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Nach Sieg bei OB-Wahl in Heidelberg – Grüne sagen Würzners Politik den Kampf an

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Von: Peter Kiefer

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Heidelberg - Am Tag der 3. Amtseinführung von OB Eckart Würzner (parteilos) kündigen die Grünen im Gemeinderat einen harten politischen Diskurs an. Was sie vom Rathaus-Chef fordern:

Wollen die Grünen dem alten und neuen Rathaus-Chef in Heidelberg etwa die feierliche Stimmung vermiesen? Denn ausgerechnet am Tag seiner Amtseinführung am Dienstag (20. Dezember) um 17:30 Uhr kündigt der Grünen Kreisverband gegenüber Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (parteilos) bezüglich dessen Kommunalpolitik massiven Widerstand im Gemeinderat an.

„Weiter so“ reicht Grünen nicht – Fraktion mit Kampfansage an OB Würzner

Wenige Stunden vor Würzners inzwischen 3. Amtseinführung nach seinem überzeugenden Wahlsieg am 27. November haben die Grünen ein starkes Statement rausgehauen.

Darin mahnt Florian Kollmann, der Kreisvorsitzende der Heidelberger Grünen: „Was vor der Wahl richtig war, gilt auch nach der Wahl: In entscheidenden Handlungsfeldern der Heidelberger Politik reicht ein ‚Weiter so!‘ nicht aus. Wir brauchen mehr Tempo und Entschlossenheit beim Klimaschutz, wenn die städtischen Reduktionsziele erreicht werden sollen.“

Theresia Bauer (l, Bündnis 90/Die Grünen), ehemalige baden-württembergische Wissenschaftsministerin, Sören Michelsburg (M, SPD) und Eckart Würzner (parteilos), amtierender Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg, geben sich im Rathaus bei der Oberbürgermeisterwahl die Hand. Die Menschen in Heidelberg müssen am 27. November 2022 erneut zur Oberbürgermeisterwahl gehen. Beim ersten Anlauf hat sich niemand der neun Kandidatinnen und Kandidaten mit absoluter Mehrheit durchgesetzt. Bauer und Würzner treten nochmal an, Michelsburg hat seine Kandidatur zurückgezogen.
Theresia Bauer (Grüne) und der amtierende Oberbürgermeister Würzner (parteilos) bei der OB-Wahl in Heidelberg. Mit Wollmütze im Hintergrund: Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Derek Cofie-Nunoo. (Archivfoto) © Uwe Anspach/dpa

Grüne fordern in Heidelberg mehr bezahlbaren Wohnraum

So fordert Kollmann konkret: „Wir brauchen viel mehr bezahlbaren Wohnraum, um Menschen mit ganz normalen Einkommen auch künftig eine Perspektive in Heidelberg zu bieten. Und wir müssen städtisches Geld da investieren, wo es wirklich gebraucht wird, zum Beispiel für die Sanierung unserer Schulen und eine angemessene Bezahlung von Erzieher*innen – und nicht für das Luftschloss Neckarufertunnel.“

Und der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Derek Cofie-Nunoo, ergänzt: „Zwar haben wir unser Ziel, die nächste Oberbürgermeisterin zu stellen, nicht erreicht. Die Grünen-Fraktion wird im Gemeinderat die Inhalte, für die 42 Prozent der Wähler*innen Theresia Bauer ihre Stimme gegeben haben, auch künftig entschlossen vertreten.“

Grüne im Heidelberger Gemeinderat: „Arbeit des Oberbürgermeisters kritisch begleiten“

Zur Erinnerung: Der wiedergewählte Amtsinhaber Würzner hat im 2. Wahlgang 54 Prozent der Stimmen erhalten.

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Heißt im Klartext: „Wir wollen gemeinsam im Dialog mit den Bürger*innen die Kommunalpolitik in unserer Stadt nachhaltig gestalten. Gerade das Engagement der vielen Menschen, die sich weit über die Parteigrenzen hinaus öffentlich zu einem Wechsel an der Stadtspitze bekannt haben, begreifen wir als Auftrag, die Arbeit des Oberbürgermeisters kritisch zu begleiten und konsequent sozial-ökologische Politik in den Gemeinderat einzubringen,“ kündigt Cofie-Nunoo einen harten politischen Diskurs an. (pek mit PM)

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