Rugby Europe Championship

Rugby-Länderspiel in Heidelberg: Deutschland verliert knapp gegen Russland!

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Die deutsche Rugby-Nationalmannschaft verliert am Samstag gegen Russland. (Archivfoto)

Heidelberg-Kirchheim - In der Rugby-Hochburg Heidelberg ist alles angerichtet, doch letztlich geht das deutsche 15er Team gegen Russland wieder einmal leer aus.

Update vom 3. März: Der Spielbericht zur Niederlage 18:26 (6:12)  

Ein besseres Ergebnis vergibt das Team der „Schwarzen Adler“ von Cheftrainer Mike Ford vor allem aufgrund einer Schwächephase Anfang der zweiten Hälfte:

Die ersten Minuten gehören dem deutschen Team. Nachdem der erste Staftrittvorteil nicht genutzt wird, setzt Verbinder Christopher Hilsenbeck den nächsten zu den Stangen: die ersten 3 Punkte für Deutschland. In der Zwischenzeit legen die Russen nach einem weiten Abspiel einen Versuch vor(5 Punkte)

Immer wieder machen die Deutschen den Gästen Druck und zwingen sie zu Fehlern. Dennoch gelingt es Flügelstürmer Tagir Gadzhiev in der 29. Spielminute durchzubrechen, um den Versuch zu legen (10 Punkte) und Yurii Kushnarev, sicher zu erhöhen (12 Punkte)

Deutsche Rugby-Nationalmannschaft zunächst unbeeindruckt

Ganz unbeeindruckt spielt die deutsche Mannschaft ihr Spiel weiter, was in der 34. Minute mit einem weiterenStraftritt von Hilsenbeck belohnt wird (6 Punkte). Das darauffolgende Gedränge gewinnt Deutschland, verliert den Ball dann jedoch wieder. Zum Abschluss der ersten Halbzeit bleiben die Adler gegen den WM-Teilnehmer noch in Schlagdistanz.

Das ändert sich nach positivem Beginn der zweiten Halbzeit rapide: Nachdem die Russen mit einem Vorball Chancen vergeben, gelingt ihnen ein perfektes Pick-and-Go: Versuch durch Evgenii Matveev in der 44. Minute, Erhöhung durch Kushnarev auf 19:6.

Danach ist Deutschland kurz von der Rolle. Nach einer längeren Unterbrechung, weil Schlussmann Hagen Schulte mit einer Beinverletzung vom Platz getragen wird, erhöhen die Gäste direkt auf 26 Punkte.

Die deutsche 15er Mannschaft hat Probleme, in Ballbesitz zu bleiben, dennoch gelingt es Winger Felix Lammers mit einem glücklichen Kick nach vorn, zum zweiten deutschen Versuch abzulegen. Hilsenbeck erhöht zum 18:26 in der 69. Minute.

Bitter: Deutschland droht der Gang in die Relegation!

Damit droht der DRV-Auswahl als aktuelles Tabellen-Schlusslicht der Gang in die Relegation. Am kommenden Sonntag (10. März) treten die Schwarzen Adler bei Titelfavorit Georgien an, bevor es zum Abschluss am 17. März (13 Uhr) in Köln noch mal ein Heimspiel gegen Spanien geben wird.

Nationaltrainer Mike Ford erklärt dazu abschließend in einer Presseerklärung: 

„Für uns ist das nur der Anfang der Reise. Wir als deutsches Team können nur besser werden. Die deutschen Fans müssen geduldig sein, aber dieses Team wird noch viel erreichen.“

Rugby-Trainer Mike Ford: „Die deutschen Fans müssen geduldig sein.“

Update vom 2. März: Die deutsche Rugby-Nationalmannschaft hat in der Rugby Europe Championship einen weiteren Rückschlag einstecken müssen. Am Samstag verliert das Team von Bundestrainer Mike Ford in Heidelberg mit 18:26 (6:12) gegen Russland und bleibt damit Tabellenletzter.

Vor 1.800 Zuschauern unter wolkigem Himmel liefert sich die deutsche Nationalmannschaft ein knüppelhartes Spiel gegen Russland. Die Erwartungen der Heidelberger Zuschauer nach einem Spiel mit durchtrainierten Top-Athleten auf beiden Seiten haben sich bestätigt. Nach durchaus guten Chancen für Deutschland bleibt letztendlich ihre Fehlerquote zu hoch. 

Fotos vom Rugby-Länderspiel Deutschland gegen Russland

Noch auf dem Spielfeld, nach dem kameradschaftlichen traditionellen Händeschütteln mit dem gegnerischen Team, trifft HEIDELBERG24 den südafrikanischen Topscorer Jaco Otto. Trotz blutiger Nase und getapetem Ellenbogen hält er sich für unverletzt: „Das war ein hartes Spiel mit vielen guten Kämpfen. Ich bin enttäuscht über den Ausgang.“ 

Die Nummer 16, der gebürtige Engländer Dasch Barber„Ein anstrengendes Spiel. Wir haben Fehler in wichtigen Situationen gemacht. Aber wir sind eine junge Mannschaft und steigern uns ständig. Unser Angriff ist besser geworden.“

Ein positiveres Resumee zieht Nationaltrainer Mike Ford später in der Pressekonferenz nach dem Spiel: „Ich bin sehr stolz auf unsere Performance. Obwohl die Russen auf den ersten Blick viel besser und größer erscheinen, ist das Ergebnis doch knapp ausgefallen. Unser größtes Problem ist der häufige Ballverlust. Sehr stark sind unsere letzten beiden Versuche gelaufen. Leider aber nicht stark genug, um zu gewinnen. Dennoch ein guter Start für den Deutschen Rugbysport!“

Beide Kapitäne, Sebastian Ferreira für Deutschland und Russe Artemyev Vasily richten ihren Fokus schon auf das nächste Spiel in einer Woche.

