein 30-jähriger Hundehalter seinen Vierbeiner über eine Stunde lang im Auto zurück, welches in der prallen Sonne vor dem Polizeirevier Mitte abgestellt ist. Die Beamten werden durch das laute Bellen des Dobermanns auf das Tier aufmerksam und retten es aus dem überhitzten Auto, wie das Polizeipräsidium Mannheim mitteilt.

Glücklicherweise hat der Hundebesitzer das Fenster einen Spalt offenstehen lassen, wodurch die Beamten das Fahrzeug unbeschädigt öffnen können. Anschließend nehmen die Polizisten das Tier in Obhut und versorgen es auf der Dienststelle, bis der Besitzer eintrifft. Dieser hat sich in einer anderen Sache bereits auf der Dienststelle befunden. Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Nach einem Beiß-Vorfall fordert die PETA einen Hundeführerschein in RLP.

Bei praller Hitze: Besitzer sperrt Hund im Auto ein – PETA warnt vor Überhitzung

Viele Hundehalter sind noch immer der Meinung, dass ein Fenster, das einen Spalt offensteht, reicht, damit ein Tier problemlos im Auto zurückgelassen werden kann. Autos überhitzen jedoch im Sommer extrem schnell, selbst wenn sie im Schatten stehen. Hunde haben nur wenige Schweißdrüsen und kühlen sich hauptsächlich über Hecheln ab. Wird es ihnen zu heiß, kommt es zu Schock und Multiorganversagen, die bis zum Tod führen können.

„Hundehalterinnen und -halter unterschätzen die Auswirkungen der Sonneneinstrahlung im Sommer, wenn sie die Tiere wie hier ohne Schutz in der Hitze in einem Fahrzeug zurücklassen. Hunde werden schnell unruhig, jaulen und geraten in Panik. Dies verschlimmert die lebensgefährliche Situation zusätzlich. Für sie kommt dann oft jede Hilfe zu spät“, so Monic Moll, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA.

Bei praller Hitze: Besitzer sperrt Hund im Auto ein – direkt vor Polizeistation Heidelberg

Auch der Balkon oder die Terrasse kann im Sommer schnell gefährlich für den Hund werden, denn dort staut sich die Hitze. Die Tiere sollten sich in dieser Zeit auf gar keinen Fall über eine längere Zeit dort aufhalten, denn sonst droht Lebensgefahr für die Vierbeiner. Auch ein schattiger Platz auf einem Balkon sorgt nicht für ausreichend Abkühlung. Unfassbar, was manche Menschen mit ihren Tieren anstellen: Ein Hund wird in Freinsheim an einen Zug angebunden und in letzter Sekunde gerettet.

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Wenn der Vierbeiner überhitzt ist, sollte schnellstens der Tierarzt informiert werden. Anzeichen für eine starke Überhitzung beim Hund sind Taumeln, eine dunkle Zunge, glasige Augen, starkes Hecheln oder Erbrechen. Wenn Du einen Hund in einem Auto zum Beispiel auf dem Supermarkt-Parkplatz entdeckst, empfiehlt die PETA, den Wagen an der Kasse ausrufen zu lassen. In anderen Fällen solltest Du die Polizei einschalten. Es ist nicht ratsam, die Autoscheibe etwa selbst einzuschlagen. (pol/PM/resa)

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