Russland-Trainer Lyn Jones: „Natürlich sind wir sehr glücklich, heute gewonnen zu haben. Deutschland ist vor allem für seine harten Tackles zu gratulieren. Ein sehr gutes Spiel von Deutschland, vor allem am Ende.“

Rugby–Ein Sport für Gentlemen

Immer wieder erstaunlich bei dem unglaublich harten Rugby-Sport ist die Fairness, Disziplin und Höflichkeit der Spieler, Trainer und Schiedsrichter nach dem Spiel: Ein Sport für Gentlemen!

Vorbericht: Rugby-Länderspiel in Heidelberg

Rugby, das schnelle Kontakt-Spiel mit dem eiförmigen Ball, ist in Heidelberg sehr beliebt. Kein Wunder also, dass am kommenden Samstag (2. März) die deutsche 15-er Nationalmannschaft in der Rugby-Hochburg gastiert.

Im Rahmen der Rugby-Europameisterschaft, der höchsten Spielklasse Europas, trifft das deutsche Team auf Russland. Nach den beiden Niederlagen gegen Belgien und Rumänien sollen nun die ersten Punkte in der Rugby Europe Championship her.

Jens Beeskow, Pressesprecher des Rugby-Verbandes, sagt mit Blick auf den bisherigen Turnierverlauf gegenüber HEIDELBERG24: „Nach den beiden verlorenen letzten Spielen ist das Team über die gezeigte Leistung nicht zufrieden. Vor allem gegen Belgien war mehr drin!“ 

Rugby Nationalmannschaft größtenteils keine Profis 

Die Nationalmannschaft besteht nur aus wenigen Profis. Seit September 2018 versucht der namhafte Trainer Mike Ford im Rahmen der Möglichkeiten, das Beste aus dem Kader herauszuholen. „Das ist ein hartes Stück Arbeit“, betont Beeskow.

Junge deutsche Talente wie zum Beispiel Emil Rupf (18) von Stade Francais bekommen meist nur in Auslandsakademien die Chance, sich zu beweisen und weiterzuentwickeln.

Interview mit dem Rugby-Nationaltrainer Mike Ford

Für Bundestrainer Ford (53) wird es das erste Spiel vor deutschem Publikum sein. Im Interview mit HEIDELBERG24 spricht der Brite über die anstehenden Aufgaben.

HEIDELBERG24: Was kann Deutschland im nächsten Spiel gegen Russland verbessern? 

Mike Ford:Russland spielt ähnlich wie Rumänien und Belgien:  Sie sind stark in der ersten und in der hinteren Reihe. In der Vorbereitung müssen wir deshalb den Fokus auf die Grundlagen legen.“

HD24: Welche Probleme gibt es? 

Ford:  „Wir haben keine Probleme, nur Challenges. Jedes Training hat seine Aufgaben. Wir denken auf jede Weise positiv und trainieren unterschiedliche Schwerpunkte.“ 

HD24:  Was ist die Stärke der Deutschen?

Ford: „Das ist eindeutig der Kampf. Wir sind vielleicht nicht die Stärksten, Größten oder Schnellsten. Aber wir kämpfen bis zum Schluss! Das ist unsere große Stärke.“

HD24: Was zeichnet den Kapitän Sebastian Ferreira aus? 

Ford„Er ist mental sehr stark. Er führt das Team von Anfang bis zum Ende. Egal, ob wir gewinnen oder verlieren, er bleibt immer cool. Seine Aufgabe ist es auch, mit dem Schiedsrichter zu sprechen.“ 

Alle Infos zum Rugby-Länderspiel Deutschland gegen Russland in Heidelberg

Das ist das Aufgebot der deutschen Rugby-Nationalmannschaft:

Alle News zum Rugby-Länderspiel findest Du auch auf der Facebook-Seite des Deutschen Rugby-Verbandes. Die 23-köpfige Endauswahl wird spätestens am Freitag (1. März) bekanntgegeben.

Die Partie gegen Russland beginnt am Samstag um 15 Uhr im Fritz-Grunebaum-Sportpark in Heidelberg. Der 1996 erbaute Sportpark hat eine Kapazität von 5.000 Personen. Das nächste Heimspiel findet dann am 17. März um 13 Uhr in Köln gegen Spanien statt. Am 10. März muss das Team von Coach Mike Ford in Georgien ran.

Rugby-Länderspiel Deutschland gegen Russland im Live-Stream von ran.de

Einen Live-Stream zur Partie gegen Russland findest Du auf ran.de. Die Übertragung beginnt ab 14:55 Uhr.

Karten gibt es noch unter Adticket oder an der Tageskasse. Ein Stehplatz kostet 18 Euro, für die überdachte Haupt-Tribüne kostet ein Ticket 24 Euro.

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kpo

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